Diplomarbeit, 2008
86 Seiten, Note: 1,3
THEORETISCHER TEIL
1 Einleitung
2 Umwelterziehung in der Grundschule als Beitrag zu umweltverträglichem Verhalten
2.1 Nachhaltige Umwelterziehung – eine Begriffsbestimmung
2.2 Nachhaltige Umwelterziehung in der Grundschule
3 Umweltbewusstsein und Umweltverhalten
3.1 Gute Vorsätze und Realität: Diskrepanz zwischen Denken und Handeln
3.2 Einstellungen und Zukunftsvorstellungen von Kindern und Jugendlichen zur Mobilität
3.2.1 Einflussfaktoren auf die kindliche Entwicklung eines Umweltbewusstseins
3.2.2 Gefahren auf dem Schulweg aus Kindersicht
4 Auswirkungen des Verkehrs auf Mensch und Umwelt
4.1 Mobilitätsbedingte Luftbelastungen und daraus resultierende Klimaveränderungen
4.2 Mobilitätsbedingte Lärmbelastung
4.3 Mobilitätsbedingte Gesundheitsbeeinträchtigungen
4.4 Ansätze zur Verbesserung einer umweltgerechten Mobilität von Kindern
5 Historischer Wandel: Von der Verkehrs- zur Mobilitätserziehung
5.1 Verkehrserziehung von den Anfängen bis 1994
5.2 Empfehlungen der Kultusministerkonferenz von 1994
5.3 Aufgaben und Ziele der Mobilitätserziehung
5.3.1 Sicherheitserziehung
5.3.2 Sozialerziehung
5.3.3. Gesundheitserziehung
5.3.4 Umwelterziehung
5.4 Rahmenvorgaben für die Verkehrs- und Mobilitätserziehung in der Grundschule in NRW
PRAKTISCHER TEIL
6 Die EVAG-Busschule als Beitrag zur Umwelterziehung – Unterrichtsreihe an der Gervinusschule in Essen
6.1 EVAG macht Schule - Das pädagogische Konzept
6.2 Lernumfeldsbeschreibung
6.3 Vorbereitende Unterrichtseinheit zum Bus- und Bahntraining
6.3.1 Das Bus- und Bahntraining
6.3.2 Erstes Fazit - Analyse der Busschule
6.4 Weiterführende Unterrichtseinheit zum Thema ‚Globale Erderwärmung’
6.4.1 Zweites Fazit - Reflexion der weiterführenden Unterrichtseinheit
7 Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit eine nachhaltige Umwelterziehung in der Grundschule einen wesentlichen Beitrag zu umweltverträglichem Mobilitätsverhalten leisten kann, wobei der Fokus auf der Verknüpfung von theoretischer Verkehrs- und Mobilitätserziehung mit praktischen Ansätzen wie der "Busschule" liegt.
3.1 Gute Vorsätze und Realität: Diskrepanz zwischen Denken und Handeln
Umweltschutz wird für die Bundesbürger zunehmend wichtiger. Das ergab die Studie Umweltbewusstsein 2006, eine repräsentative Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, die im Zwei-Jahres-Rhythmus langfristige Trends in der Entwicklung des Umweltbewusstseins aufzeigt.
Auf die offene Frage nach den wichtigsten Problemen in Deutschland nannten 25% der Befragten den Umweltschutz. Hinter der Arbeitslosigkeit klettert der Umweltschutz damit auf Platz zwei der aktuellsten Probleme. Im Jahr 2000 und 2002 rangierte der Umweltschutz auf Platz vier, 2004 schon auf Platz drei. Die ansteigende Bedeutung des Umweltschutzes dürfte die Folge des weltweiten Klimawandels sein, der in das öffentliche Bewusstsein der Bundesbürger vorgedrungen ist. Folgerichtig würde man erwarten, dass sich das hohe ökologische Problembewusstsein der Bevölkerung auch auf der Verhaltensebene niederschlägt. Die Ergebnisse einer Umfrage des ADAC zeigen jedoch ein anderes Bild. Auch wenn mehr als die Hälfte der Befragten über den Kauf eines emissionsärmeren Autos nachdenkt, wollen nur knapp 29 Prozent der Befragten generell weniger fahren und 22,6 Prozent wollen häufiger öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Es kann also „eine zunehmende Bereitschaft festgestellt werden, negative Entwicklungen als solche anzuerkennen und darüber zu diskutieren. Gleichzeitig fällt aber oft eine große Diskrepanz auf, zwischen verbal unbestrittenen Lösungsmöglichkeiten und dem, was die Leute dann in der Praxis tun, oder zu tun bereit sind, um Probleme tatsächlich zu entschärfen oder zu lösen.“
So führt eine positive Einstellung zur Umwelt leider nicht in allen Fällen zu umweltverträglichem Verhalten. Das belegt ebenfalls die Studie Umweltbewusstsein 2006 zur Verkehrsmittelnutzung im Nahverkehr. Trotz des relativ weit verbreiten Umweltbewusstsein antworten die Bundesbürger auf die Frage: Wie häufig nutzen Sie im Nahverkehr die folgenden Verkehrsmittel? wie folgt:
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die veränderte Stellung von Kindern in einer von Motorisierung geprägten Gesellschaft und definiert das Hauptziel der Arbeit, eine nachhaltige Umwelterziehung in der Grundschule zu untersuchen.
2 Umwelterziehung in der Grundschule als Beitrag zu umweltverträglichem Verhalten: Dieses Kapitel definiert nachhaltige Umwelterziehung im Kontext der Agenda 21 und diskutiert deren Bedeutung sowie die curriculare Verankerung in der Grundschule.
3 Umweltbewusstsein und Umweltverhalten: Hier wird die Diskrepanz zwischen umweltbewusstem Denken und tatsächlichem Handeln analysiert, insbesondere in Bezug auf kindliche Einstellungen zur Mobilität und die Rolle von Sozialisationsinstanzen.
4 Auswirkungen des Verkehrs auf Mensch und Umwelt: Es werden die negativen Folgen der motorisierten Mobilität, wie Luftbelastung, Lärm und Gesundheitsbeeinträchtigungen, detailliert aufgeführt und Ansätze zur Verbesserung diskutiert.
5 Historischer Wandel: Von der Verkehrs- zur Mobilitätserziehung: Dieses Kapitel zeichnet den Wandel von der klassischen Verkehrserziehung hin zum ganzheitlichen Modell der Mobilitätserziehung nach und erläutert die entsprechenden Rahmenvorgaben für Nordrhein-Westfalen.
6 Die EVAG-Busschule als Beitrag zur Umwelterziehung – Unterrichtsreihe an der Gervinusschule in Essen: Den praktischen Teil bildet die detaillierte Darstellung und Analyse des Busschul-Konzepts der Essener Verkehrs-AG sowie einer selbst geplanten Unterrichtseinheit zum Thema Klimaerwärmung.
7 Ausblick: Der Ausblick fasst die Notwendigkeit zusammen, die Verkehrspolitik kindgerechter zu gestalten und Kinder durch eine nachhaltige Umwelterziehung zu verantwortungsbewusstem Verhalten zu befähigen.
Umwelterziehung, Mobilitätserziehung, Grundschule, Umweltbewusstsein, Verkehrssicherheit, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Mobilität, Sozialisation, Verkehrsteilnehmer, EVAG, Busschule, Gesundheitserziehung, Verkehrssozialisation, Umwelthandeln.
Die Hausarbeit befasst sich mit der Rolle der Umwelterziehung an Grundschulen, speziell im Hinblick auf den komplexen Themenbereich Mobilität und Verkehr.
Die zentralen Themen sind das Umweltbewusstsein von Kindern, die negativen Auswirkungen des motorisierten Verkehrs auf Gesundheit und Umwelt sowie Konzepte für eine nachhaltige Verkehrs- und Mobilitätserziehung.
Das Hauptziel ist eine umfassende Betrachtung, wie Umwelterziehung an Grundschulen die Kinder dazu befähigen kann, Mobilität als vielschichtiges System zu verstehen und ein umweltverträgliches Verkehrsverhalten zu entwickeln.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte theoretische Analyse von Fachliteratur und offiziellen Studien sowie auf einen praktischen Teil, in dem ein Busschul-Training und eine Unterrichtsreihe in einer vierten Klasse reflektiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich, der Umweltbewusstsein, Verkehrsfolgen und historische Entwicklungen beleuchtet, sowie einen praktischen Bereich, der die konkrete Umsetzung des Busschul-Konzepts analysiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nachhaltige Umwelterziehung, Mobilitätserziehung, Grundschule, Verkehrssozialisation, Klimaerwärmung und Verkehrssicherheit definiert.
Das Elterntaxi entzieht Kinder der aktiven Teilnahme am Verkehrsraum, was zu Bewegungsarmut, mangelnder Selbstständigkeit und einem fehlenden Verständnis für Verkehrsstrukturen sowie die Umweltfolgen führt.
Allbert dient als Identifikationsfigur, die aus der Perspektive eines Außerirdischen die irdischen Verkehrsregeln und Gefahren im Bus und in der Bahn lernt, um den Kindern das richtige Verhalten spielerisch zu vermitteln.
Es dient dazu, das theoretische Wissen über anthropogene Klimaveränderungen durch eigene Messungen im praktischen Kontext zu veranschaulichen und somit die Konsequenzen des hohen Verkehrsaufkommens für die Umwelt begreifbar zu machen.
Während die klassische Verkehrserziehung primär auf die reine Sicherheitserziehung und Anpassung an den Straßenverkehr zielte, integriert die Mobilitätserziehung ökologische, soziale und gesundheitliche Aspekte sowie die kritische Reflexion des Mobilitätsverhaltens.
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