Examensarbeit, 2009
21 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung und Problemstellung
1.1 Entwicklung der Grundidee des Unterrichtsversuchs und Bezug zum Modul
1.2 Bezug zu den Ausbildungsstandards
1.3. Bemerkungen zur Lerngruppe
1.4. Zielvorstellungen und Leitfragen
2. Unterrichtspraxis – Planung und Durchführung des Unterrichtsversuchs
2.1 Curriculare Einordnung
2.2 Didaktisch-methodische Bemerkungen zum Unterrichtsversuch
2.3 Verlauf der UE
2.4 Ausgewählte Aspekte des Unterrichtsgeschehens mit Reflexion
2.4.1 Beschreibung des Unterrichtsgeschehens in der fünften und sechsten Stunde der UE
2.4.2 Beschreibung des Unterrichtsgeschehens in der siebten Stunde der UE
3. Auswertung: Evaluation mit Reflexion und Resümee
3.1 Evaluationsverfahren
3.2 Ergebnisse der Evaluation
3.2.1 Evaluation der ersten Leitfrage
3.2.2 Evaluation der zweiten Leitfrage
3.3 Resümee und Schlussfolgerungen für meine weitere Tätigkeit
Die Arbeit untersucht einen siebenstündigen Unterrichtsversuch in einer neunten Klasse zum Thema „Widerstand im Nationalsozialismus“ am Beispiel von Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Ziel ist es, durch einen problemorientierten Zugang die Kompetenzen der Schüler zur historischen Urteilsbildung zu fördern und ein kritisches Bewusstsein für die mediale Vermittlung von Geschichtsbildern zu schaffen.
1. Einleitung und Problemstellung
Die vorliegende Arbeit dokumentiert einen sieben Stunden umfassenden Unterrichtsversuch in einer neunten Klasse XXX-Gymnasiums in XXX. Das übergeordnete Thema „Widerstand im Nationalsozialismus“ wurde dabei exemplarisch an Hand der Person Claus Schenk Graf von Stauffenbergs behandelt. Verfolgt wurde ein problemorientierter Zugang zum Geschichtsunterricht, der dazu führte, dass die Schülerinnen und Schüler sich intensiv mit der Person Stauffenbergs auseinandersetzten und eine anfangs gemeinsam entwickelte Leitfrage der Unterrichtseinheit (Stauffenberg – ein Vorbild für heutige Generationen?) selbstständig und differenziert beantworten konnten, indem sie zu einem persönlichen Werturteil bezüglich der Leitfrage gelangten.
Das später ausführlicher beschriebene Vorgehen beinhaltete die für die Beantwortung der Leitfrage notwendige Erarbeitung der Inhalte durch die Rezeption des Spielfilms „Operation Walküre – das Stauffenberg Attentat“, in der insbesondere eine positive und unkritische Sichtweise auf die Person zur Geltung kommt mit anschließender Kontrastierung durch einen Zeitungsartikel des Historikers Richard J. Evans, in dem das Gegenteil der Fall ist.
1. Einleitung und Problemstellung: Hier wird der Unterrichtsversuch in den Kontext des problemorientierten Geschichtsunterrichts gestellt und die zentrale Leitfrage nach der Vorbildfunktion Stauffenbergs entwickelt.
2. Unterrichtspraxis – Planung und Durchführung des Unterrichtsversuchs: Dieses Kapitel erläutert den curricularen Rahmen, die methodischen Entscheidungen (u.a. Fishbowl-Diskussion) sowie den konkreten Verlauf der Unterrichtseinheit.
3. Auswertung: Evaluation mit Reflexion und Resümee: Hier werden die Ergebnisse der Erörterungen und Fragebögen evaluiert, die Wirksamkeit der gewählten Methoden reflektiert und Konsequenzen für das eigene Lehrerhandeln gezogen.
Widerstand, Nationalsozialismus, Stauffenberg, Geschichtsunterricht, Problemorientierung, Urteilsbildung, Spielfilm, Medienkompetenz, Geschichtsbewusstsein, Geschichtsbild, Didaktik, Evaluation, Reflexion, Vorbild, Unterrichtsversuch.
Die Arbeit dokumentiert einen praxisorientierten Unterrichtsversuch, bei dem Schüler einer neunten Klasse die historische Person Claus Schenk Graf von Stauffenberg unter dem Aspekt ihrer Vorbildfunktion kritisch beurteilen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus, der Förderung von historischer Urteilsbildung und der medienkritischen Analyse von historischen Spielfilmen.
Die Arbeit verfolgt zwei Leitfragen: Erstens, ob problemorientierter Unterricht die historische Urteilsfähigkeit fördert, und zweitens, ob ein kritisches Bewusstsein für den Einfluss von Medien auf das Geschichtsbild entwickelt werden kann.
Es handelt sich um eine praxisorientierte Dokumentation und Evaluation, die qualitative Verfahren wie Schülerinterviews, Erörterungsaufsätze und die Analyse von Unterrichtsgesprächen nutzt.
Der Hauptteil beschreibt detailliert die Planung, die methodische Umsetzung der Fishbowl-Diskussion, die Arbeit mit Spielfilmen und Zeitungsartikeln sowie die anschließende Evaluation durch die Lehrkraft.
Die zentralen Begriffe sind Widerstand, Geschichtsbewusstsein, Medienkompetenz, Stauffenberg, problemorientierter Unterricht und Urteilsbildung.
Sie dient als Methode, um kontroverse Sichtweisen auf Stauffenberg in fiktiven Rollen zu erproben und die Schüler zur multiperspektivischen Argumentation und Auseinandersetzung mit Pro- und Contra-Argumenten zu zwingen.
Der Film dient als emotionaler Einstieg und Reibungspunkt; durch die spätere Kontrastierung mit historischen Artikeln erkennen die Schüler, dass Filme zur Dramaturgie neigen und historische Wahrheitsansprüche kritisch hinterfragt werden müssen.
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