Bachelorarbeit, 2022
88 Seiten
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 AD(H)S bei Frauen - fehlende Diagnose und Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden
2.2 AD(H)S bei Frauen - Symptome und Folgen
2.3. Health Content & Social Support auf Instagram
2.3.1. Health Content
2.3.2 Social Support bei AD(H)S auf Instagram
2.3.2.1 Nutzungsintention und -interaktion
2.3.2.2 Health Content zu AD(H)S bei Frauen auf Instagram
2.3.2.3 Theorien zu Online-Social Support und Support
2.3.3 Einfluss von Health Content auf Selbststigma, Gruppenzugehörigkeit und Wohlbefinden
2.3.3.1 Einfluss auf das Wohlbefinden und Gruppenzugehörigkeit
2.3.3.2 Einfluss auf Selbststigma
2.4 Forschungsfragen
3. Methodische Umsetzung
3.1 Forschungsdesign
3.2. Datenanalyse
4. Ergebnisse
4.1. Arten der rezipierten Instagram-Inhalte (FF1)
4.2 Interaktion mit den Inhalten (FF2)
4.3 Auswirkungen auf das (a) Gruppenzugehörigkeitsgefühl, (b) Selbst-Stigma und (c) Wohlbefinden betroffener Frauen (FF3)
5. Diskussion der Ergebnisse und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und wie Instagram-Accounts, die sich speziell an Frauen mit AD(H)S richten, zur Gemeinschaftsbildung und sozialen Unterstützung beitragen und welchen Einfluss diese Inhalte auf das Selbst-Stigma sowie das allgemeine Wohlbefinden der Betroffenen haben.
2.2 AD(H)S bei Frauen - Symptome und Folgen
Frauen werden aus den genannten Gründen häufig erst nach dem 30. Lebensjahr mit AD(H)S diagnostiziert. Dem gehen oftmals Fehldiagnosen wie Depressionen, Angststörungen, Essstörungen oder andere psychische Erkrankungen voran. Die Komorbidität von AD(H)S mit den oben genannten Krankheiten erschwert die Diagnose zusätzlich (Mayer et al., 2021).
Selbst nach einer Diagnose wird bei einer anschließenden Behandlung oftmals nicht auf Geschlechterunterschiede eingegangen. Dabei deuten Studien darauf hin, dass Frauen möglicherweise andere Behandlungsformen benötigen als Männer (Kok et al., 2020), etwa wegen eines anderen Hormonhaushalts (Littmann et al., 2021). Es zeigt sich, dass häufig verwendete Medikamente wie Ritalin zyklusabhängig anders wirken, weil weibliche Hormone die Aufnahme der Wirkstoffe, sowie die Symptome beeinflussen (Cubbin, 2021).
Dabei können die fehlende Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden und die fehlende Diagnose und korrekte Behandlung von AD(H)S bei Frauen zu einer starken Beeinträchtigung von deren Lebensqualität bis hin ins Erwachsenenalter führen. AD(H)S ist eine neurologische Entwicklungsstörung (American Psychiatric Association, 2013), die sich in vielen Lebensbereichen auswirkt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Unterdiagnostizierung von Frauen mit AD(H)S und zeigt auf, welche Bedeutung soziale Medien für Betroffene haben können.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel fasst den aktuellen Forschungsstand zu AD(H)S, Online-Social-Support und dessen Auswirkungen auf das Wohlbefinden zusammen.
3. Methodische Umsetzung: Hier wird das gewählte qualitative Forschungsdesign erläutert, das auf leitfadengestützten Einzelinterviews basiert.
4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Erkenntnisse zur Art der rezipierten Instagram-Inhalte, den Interaktionsweisen der Nutzerinnen und den Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit.
5. Diskussion der Ergebnisse und Fazit: Die Studie schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse über Chancen und Risiken der digitalen Gemeinschaftsbildung.
AD(H)S, Frauen, Instagram, Health Content, Soziale Unterstützung, Selbststigma, Wohlbefinden, Gruppenzugehörigkeit, Psychische Gesundheit, Qualitative Forschung, Online-Support, Stigmatisierung, Neurodiversität, Mediennutzung.
Die Arbeit untersucht, wie Frauen mit AD(H)S soziale Medien, insbesondere Instagram, nutzen, um sich zu informieren, Unterstützung zu finden und mit der eigenen Diagnose umzugehen.
Im Mittelpunkt stehen die AD(H)S-Symptomatik bei Frauen, die Rolle von Online-Communities für den sozialen Zusammenhalt sowie der Einfluss von Inhalten auf das Selbstbild und das Wohlbefinden der Betroffenen.
Ziel ist es zu klären, welche Inhalte betroffene Frauen rezipieren, wie sie mit diesen interagieren und inwiefern sich dies positiv oder negativ auf ihre psychische Verfassung auswirkt.
Die Autorin wählt ein qualitatives Forschungsdesign und führt leitfadengestützte Einzelinterviews mit betroffenen Frauen durch, die nachfolgend mittels inhaltlich-strukturierender Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
Der Hauptteil umfasst eine Literaturrecherche zu theoretischen Grundlagen, die Erläuterung des methodischen Vorgehens sowie eine detaillierte Analyse der Interviewergebnisse unter Berücksichtigung von Nutzungsmotiven und Auswirkungen.
Neben AD(H)S und Instagram prägen Begriffe wie Selbststigma, Gruppenzugehörigkeit und Online-Support die thematische Ausrichtung.
Die Arbeit stellt fest, dass viele der teilnehmenden Frauen erst im Erwachsenenalter diagnostiziert wurden, was die Relevanz von Online-Informationsquellen für diese Altersgruppe unterstreicht.
Ja, die Arbeit thematisiert unter anderem das Risiko der internetsüchtigen Nutzung, potenziell verstärkende Symptome durch Algorithmen sowie die Belastung durch negative oder stigmatisierende Kommentare.
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