Forschungsarbeit, 2010
38 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Geschichte der Kriegsberichterstattung
3. Die Kriegsberichterstattung in der Presse
4. Der Pressekrieg
5. Bildliche Berichterstattung im Krieg 1870/71
6. Der deutsch-französische Krieg von 1870/71
6.1 Wie es dazu kam
7. Friedrich Wilhelm Hackländer
7.1 Hackländers Leben
7.2 Hackländers Werke
7.3 „Zu Freiwillige vor!“
8. Wie beschreibt Hackländer den Feind Frankreich?
9. Fazit
Diese Arbeit analysiert die Kriegsberichterstattung von Friedrich Wilhelm Hackländer über den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871. Ziel ist es, Hackländers subjektive Wahrnehmung und Darstellung des französischen Gegners vor dem Hintergrund seiner literarischen Arbeitsweise und der zeitgenössischen Kriegseuphorie kritisch zu untersuchen.
8. Wie beschreibt Hackländer den Feind Frankreich?
Generell ist bei Hackländers Werk unklar, woher er seine Informationen hat. Er ist zwar zu den Schlachtfeldern gereist. Das jedoch zu einer Zeit als die großen, dynamischen Schlachten bereits gekämpft waren. Zur Zeit seines Besuches war Paris belagert und die ganze Situation eher von zäher Natur. Ich nehme an, dass ihm sein Sohn, der im Krieg aktiv war, von den Geschehnissen berichtet hat. Wahrscheinlich haben ihm auch die Menschen, denen er auf dem Weg nach Frankreich und im Lande selbst begegnet ist, Bericht erstattet, ebenso wie die heimkehrenden Soldaten. Genau ist aber nicht überliefert, wie und woher er seine Informationen bezogen hat.
Zuerst einmal kann man sagen, dass Hackländer gleich zu Anfang seines 270 Seiten umfassenden Berichtes zwar Euphorie anklingen lässt, diese aber schnell der „furchtbaren“ Wirklichkeit“ weicht. Schon an dieser Stelle lässt sich vermuten, dass der kommende Bericht weniger versöhnliche Töne anschlagen wird.
Das Ziel der Soldaten beschreibt er als „Züchtigung des frechen Uebermuthes“. Damit bezieht er sich, ohne sie explizit zu benennen, auf die Franzosen. Interessant ist, dass Hackländer von verwundeten Franzosen berichtet noch bevor sein Protagonist Fahrbach seinen Weg in Richtung Schlachtfelder begonnen hat. Schon auf der achten Seite finden sich Erwähnungen von Verwundeten, die vom Roten Kreuz per Zug gebracht wurden. „Freund und Feind durcheinander“ werden von Ärzten versorgt. An dieser Stelle macht Hackländer keinen Unterschied zwischen den Parteien, verwundet sind sie alle gleich. Aber er beschreibt auch Gefangenenzüge, die die „bisher so gefürchteten Soldaten Frankreichs“ herbeischaffen.
1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der Forschungsarbeit über Hackländers Kriegsberichterstattung.
2. Die Geschichte der Kriegsberichterstattung: Ein historischer Abriss der Kommunikationstechnologien und der Instrumentalisierung von Kriegsnachrichten.
3. Die Kriegsberichterstattung in der Presse: Erläuterung des Einflusses der Presse und Gutenbergs Erfindung auf die Verbreitung von Kriegsinformationen.
4. Der Pressekrieg: Analyse der Rolle von Journalisten im Krimkrieg und der Entstehung institutionalisierter Zensur.
5. Bildliche Berichterstattung im Krieg 1870/71: Untersuchung der propagandistischen Möglichkeiten und Grenzen visueller Medien während des Krieges.
6. Der deutsch-französische Krieg von 1870/71: Darstellung der historischen Hintergründe und des politischen Eskalationsverlaufes.
6.1 Wie es dazu kam: Detaillierte Analyse der diplomatischen Verwicklungen um die spanische Thronfolge und die Emser Depesche.
7. Friedrich Wilhelm Hackländer: Porträt des Autors mit Fokus auf sein Leben und Werk.
7.1 Hackländers Leben: Überblick über die Lebensstationen und die militärische Prägung des Autors.
7.2 Hackländers Werke: Auflistung der literarischen Produktion und seiner Tätigkeit als Kriegsberichterstatter.
7.3 „Zu Freiwillige vor!“: Einordnung und Analyse seines spezifischen Kriegswerkes im literarischen Kontext.
8. Wie beschreibt Hackländer den Feind Frankreich?: Zentrale Untersuchung der Feindbildkonstruktionen und erzählerischen Darstellungsformen.
9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich Hackländers Wahrnehmung und der Eignung seines Werkes für die Zeit.
Friedrich Wilhelm Hackländer, Deutsch-Französischer Krieg, Kriegsberichterstattung, Feindbild, 1870/71, Presse, Propaganda, Nationalismus, Sanitätswesen, Literaturanalyse, Militärgeschichte, Kriegsroman, Medienereignis, Frankreich, Preußen
Die Arbeit untersucht die Kriegsberichterstattung von Friedrich Wilhelm Hackländer zum Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 unter besonderer Berücksichtigung der Darstellung des Gegners.
Die zentralen Themen sind die Geschichte der Kriegsberichterstattung, die Biografie Hackländers sowie die Analyse seiner spezifischen Darstellung französischer Soldaten und Zivilisten.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Hackländer als literarischer Autor durch einen erzählerischen Stil ein spezifisches Feindbild im Kontext der nationalen Kriegseuphorie konstruierte.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, bei der Hackländers Werk in den historischen und medienhistorischen Kontext eingeordnet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einleitung zur Kriegsberichterstattung, eine ausführliche Biografie Hackländers und eine tiefgehende Analyse seines Werkes „Freiwillige vor!“.
Wichtige Begriffe sind Kriegsberichterstattung, Feindbild, Nationalismus, 1870/71 und literarische Darstellungsform.
Weil Hackländer den Bericht in Romanform verfasst hat, anstatt sich auf faktische, rein dokumentarische Mitteilungen zu beschränken, und dabei sehr subjektive und bildhafte Beschreibungen nutzt.
Er beschreibt sie einerseits als übermütige Gegner, deren Scheitern die deutsche Überlegenheit unterstreicht, zeigt jedoch an manchen Stellen auch Mitleid für ihre Not und ihre Rolle als gefangene Soldaten.
Fahrbach dient als zentraler Protagonist, durch dessen Augen der Leser den Krieg und das Leiden an der Front – insbesondere im Sanitätswesen – wahrnimmt.
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