Magisterarbeit, 2008
125 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gliederung
1.3 Stand der Whiteness-Literatur
2 THEORIE DER CRITICAL WHITENESS STUDIES
2.1 Historischer Kontext und Entwicklung der Critical Whiteness Studies
2.2 Definitionen von Whiteness
2.3 Whiteness in der Literatur
2.4 Whiteness im (Hollywood-)Film
3 VERGLEICHENDE ANALYSE VON WHITENESS IN DER LITERATUR UND IM FILM AM BEISPIEL VON LOSING ISAIAH
3.1 Auswahl des Untersuchungsgegenstandes und Kurzbeschreibung
3.2 Metakategorien von Whiteness im Roman und Film Losing Isaiah
3.2.1 Gesellschaftliche Aspekte von Whiteness in Losing Isaiah
3.2.1.1 Beruf und Wohlstand
3.2.1.1.1 Kapitalismus als Negativkriterium im Roman
3.2.1.1.2 Khailas Preis für Whiteness im Film
3.2.1.2 Bildung und Intellekt
3.2.1.2.1 Mensch-Tierdichotomie im Roman
3.2.1.2.2 Khailas Erweiterte Kompetenzen im Film
3.2.1.3 Heim als Zuflucht
3.2.1.3.1 Weißes Netzwerk Manhattan im Roman
3.2.1.3.2 Mangel an Rückzugsmöglichkeiten im Film
3.2.2 Religiöse Aspekte von Whiteness in Losing Isaiah
3.2.2.1 Familie und Mutterschaft als christliche Grundwerte
3.2.2.1.1 Widersprüchliche Darstellung Margarets im Roman
3.2.2.1.2 Khailas Stigmatisierung im Film
3.2.2.2 Allmachtsfantasien eines Weißen Messias
3.2.2.2.1 Weiße Errettungen im Roman
3.2.2.2.2 Hinterfragung des Weißen Messias im Film
3.2.3 Erzieherische Aspekte von Whiteness in Losing Isaiah
3.2.3.1 Trennungstrauma oder kulturelle Entfremdung im Roman
3.2.3.2 Zerreißen der heilen Familie im Film
3.2.4 Vergleichende Betrachtung der Enden von Roman und Film
4 SCHLUSSBETRACHTUNGEN
4.1 Fazit
4.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Reproduktion von Whiteness in Literatur und Film am Beispiel des Romans und der gleichnamigen Verfilmung Losing Isaiah. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie hegemoniales Weißsein als gesellschaftlicher Standard gesetzt wird, welche Privilegien damit verbunden sind und wie durch diese Konstruktion Nicht-Weiße Menschen in Unterhaltungsmedien stereotypisiert und marginalisiert werden.
3.2.1.1.2 Khailas Preis für Whiteness im Film
Im Film wird zunächst Khaila Richards als Figur eingeführt. Es wird gezeigt, wie sie Isaiah stillt und ihn dann in einem Pappkarton im Müll ablegt, um sich selbst neue Drogen zu beschaffen. Aufgrund von Diebstahl und Drogenbesitzes wird sie anschließend verhaftet und gelangt in eine Rehabilitationsanstalt. Nach ihrer Entlassung sucht sie sich ein Zimmer, einen Job und absolviert ein Lese- und Schreiblernprogramm. Diese drei scheinbaren Selbstverständlichkeiten sind für Khaila von großer Bedeutung: Zum ersten Mal in ihrem Leben bewohnt sie ein eigenes Zimmer, verdient Geld und lernt Lesen und Schreiben. Wie im Roman auch ist Khaila Hausangestellte bei einer Weißen Familie, reinigt deren Haus und passt auf die kleine Tochter auf, während die Eltern bei der Arbeit sind.
Auch im Film wird von Seiten ihrer Arbeitgeber keine Rücksicht auf sie genommen und selbstverständlich vorausgesetzt, dass sie länger bleiben kann und stets zur Verfügung steht. Khaila bleibt also im Häuslichen verhaftet, eigene Bedürfnisse werden ihr abgesprochen. Sie wird dennoch als verantwortungsbewusst, vor allem im Umgang mit Kindern, gezeigt. Ihr Pflichtgefühl gegenüber dem betreuten Kind lässt sich in der Szene ablesen, in der sie zum ersten Mal ihrem eigenen Sohn begegnet und ihn kurz auf dem Arm hält. Sie entscheidet sich schließlich für die Bedürfnisse des Weißen Mädchens, als dieses zu weinen beginnt: Sie lässt Isaiah los und sich trennt sich vorerst wieder von ihm.
1 EINLEITUNG: Definiert die Forschungsfrage nach der dominanten Weißen Sichtweise in Literatur und Film und führt in die theoretische Basis der Critical Whiteness Studies ein.
2 THEORIE DER CRITICAL WHITENESS STUDIES: Erläutert den historischen Kontext, Definitionen von Whiteness sowie deren Manifestation in Literatur und Film.
3 VERGLEICHENDE ANALYSE VON WHITENESS IN DER LITERATUR UND IM FILM AM BEISPIEL VON LOSING ISAIAH: Analysiert detailliert die gesellschaftlichen, religiösen und erzieherischen Aspekte von Whiteness im direkten Vergleich zwischen Roman und Film.
4 SCHLUSSBETRACHTUNGEN: Fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und zieht ein Fazit über die Wirksamkeit der Whiteness-Reproduktionsmechanismen, gefolgt von einem Ausblick auf weitere Forschungsfelder.
Critical Whiteness Studies, Whiteness, Rassismus, Mediale Repräsentation, Losing Isaiah, Hegemonie, Weißes Privileg, Stereotypisierung, Rassifizierte Sprache, Weißer Messias, Adoptionsgeschichte, Intersektionalität, Marginalisierung, Identitätsbildung.
Die Arbeit untersucht, wie das gesellschaftliche Konstrukt des "Weißseins" (Whiteness) in medialen Erzählungen, hier am Beispiel von "Losing Isaiah", reproduziert, legitimiert und als unsichtbare Norm gesetzt wird.
Die Autorin betrachtet vor allem die gesellschaftliche Hierarchie, religiöse Symbolik im Kontext von Mutterschaft sowie erzieherische Aspekte und deren Auswirkungen auf die Charakterisierung von Weißen und Schwarzen Figuren.
Das Hauptziel ist es, hegemoniales Weißsein als durchgängigen Standard aufzudecken und zu zeigen, wie Medien mittels emotionaler Ansprache in den Meinungsbildungsprozess eingreifen und rassistische Strukturen festigen.
Die Arbeit basiert theoretisch auf den "Critical Whiteness Studies" und führt eine vergleichende, diskursanalytische Untersuchung des Romans und des Films durch, um metakategorische Aspekte von Whiteness herauszuarbeiten.
Im Hauptteil werden Themen wie Beruf und Wohlstand, Bildung und Intellekt, Heim als Zuflucht, christlich geprägte Mutterschaftsideale und der Typus des "Weißen Messias" gegenübergestellt.
Kritische Weißseinsforschung, hegemoniale Strukturen, mediale Stereotypisierung, Rassismus, kulturelle Identitätsbildung und Privilegienanalyse sind die prägenden Begriffe.
Die Autorin sieht in dem Werk das Transferpotential, Whiteness nachzuweisen, da hier Schwarz- und Weißsein als unvereinbare Gegensätze verhandelt werden, was die relationale Eigenschaft von Whiteness verdeutlicht.
Die Richterin fungiert laut Analyse als Stellvertreterin des Weißen Kollektivs, die die Rückkehr zur traditionellen Weißen Ordnung erzwingt und somit das "Abweichen" durch eine Adoption eines nicht-weißen Kindes sanktioniert.
Der "Weiße Messias" ist eine Retterfigur, die Nicht-Weiße vor dem Untergang bewahren soll. Margaret Lewin wird im Film als eine solche Gestalt inszeniert, deren vermeintliche Güte ihre privilegierte Position maskiert.
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