Bachelorarbeit, 2006
80 Seiten, Note: 99%
1 PROBLEMSTELLUNG
1.1 AUSGANGSLAGE
1.2 ZIELE DIESER ARBEIT
1.3 METHODIK
1.4 BEGRIFFSBESTIMMUNG
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 CHANCEN UND STÄRKEN
2.2 SCHWÄCHEN UND RISIKEN
2.3 BESONDERHEITEN IM BANKUMFELD
2.4 BEWERTUNGSKRITERIEN AUS KUNDENSICHT
3 ANALYSE DES TECHNOLOGISCHEN UMFELDES
3.1 GRUNDLEGENDE ARCHITEKTUR
3.2 SPRACHERKENNUNG
3.3 TEXT-INTERPRETER
3.4 GRAPHISCHES INTERFACE
3.5 TEXT-TO-SPEECH
4 AUFZEIGEN EINER BEISPIELHAFTEN LÖSUNG
4.1 ZIELFORMULIERUNG FÜR DEN PROTOTYP
4.2 UMSETZUNG UND ALTERNATIVEN
4.3 INTERAKTIONSFÄHIGKEITEN
4.4 PRAXISTEST UND BEWERTUNG
5 BEWERTUNG UND DISKUSSION
5.1 TECHNOLOGISCHE ZUKUNFTSPERSPEKTIVE
5.2 AVATARE AUS BENUTZER-SICHT
5.3 AVATARE AUS BANKBETRIEBLICHER SICHT
5.4 FAZIT
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Avatar-Technologien im deutschen Bankensektor unter Berücksichtigung sowohl technischer als auch betriebswirtschaftlicher Faktoren, um Wettbewerbsvorteile durch verbesserte Kundeninteraktion und effizientere digitale Prozesse zu bewerten.
3.2 Spracherkennung
Spracherkennungssysteme sind Programme, die gesprochene Wörter aufzeichnen, analysieren, erkennen und daraus geschriebene Wörter oder Computeranweisungen erzeugen. Bei Avataren werden diese Programme zurzeit allerdings höchstens zu experimentellen Zwecken eingesetzt. In kommerzielle Anwendungen finden sie noch keinen Eingang. Dies hat verschiedene Gründe, die hauptsächlich in der Technologie liegen. Der wichtigste ist die Notwendigkeit, Spracherkennungssysteme zunächst zu trainieren. Vor der Benutzung erfordern diese Programme eine Trainings-Sitzung, bei der Benutzer vordefinierte Sätze nachsprechen müssen. Ohne eine solche Trainings-Phase sind Spracherkennungssysteme, wie sie z. B. im Telefon-Support verwendet werden, nur fähig, einfache gesprochene Worte zu verstehen. Sie bieten damit keine natürlichsprachlichen Dialogfähigkeiten, sondern sind lediglich Dialogskripte mit Systemkontrolle.
Allerdings variiert die Erkennungsrate selbst nach einer Trainings-Phase sehr stark, in Abhängigkeit von Mikrophonqualität und Hintergrundgeräuschen. Zusätzlich erfordern solche Systeme das Vorhandensein eines funktionsfähig eingerichteten Mikrophons. Auch der Transport der Daten über das Internet stellt derzeit noch ein Problem dar. Für den Transfer in unkomprimiertem Format ist die Upload-Geschwindigkeit, insbesondere bei Schmalbandanschlüssen, noch nicht ausreichend. Eine clientseitige Kompression der Sprachdaten vor dem Versand geht aber über die derzeitigen Möglichkeiten von Plugins hinaus. Dadurch ist die Frage des Datentransports derzeit noch ungeklärt.
1 PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die Thematik der Avatare im Bankwesen, Definition der Zielsetzungen und Erläuterung der gewählten methodischen Vorgehensweise.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Untersuchung der Chancen, Risiken und spezifischen Anforderungen an Avatare im Bankenumfeld sowie Festlegung von Bewertungskriterien aus Kundensicht.
3 ANALYSE DES TECHNOLOGISCHEN UMFELDES: Detaillierte technische Untersuchung der Komponenten eines Avatars, wie Architektur, Spracherkennung, Interpreter, Interface und Text-to-Speech.
4 AUFZEIGEN EINER BEISPIELHAFTEN LÖSUNG: Praktische Umsetzung und Integration eines Prototyps für den Prozess „Wertpapier ordern“ in Online-Banking-Systeme sowie anschließende Bewertung.
5 BEWERTUNG UND DISKUSSION: Synthese der Erkenntnisse hinsichtlich technologischer Trends, Benutzerperspektive und Wirtschaftlichkeit im Bankbetrieb sowie abschließendes Fazit.
Avatar, Embodied Conversational Agents, Online-Banking, Kundenbindung, Text-Interpreter, Spracherkennung, Mensch-Maschine-Interaktion, Prozessautomatisierung, Web-Technologien, Virtueller Berater, Kosten-Nutzen-Analyse, Benutzerfreundlichkeit, Multimodalität.
Die Arbeit befasst sich mit den Einsatzmöglichkeiten von sogenannten Avatar-Technologien als virtuelle Kundenberater innerhalb von Online-Banking-Systemen.
Die zentralen Schwerpunkte liegen in der technischen Realisierbarkeit, der betriebswirtschaftlichen Rechtfertigung durch Kosten-Nutzen-Betrachtungen sowie der psychologischen Benutzerakzeptanz.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, inwieweit Avatare im Bankbereich Wettbewerbsvorteile schaffen können und ob ein wirtschaftlicher Einsatz derzeit sinnvoll ist.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse, SWOT-Analyse, Experteninterviews sowie die Entwicklung und empirische Testung eines eigenen technischen Prototyps.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der technologischen Komponenten und die ausführliche Dokumentation eines praxisorientierten Prototypen-Projekts.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Avatar, Online-Banking, Kundenbindung, Multimodalität und Mensch-Maschine-Interaktion geprägt.
Der Prototyp konzentriert sich auf den komplexen Bankvorgang „Wertpapier ordern“, um die Prozessunterstützung durch einen Avatar zu demonstrieren.
Dies liegt an der Verfügbarkeit ausgereifterer Standardsoftware-Produkte und Webservices, wodurch eine kostspielige komplette Eigenentwicklung oft vermieden werden kann.
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