Bachelorarbeit, 2010
79 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Beschreibung der Krise
2.1 Wortherkunft
2.2 Der Krisenzustand
3. Krisen bei Kindern und Jugendlichen
3.1 Krisen bei Kindern
3.2 Krisen bei Jugendlichen
4. Das Spiel
4.1 Die Bedeutung des kindlichen Spiels für die Entwicklung der Spiegelneuronen
4.2 Das soziale Drama
4.3 Spontaneität im Spiel
4.4 Theaterarbeit in sozialen Feldern
5. Das Rollenspiel
5.1 Auswirkungen des Rollenspiels
5.2 Typen des angeleiteten Rollenspiels
6. Das Sozialtherapeutische Rollenspiel
6.1 Allgemeine Darstellung des Sozialtherapeutischen Rollenspiels
6.2 Die Ziele des Sozialtherapeutischen Rollenspiels
6.3 Veränderung durch das Sozialtherapeutische Rollenspiel
6.3.1 Hilfe zur Identitätsentwicklung
6.3.2 Die Zunahme sozialer Kompetenz
6.3.3 Die Aussöhnung mit der Vergangenheit
6.4 Das Sozialtherapeutische Rollenspiel im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe
6.4.1 Das Fantasiebild „Der fliegende Teppich“
6.4.2 Auswertung der Bilder
7. Das Playback-Theater
7.1 Erfahrungen mit Playback Theater
7.2 Die unterstützende Wirkung des Playback
7.2.1 Playback in sozialen Hilfeprozessen der Kinder- und Jugendhilfe
A) Cosmos Geschichte
B) Die Auswertung von Cosmos Geschichte
8. Jeux Dramatiques
8.1 Requisiten und Räume
8.1.1 Die Tücher
8.1.2 Weitere Spielsachen
8.1.3 Die Musikinstrumente
8.1.4 Die Spielräume
8.2 Spielverlauf und methodische Grundlagen
8.2.1 Die Spielressourcen
8.2.2 Die Spielvorbereitung
8.2.3 Die Spieldurchführung
8.2.4 Das Nachgespräch
8.3 Die Wirkung der Jeux Dramatiques
8.3.1 Die Bedeutung der Gruppe
8.3.2 Jeux Dramatiques als Entwicklungsförderung
9. Sozialtherapeutisches Rollenspiel, Jeux Dramatiques und Playback-Theater im Vergleich
10. Heilt Spielen?
11. Das Spiel in Bezug zur Sozialen Arbeit
12. Schluss
Die vorliegende Bachelor-Arbeit untersucht, inwiefern theaterpädagogische Methoden wie das Rollenspiel, das Playback-Theater und Jeux Dramatiques Kindern und Jugendlichen dabei helfen können, Krisensituationen zu bewältigen und ihre Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.
6.4.1 Das Fantasiebild „Der fliegende Teppich“
Die Kinder bekamen die Aufgabe, sich in ihrer Fantasie einen Teppich auszusuchen, und wurden aufgefordert, mit ihm eine Reise in ihre eigene Traumwelt anzutreten.
„Bemerkenswert ist, daß die Kinder bei dieser Spielform zu einer Stille und „inneren Einkehr“ fähig sind, die ihnen im Alltag meist nicht gelingt.“ 71
Das Fantasiebild von Helma:
„Ich bin mit meinem Teppich ganz weit weg geflogen, dorthin, wo es keinen Streit miteinander gibt und wo jeder das Nötigste hat, was er braucht. Ich habe zu meinem Teppich gesagt: Komm, jetzt machen wir beide ganz alleine eine Reise! Zu meiner Mutter habe ich gesagt: Gib mir Geld, damit ich eine schöne Reise machen kann, bis die Schule wieder anfängt! Dann bin ich los geflogen. Irgendwann wollte ich nicht mehr weiter und bin in einem Hotel gelandet. Ich habe das Geld bezahlt für eine Übernachtung. Am Abend habe ich mir noch ein feines Essen bestellt und noch einen Abendteuerfilm angeschaut.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Krisenbegriff und stellt das Vorhaben vor, den Einsatz von Spielmethoden als Mittel zur Krisenbewältigung bei Kindern und Jugendlichen zu untersuchen.
2. Die Beschreibung der Krise: Dieses Kapitel erläutert die Wortherkunft des Krisenbegriffs und beschreibt den Zustand einer Krise als Unterbrechung gewohnter Lebensabläufe.
3. Krisen bei Kindern und Jugendlichen: Hier werden die spezifischen Auslöser und Symptome krisenhafter Zustände in der Kindheit und während der Pubertät thematisiert.
4. Das Spiel: Das Kapitel widmet sich der Bedeutung des Spiels für die menschliche Entwicklung, insbesondere der Rolle von Spiegelneuronen und dem Konzept des sozialen Dramas.
5. Das Rollenspiel: Es erfolgt eine Definition des Rollenspiels als Probehandeln sowie die Vorstellung verschiedener Typen wie Planspiel oder Psychodrama.
6. Das Sozialtherapeutische Rollenspiel: Dieses Kapitel beschreibt eine spezifische, auf die Soziale Arbeit ausgerichtete Methode zur Förderung der Identitätsentwicklung und sozialen Kompetenz.
7. Das Playback-Theater: Die Methode des Playback-Theaters wird als Form des Improvisationstheaters vorgestellt, das persönliche Erfahrungen in kollektive Erlebnisse überführt.
8. Jeux Dramatiques: Hier werden die Grundlagen dieser theaterpädagogischen Methode, der Spielverlauf und die Bedeutung der Gruppe für den Entwicklungsprozess erörtert.
9. Sozialtherapeutisches Rollenspiel, Jeux Dramatiques und Playback-Theater im Vergleich: Die drei Methoden werden gegenübergestellt, wobei Gemeinsamkeiten in der Arbeit mit Imagination, Kreativität und dem Wunsch nach Identitätsstärkung hervorgehoben werden.
10. Heilt Spielen?: Das Kapitel diskutiert kritisch die heilende Wirkung des Theaterspiels und grenzt diese von einem medizinischen Krankheitsbegriff ab.
11. Das Spiel in Bezug zur Sozialen Arbeit: Die Autorin verknüpft die vorgestellten Methoden mit den Prinzipien der Lebensweltorientierung und des kreativen Hilfeprozesses.
12. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht das Potenzial des Rollenspiels als Methode für die Soziale Arbeit.
Krise, Soziale Arbeit, Rollenspiel, Spieltherapie, Kinder, Jugendliche, Identitätsentwicklung, Spiegelneuronen, soziales Drama, Playback-Theater, Jeux Dramatiques, Theaterpädagogik, Empathie, Krisenbewältigung, Lebensweltorientierung
Die Arbeit untersucht den theoretischen Hintergrund und die praktische Anwendung von theaterpädagogischen Methoden zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in Krisensituationen.
Die Arbeit behandelt die Definition von Krisen, die Entwicklungspsychologie, die Bedeutung von Spiegelneuronen, verschiedene Rollenspielformen und deren Relevanz für den Bereich der Sozialen Arbeit.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie spielerische Methoden Kindern und Jugendlichen helfen können, ihre Krisen zu verarbeiten, soziale Kompetenzen zu stärken und neue Handlungsmöglichkeiten zu erlernen.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und reflektiert eigene Praxiserfahrungen sowie qualitative Ansätze in der theaterpädagogischen Arbeit.
Im Hauptteil werden das Sozialtherapeutische Rollenspiel, das Playback-Theater und die Jeux Dramatiques detailliert vorgestellt, analysiert und miteinander in ihren Wirkungsweisen verglichen.
Zu den prägenden Begriffen gehören Resilienz durch Spiel, Identitätsbildung, biographische Arbeit, kreative Krisenbewältigung und die Verknüpfung von Kunst mit sozialen Hilfeprozessen.
Das Fantasiebild ermöglicht es Klienten, über symbolische Reisen (wie im Beispiel „Der fliegende Teppich“) innere Sorgen und Wünsche auf eine Weise auszudrücken, die im normalen Alltag oft tabuisiert bleibt.
Während das Playback-Theater gezielt biographische Erlebnisse aus dem Alltag der Erzähler aufgreift und szenisch spiegelt, setzen die Jeux Dramatiques oft auf freies Spiel, Musik oder Märchen und verzichten bei den Spielenden auf den Einsatz von Sprache.
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