Abschlussarbeit, 2024
29 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Methode
1.3 Aufbau meiner Arbeit
2. Übersicht theologischer Begriffe
2.1 Theismus, Deismus, Pantheismus
2.2 Herkunft des Begriffes: Pantheismus
2.3 Gott ist Natur – Baruch de Spinoza, John Toland
2.4 Kritik am Pantheismus – Jacques de la Faye
3. Pantheismus in Goethes Werken
3.1 Goethes Verhältnis zur Religion
3.2 Spinozas Wirkung auf Goethes Schaffen
3.3 Pantheistische Motive in Die Leiden des jungen Werthers
3.4 Pantheismus im Drama Faust I.
3.5 Pantheistische Grundlage des Gedichtes: Der Schmetterling
3.6 Pantheistische Grundlage im Gedicht „Eins und Alles“
4. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die pantheistischen Einflüsse in den Werken Johann Wolfgang von Goethes, insbesondere unter Berücksichtigung der Philosophie Baruch de Spinozas, um zu klären, warum Goethe diese Ideologie für sein schriftstellerisches Schaffen wählte.
Pantheistische Motive in Die Leiden des jungen Werthers
Übrigens befinde ich mich hier gar wohl. Die Einsamkeit ist meinem Herzen köstlicher Balsam in dieser paradiesischen Gegend, und diese Jahreszeit der Jugend wärmt mit aller Fülle mein oft schauderndes Herz. Jeder Baum, jede Hecke ist ein Strauß von Blüten, und man möchte zum Maienkäfer werden, um in dem Meer von Wohlgerüchen herumschweben und alle seine Nahrung darin finden zu können. Die Stadt selbst ist unangenehm, dagegen rings umher eine unaussprechliche Schönheit der Natur. (Von Gœthe, 2006, S. 6)
Der Grundgedanke des Pantheismus, dass Gott eins mit der Natur ist, kommt in den folgenden Zeilen zum Ausdruck.
Wenn das liebe Tal um mich dampft, und die hohe Sonne an der Oberfläche der undurchdringlichen Finsternis meines Waldes ruht, und nur einzelne Strahlen sich in das innere Heiligtum stehlen, ich dann im hohen Grase am fallenden Bache liege, und näher an der Erde tausend mannigfaltige Gräschen mir merkwürdig werden; wenn ich das Wimmeln der kleinen Welt zwischen Halmen, die unzähligen unergründlichen Gestalten der Würmchen, der Mückchen näher an meinem Herzen fühle, und fühle die Gegenwart des Allmächtigen, der uns nach seinem Bilde schuf, das Wehen des Allliebenden, der uns in ewiger Wonne schwebend trägt und erhält;[…]. (Von Gœthe, 2006, S. 7)
1. Einleitung: Hier wird das Thema der Arbeit eingeführt, die Fragestellung definiert und der methodische Aufbau erläutert.
2. Übersicht theologischer Begriffe: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Abgrenzung zwischen Theismus, Deismus und Pantheismus sowie eine historische Herleitung der pantheistischen Lehre unter Einbeziehung von Philosophen wie Spinoza und Toland.
3. Pantheismus in Goethes Werken: Der Hauptteil analysiert Goethes Religiosität, seinen Bezug zum Spinozismus und die pantheistischen Motive und Symbole in Werken wie Werther, Faust I. und ausgewählten Gedichten.
4. Zusammenfassung: Abschließend werden die zentralen Forschungsergebnisse zusammengeführt und die Leitfrage nach Goethes Hinwendung zum Pantheismus beantwortet.
Pantheismus, Johann Wolfgang von Goethe, Baruch de Spinoza, Deismus, Theismus, Sturm und Drang, Naturfrömmigkeit, Weltseele, Faust I., Werther, Literaturwissenschaft, Philosophie, Aufklärung, Metamorphose, Gottesbild.
Die Arbeit untersucht die philosophische Ideologie des Pantheismus und deren zentrale Bedeutung für das Leben und das literarische Schaffen von Johann Wolfgang von Goethe.
Zentrale Themen sind die dogmatische Religion im Zeitalter der Aufklärung, der Einfluss von Baruch de Spinozas Philosophie sowie die pantheistische Gestaltung von Naturerleben in literarischen Texten.
Die Arbeit geht der Frage nach, warum Goethe bei der Ausgestaltung seines Weltbildes und seiner Werke bewusst den Pantheismus wählte und sich vom zeitgenössischen Deismus oder Theismus distanzierte.
Die Untersuchung basiert auf einer chronologischen Aufarbeitung der Fachliteratur und einer historisch-theologischen sowie literaturwissenschaftlichen Analyse primärer Textstellen aus Goethes Werken.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit Goethes religiösem Werdegang, der Wirkung Spinozas sowie der gezielten Interpretation pantheistischer Motive in den Leiden des jungen Werthers, dem Faust I. und lyrischen Werken.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Pantheismus, Naturfrömmigkeit, Weltseele, Spinozismus und Goethes Geniephase aus.
Die Autorin sieht in Spinoza einen zentralen Wegbereiter, dessen Naturphilosophie ("Deus sive natura") Goethe eine intellektuelle Heimat und eine beruhigende, strukturgebende Weltauffassung bot.
Das Gedicht dient als Beleg für Goethes lebenslange Vertrautheit mit pantheistischen Gedanken und verdeutlicht sein akzeptierendes Verhältnis zum Tod als Teil eines ewigen Naturkreislaufs.
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