Masterarbeit, 2024
108 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1 Forschungsrelevanz auf dem Gebiet der interkulturellen Wissenschaftskommunikation
2 Kulturspezifik von Wissenschaftstexten
2.1 Interkulturelle Aspekte der schriftlichen Wissenschaftskommunikation
2.2 Vergleichende Studien im deutsch-russischen Sprachpaar
2.3 Metakommunikation in Texten wissenschaftlicher Diskurse
3 Metakommunikation in Texten wissenschaftlicher Diskurse
3.1 Begriff und Verwendungszweck
3.2 Textroutinen und ihre Merkmale
3.3 Metakommunikative Äußerungen und ihre Funktionen
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Untersuchungsziel
4.2 Korpusauswahl
4.2.1 Das deutsche Korpus
4.2.2 Das russische Korpus
4.3 Methode der Datenerhebung
4.4 Methode der Datenanalyse
4.5 Bachelorarbeit als Textsorte
5 Analyse
5.1 Metakommunikative Formulierungen zur Identifizierung des Forschungsstandes
5.2 Metakommunikative Formulierungen zur Zielformulierung
5.3 Metakommunikative Formulierungen zur Darstellung der Forschungsergebnisse
5.4 Metakommunikative Formulierungen zur Textorganisation
5.5 Klassifikation metakommunikativer Äußerungen
6 Auswertung der Ergebnisse
7 Didaktisches Potenzial der Erkenntnisse für das Fach Wissenschaftssprache im DaZ-DaF-Kontext
8 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht kontrastiv den Gebrauch metakommunikativer Äußerungen in zehn deutschen und zehn russischen Bachelorarbeiten, um Diskrepanzen zwischen den Schreibkulturen aufzudecken, institutionelle Konventionen zu identifizieren und daraus didaktische Implikationen für das Fach Wissenschaftssprache im Kontext von Deutsch als Fremd- bzw. Zweitsprache abzuleiten.
3.2 Textroutinen und ihre Merkmale
Wie bereits erläutert, betrachtet diese Arbeit metakommunikative Äußerungen als Textroutinen in wissenschaftlichen Arbeiten, die den Leser beim Rezeptionsprozess begleiten. Je nach Textstelle dienen diese bestimmten Zwecken und sind polyfunktional (vgl. Rolek 2011: 140). Um den Begriff von Textroutinen und ihre Zwecke zu bestimmen und für den Rahmen dieser Arbeit einzugrenzen, werden im Folgenden sechs Merkmale für Textroutinen nach Feilke (2012) dargelegt:
1) Als Textroutinen werden textkonstituierende literale Prozeduren, die jeweils ein Gebrauchsschema und eine typisierte Ausdrucksform im Sinne einer indem-Relation koppeln, verstanden. Bei Textroutinen handelt es sich also nach dem ersten Merkmal um die Verbindung zwischen einem pragmatisch kontextualisierten Gebrauchsschema und texttypischen Kollokationen und Konstruktionen (vgl. ebd: 12).
In Anlehnung an Kühtz (2011) werden hierfür als Beispiele wissenschaftliche Ausdrücke, die ein Ziel in Form einer Sprechhandlung widerspiegeln, angebracht: „Einleiten“ – (z. B. Gegenstand der Untersuchung ist…), „Ziele festlegen“ – (z. B. im Rahmen dieser Arbeit soll…), „Schwepunkte setzen“ – (z. B. den Schwerpunkt legen auf…), „Definieren“ – (z. B. etwas auffassen als…), „Fotschungsstand und Entwicklung referieren“ – (z. B. Ausgangspunkt sein für…), „Forschungslücken aufzeigen“ – (z. B. - es wäre zu prüfen, ob…), „Fokussieren“ – (z. B. sich der Frage zuwenden), „Bezüge herstellen“ - (z. B. - in Anlehnung an…).“ (Kühtz 2011, zit. nach ebd: 12-13).
2) Bei Textroutinen geht es darüber hinaus um das Indizieren sozialer Typen von Sprachhandlungsmotiven. Die Entstehung der Textroutinen ist durch pragmatische Handlungsintentionen motiviert. Da die Wissenschaft einen großen Wert auf methodisches Vorgehen für wissenschaftlich legitimierte Erkenntnis legt, wird erwartet, zu explizieren, wie eine bestimmte Schlussfolgerung bzw. Erkenntnis entstanden ist. In diesem Zusammenhang agieren die Autoren metadiskursiv, indem sie beabsichtigen, ihr Texthandeln näher zu erläutern (vgl. ebd: 14).
1 Forschungsrelevanz auf dem Gebiet der interkulturellen Wissenschaftskommunikation: Einführung in die Bedeutung wissenschaftlicher Schreibkompetenz und die Herausforderungen für Studierende im interkulturellen Kontext.
2 Kulturspezifik von Wissenschaftstexten: Darstellung theoretischer Grundlagen zu interkulturellen Aspekten und bestehenden kontrastiven Studien.
3 Metakommunikation in Texten wissenschaftlicher Diskurse: Definition von Metakommunikation sowie Erläuterung der Textroutinen und Funktionen in der akademischen Kommunikation.
4 Methodisches Vorgehen: Beschreibung des Untersuchungsziels, der Korpusauswahl, der Datenerhebung sowie der Bachelorarbeit als spezifische Textsorte.
5 Analyse: Detaillierte Untersuchung und Gegenüberstellung metakommunikativer Formulierungen in den vier ausgewählten Kategorien.
6 Auswertung der Ergebnisse: Zusammenführung und Diskussion der quantitativen und qualitativen Ergebnisse der korpuslinguistischen Analyse.
7 Didaktisches Potenzial der Erkenntnisse für das Fach Wissenschaftssprache im DaZ-DaF-Kontext: Übertragung der Ergebnisse auf die Praxis des Sprachenunterrichts und Beratungsmöglichkeiten für Studierende mit russischer Herkunftssprache.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Reflexion über den weiteren Forschungsbedarf.
Wissenschaftliches Schreiben, Metakommunikation, Interkulturelle Wissenschaftskommunikation, DaF, DaZ, Textroutinen, Sprachlehrforschung, Deutsch-russischer Sprachvergleich, Bachelorarbeit, Akademischer Diskurs, Kontrastive Linguistik, Schreibforschung, Diskurskompetenz, Wissenschaftssprache, Metatexte.
Die Arbeit untersucht, wie deutsche und russische Studierende metakommunikative Elemente in ihren Bachelorarbeiten verwenden, um den Lesefluss zu steuern und den Aufbau ihrer Texte zu verdeutlichen.
Die zentralen Felder sind die interkulturelle Wissenschaftskommunikation, der Vergleich von fachsprachlichen Konventionen zwischen den beiden Ländern und die Anwendung didaktischer Ansätze im DaZ/DaF-Bereich.
Das Ziel ist die kontrastive Analyse metakommunikativer Formulierungsroutinen in deutschen und russischen Abschlussarbeiten, um kulturspezifische Unterschiede und institutionelle Schreibmuster zu identifizieren.
Es werden eine quantitativ-statistische sowie eine qualitative Methode kombiniert, um sowohl die Frequenz der verwendeten Metatexte zu erfassen als auch deren funktionale Verwendung in den Texten zu interpretieren.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der manuellen Analyse der Korpora hinsichtlich vier spezifischer Kategorien: Forschungsstand, Zielformulierung, Forschungsergebnisse und Textorganisation.
Wissenschaftliches Schreiben, Metakommunikation, Kulturspezifika, DaF/DaZ, Korpusanalyse und Textroutinen sind die wichtigsten Schlagworte.
Russische Arbeiten weisen oft stark klischierte, explizite Schreibmuster auf und folgen festen institutionellen Vorgaben für die Strukturierung, etwa bei der expliziten Nennung von Forschungsaufgaben.
Deutsche Studierende nutzen eine größere Vielfalt an textorganisierenden Formulierungen und setzen diese flexibler ein, während russische Arbeiten eine höhere Einheitlichkeit und Formeltreue zeigen.
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