Masterarbeit, 2023
115 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITUNG UND PROBLEMDARSTELLUNG
1.1. ZIELE UND FORSCHUNGSFRAGE
2. THEORETISCHER HINTERGRUND UND NOMENKLATUR
2.1. METHODIK DES THEORETISCHEN TEILS DER ARBEIT
2.2. MEDIENDIDAKTIK UND E-LEARNING
2.2.1. Definition Mediendidaktik
2.2.2. Einsatz von digitalen Medien in Lehr‐ & Lernkontexten
2.2.3. Definition E‐Learning
2.3. MOTIVATION & LERNMOTIVATION
2.3.1. Lernmotivation
2.3.2. Extrinsische und Intrinsische Motivation
2.3.3. Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan
2.3.4. Zielorientierung zur Förderung der Lernmotivation
2.3.5. Erwartungs‐Wert‐Theorie
2.3.6. Attributionstheorie
2.3.7. Leistungsmotivationstheorie
2.3.9. Aktueller Forschungsstand zur Selbstbestimmungstheorie in der Online‐Lehre
2.3.10. Lebensweltbezug & Interesse
2.3.11. Die Befähigung zu Lernen als Einflussfaktor auf die Motivation
2.3.12. Die Rolle der Lehrkraft als Einflussfaktor auf die Motivation der Lernenden
2.3.13. Feedback
2.3.14. Technische Ausstattung als Einflussfaktor auf die Motivation
3. VORGEHEN & METHODIK
3.1. METHODIK DES EMPIRISCHEN TEILS DER ARBEIT
3.1.1. Das Studiendesign der qualitativen Datenerhebung
3.1.2. Das Leitfadeninterview
3.1.3. Der Leitfaden & die Konstruktion des Interviewleitfadens
3.1.4. Auswahl der Stichprobe (Sampling) & Interviewdurchführung
3.2. DIE AUSWERTUNG
3.2.1. Transkription & Transkriptionsregeln
3.2.2. Qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz
3.3. SICHERUNG DER QUALITÄT UND ANWENDUNG VON GÜTEKRITERIEN
3.4. ETHISCHE ASPEKTE ZUR DATENERHEBUNG
4. ERGEBNISSE
4.1. BESCHREIBUNG DER TEILNEHMENDEN
4.2. ERGEBNISSE DER INTERVIEWS
4.2.1. Darstellung der thematischen Hauptkategorien
4.2.2. Hauptkategorie 1: Motivationsfaktoren
4.2.3. Hauptkategorie 2: Maßnahmen zur Motivationsförderung
4.2.4. Hauptkategorie 3: Herausforderungen und Hindernisse
4.2.5. Hauptkategorie 4: Rolle der Lehrenden
5. DISKUSSION
5.1. DISKUSSION DER ERGEBNISSE
5.1.1. Faktoren im E‐Learning, die Kompetenzerleben, Autonomie & soziale Interaktion fördern
5.1.2. Faktoren im E‐Learning, die soziale Interaktion fördern
5.1.3. Faktoren im E‐Learning, die soziale Interaktion & Kompetenz fördern
5.1.4. Faktoren im E‐Learning, die Kompetenz fördern
5.1.5 Faktoren im E‐Learning, die Kompetenz & Autonomie fördern
5.1.5. Faktoren im E‐Learning, die Autonomie fördern
5.1.6. Faktoren im E‐Learning, die Autonomie & soziale Interaktion fördern
5.2. STÄRKEN & SCHWÄCHEN DER ARBEIT
6. FAZIT
Die vorliegende Masterarbeit untersucht aus der Perspektive von Auszubildenden in Pflegeberufen die Möglichkeiten und Grenzen der Motivationsförderung im Rahmen der Online-Lehre. Ziel ist es, empirisch begründete Faktoren zu identifizieren, die die Lernmotivation beeinflussen, und Handlungsempfehlungen für die Gestaltung eines motivierenden Online-Unterrichts in Pflegeschulen abzuleiten.
2.3. Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan
In der Selbstbestimmungstheorie der Motivation nach Deci und Ryan spielt der Begriff des "Selbst" (Deci & Ryan, 1993, S. 223) eine wichtige Rolle und stellt damit die angeborenen psychologischen Bedürfnisse, Interessen und grundlegenden Fähigkeiten des Lernenden in den Mittelpunkt (Deci & Ryan, 1993, S. 239). Der Schwerpunkt liegt demzufolge vor allem auf der intrinsischen Motivation, die dem „Selbst“ innewohnt (Deci & Ryan, 1993, S. 223). Demnach gelten Menschen als motiviert, wenn sie etwas erreichen wollen, d.h. wenn sie mit ihrem Handeln einen bestimmten Zweck verfolgen (Deci & Ryan, 1993, S. 224). Dieses Ziel kann eine „unmittelbar befriedigende Erfahrung“ (Deci & Ryan, 1993, S. 224), wie das Lesen eines interessanten Buches oder ein „längerfristiges Handlungsergebnis“, wie das Bestehen einer Prüfung sein (Deci & Ryan, 1993, S. 224).
Diese zweckmotivierten Handlungen lassen sich nach Deci und Ryan nach dem Grad ihrer Selbstbestimmtheit, d.h. nach dem „Grad ihrer Kontrolliertheit“ (Deci & Ryan, 1993, S. 225) unterscheiden, womit sie das erste der drei Bedürfnisse, die Autonomie, definieren. Nach der Selbstbestimmungstheorie sind drei angeborene psychologische Bedürfnisse für intrinsische und extrinsische Motivation gleichermaßen relevant (Deci & Ryan, 1993, S. 229). Dabei handelt es sich zum einen um das Bedürfnis nach Kompetenz bzw. Wirksamkeit, zum anderen um das Bedürfnis nach Autonomie bzw. Selbstbestimmung und schließlich um das Bedürfnis nach sozialer Eingebundenheit bzw. sozialer Zugehörigkeit (Deci & Ryan, 1993, S. 229).
Die Theorie geht davon aus, dass jeder Mensch das motivationale Bedürfnis hat, sich mit den Menschen in seinem sozialen Umfeld verbunden zu fühlen und in diesem zu funktionieren. Dabei ist es wichtig, dass sich das Individuum sowohl als autonom als auch als kompetent erlebt (Deci & Ryan, 1993, S. 229). Es konnte gezeigt werden, dass befriedigende Lernerfahrungen durch das Erleben der Bedürfnisse nach Kompetenz, Autonomie und sozialer Zugehörigkeit gefördert werden (Woolfolk, 2014, S. 392), was die Theorie von Deci und Ryan unterstützt.
1. EINLEITUNG UND PROBLEMDARSTELLUNG: Dieses Kapitel skizziert die durch die Covid-19-Pandemie notwendige Umstellung auf E-Learning in der Pflegeausbildung und identifiziert die Problematik mangelnder Lernmotivation als zentrales Forschungsfeld.
2. THEORETISCHER HINTERGRUND UND NOMENKLATUR: Dieser Teil legt die theoretische Basis dar, indem er Begriffe wie Mediendidaktik und E-Learning definiert sowie zentrale Motivationstheorien wie die Selbstbestimmungstheorie erläutert.
3. VORGEHEN & METHODIK: Hier wird das qualitative Forschungsdesign unter Anwendung von Leitfadeninterviews und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz zur Untersuchung der Forschungsfrage detailliert beschrieben.
4. ERGEBNISSE: In diesem Kapitel werden die aus den Interviews gewonnenen Daten präsentiert, unterteilt in thematische Hauptkategorien zu Motivationsfaktoren, Maßnahmen, Herausforderungen und der Rolle der Lehrenden.
5. DISKUSSION: Die Ergebnisse werden hier kritisch interpretiert, mit der vorhandenen Literatur verknüpft, Stärken und Schwächen reflektiert und in den Kontext der Forschungsfrage eingeordnet.
6. FAZIT: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und leitet daraus Gestaltungsempfehlungen für die Motivationsförderung in der Online-Lehre ab.
Online-Lehre, Lernmotivation, Pflegeausbildung, Selbstbestimmungstheorie, E-Learning, qualitative Forschung, Motivationsförderung, Lehrkraft, Kompetenzerleben, Autonomie, soziale Interaktion, Didaktik, Empowerment, Lernumgebung, Pandemie.
Die Arbeit untersucht, wie die Lernmotivation von Auszubildenden in Pflegeberufen im Kontext von Online-Unterricht und E-Learning gefördert werden kann.
Die zentralen Themen sind Motivationspsychologie, E-Learning-Methodik in der Pflegepädagogik sowie die Interaktion und Beziehungsgestaltung zwischen Lehrenden und Lernenden im digitalen Raum.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Möglichkeiten und Grenzen zur Förderung von Motivation von Auszubildenden zeigen sich vor dem Hintergrund der Online-Lehre?“
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer Literaturrecherche und der Durchführung von acht leitfadengestützten Interviews basiert, welche mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Motivationstheorien, Mediendidaktik), eine methodische Darlegung der Datenerhebung und die systematische Auswertung der Interviews in Form von vier Hauptkategorien.
Maßgebliche Begriffe sind Online-Lehre, Pflegeausbildung, Selbstbestimmungstheorie (nach Deci & Ryan), Lernmotivation, Feedback und Lehrerrolle.
Die Lehrenden nehmen eine Schlüsselrolle ein; ihre eigene Motivation, didaktische Fähigkeiten, die Verfügbarkeit für Rückfragen und eine positive Grundeinstellung beeinflussen die Lernmotivation der Auszubildenden maßgeblich.
Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit von Struktur, Praxisbezug, individueller Betreuung und technischer Unterstützung im E-Learning, um demotivierende Faktoren wie Isolation oder Überforderung zu minimieren.
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