Diplomarbeit, 2010
85 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Literaturüberblick
3 Winner-Picking
3.1 Das Modell von Gautier und Heider (2009)
3.2 Stand-Alone-Fall
3.2.1 First-Best- und Second-Best-Lösung
3.2.2 Referenz-Fall
3.3 IKM-Fall
3.3.1 IKM-Fall ohne Winner-Picking
3.3.2 IKM-Fall mit Winner-Picking
3.4 Vergleich beider Organisationsformen
3.5 Diskussion
4 Informationsrenten
4.1 Das Modell von Choe und Yin (2009)
4.2 Kapitalallokation und Informationsrenten
4.2.1 Stand-Alone-Fall
4.2.2 IKM-Fall
4.3 Vergleich beider Organisationsformen
4.4 Diskussion
5 Beeinflussungsaktivitäten
5.1 Das Modell von Wulf (2009)
5.2 Optimale Kapitalallokation in einem internen Kapitalmarkt
5.3 Sensitivität der Kapitalallokation gegenüber Änderungen des Signals
5.3.1 Regime ohne Beeinflussungsaktivitäten
5.3.2 Regime mit Beeinflussungsaktivitäten
5.4 Diskussion
6 Fazit
A Appendix
A.1 Beweise zur Arbeit von Gautier und Heider (2009)
A.2 Beweise zur Arbeit von Choe und Yin (2009)
A.3 Beweise zur Arbeit von Wulf (2009)
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert theoretische Erklärungsansätze für die Ineffizienz interner Kapitalmärkte, um das Phänomen des "Diversification Discounts" zu verstehen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, unter welchen Bedingungen interne Kapitalmärkte zu Ineffizienzen führen, die den Gesamtwert eines diversifizierten Unternehmens gegenüber einem Portfolio aus fokussierten Unternehmen mindern.
3 Winner-Picking
Innerhalb eines internen Kapitalmarktes eröffnet sich der Konzernzentrale die Möglichkeit des Winner-Pickings. Die Konzernzentrale kann ihr Wissen über die zukünftige Profitabilität der einzelnen Divisionen nutzen, um Ressourcen aus Divisionen mit schlechten Ertragsaussichten abzuziehen und diese solchen mit guten Ertragsaussichten zur Verfügung zu stellen. Dieses Kapitel basiert auf dem Papier von GAUTIER und HEIDER (2009), die aufzeigen, unter welchen Umständen die Organisationsform eines internen Kapitalmarktes gegenüber einem fokussiertem Unternehmen überlegen ist.
3.1 Das Modell von Gautier und Heider (2009)
Als Ausgangspunkt sei ein Zwei-Perioden-Modell mit drei risikoneutralen Akteuren - dem Headquarter (HQ) und zwei Divisionsmanagern - betrachtet. Das HQ ist Eigentümer aller Vermögenswerte und maximiert den Unternehmenswert. Da es jedoch nicht die nötige Expertise zur Unternehmensverwaltung hat, muss es Manager einstellen, die diese Aufgabe übernehmen.
1 Einleitung: Einführung in das Phänomen des Diversification Discounts und die drei gewählten Modellierungsansätze der Arbeit.
2 Literaturüberblick: Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu internen Kapitalmärkten und verschiedenen theoretischen Erklärungsansätzen.
3 Winner-Picking: Analyse der Vor- und Nachteile interner Kapitalmärkte basierend auf dem Modell von Gautier und Heider.
4 Informationsrenten: Untersuchung von Informationsasymmetrien als Quelle für Ineffizienzen gemäß dem Modell von Choe und Yin.
5 Beeinflussungsaktivitäten: Auseinandersetzung mit dem Trade-Off zwischen Kapitalallokation und Anreizen nach dem Modell von Wulf.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Modelle und Einordnung in den Kontext der empirischen Literatur.
A Appendix: Detaillierte mathematische Beweise zu den in der Arbeit verwendeten Modellen.
Interner Kapitalmarkt, Diversification Discount, Winner-Picking, Informationsrenten, Beeinflussungsaktivitäten, Konglomerat, Agency-Kosten, Kapitalallokation, Manageranreize, Unternehmenswert, Investitionspolitik, Private Benefits, Asymmetrische Information, Diversifikation, Rendite.
Die Arbeit untersucht theoretische Modelle, die erklären sollen, warum diversifizierte Unternehmen (Konglomerate) an Kapitalmärkten häufig mit einem "Diversification Discount" (Wertabschlag) gehandelt werden.
Die zentralen Felder sind die Effizienz interner Kapitalallokation, die Rolle von Anreizstrukturen für Manager und die Auswirkungen von Informationsasymmetrien auf den Unternehmenserfolg.
Das Ziel ist die Analyse der Bedingungen, unter denen interne Kapitalmärkte ineffizient arbeiten und damit einen Wertabschlag für das Gesamtunternehmen verursachen können.
Es werden drei mikroökonomische Modellierungsansätze (Gautier/Heider, Choe/Yin, Wulf) herangezogen und analysiert, um die Auswirkungen von organisatorischen Strukturen auf den Unternehmenswert formal zu untersuchen.
Der Hauptteil analysiert das "Winner-Picking"-Modell, den Einfluss von Informationsrenten aufgrund asymmetrischer Information sowie Beeinflussungsaktivitäten von Managern auf die Kapitalallokation.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Interner Kapitalmarkt, Diversification Discount, Agency-Kosten, Informationsrenten und Beeinflussungsaktivitäten.
Winner-Picking bietet zwar Vorteile durch effizientere Ressourcenallokation, ist aber gleichzeitig mit höheren Agency-Kosten verbunden, da Manager in starken Divisionen geringere Anreize zur Leistung haben.
Manager haben einen Anreiz, Investitionsprojekte besser darzustellen, als sie sind, um mehr Kapital zu erhalten. Dies zwingt das Unternehmen dazu, Informationsrenten zu zahlen, die den Gesamtwert des Konglomerats schmälern.
Manager versuchen, Investitionsentscheidungen der Konzernleitung durch das Verzerren von Signalen zu ihren Gunsten zu beeinflussen, was zu suboptimaler Kapitalallokation führt.
Ja, sofern die Vorteile der effizienteren Allokation (insbesondere bei unterschiedlichen Umweltzuständen der Divisionen) die Agency-Kosten und den Informationsbedarf übersteigen.
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