Masterarbeit, 2024
181 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Überblick
1.2 Thema und Grund der Untersuchung
1.3 Bedeutung der Untersuchung für Theorie und Praxis
1.4 Forschungsfrage
1.5 Annahmen und Eingrenzungen
1.6 Definitionen
1.6.1 Start-Up
1.6.2 Mantelkauf
1.6.3 Gleichheitssatz gem. Art. 3 GG
1.7 Struktur der Thesis
2 Literaturanalyse
2.1 Vorgehensweise und Ziele
2.2 Theoretischer Bezugsrahmen
2.3 Rolle der steuerlichen Verluste bei Unternehmensbeteiligungen
2.3.1 Besteuerung der Kapitalgesellschaften
2.3.1.1 Gleichheitsgerechte Besteuerung des Steuerschuldners
2.3.1.2 Das Trennungsprinzip
2.3.2 Verlustuntergang gem. § 8c KStG
2.3.2.1 Gesetzgeberische Intention für den Verlustuntergang
2.3.2.2 Rechtsentwicklung und Anwendungsbereiche
2.3.2.3 Schädlicher Beteiligungserwerb
2.3.2.4 Ziele und steuerrechtliche Konsequenzen des § 8c KStG
2.3.3 Verfassungsrechtliche Einordnung von §§ 8c und § 8d KStG
2.3.3.1 Verfassungswidrigkeit von § 8c Abs. 1 S. 1 KStG
2.3.5.2 Potenzielle Verfassungswidrigkeit von § 8c Abs. 1 S. 1 KStG (§ 8c S. 2 KStG a.F.)
2.3.4 Verlustrettung nach § 8c KStG
2.3.4.1 Konzernklausel
2.3.4.2 Stille-Reserven-Klausel und Bewertung
2.3.4.3 Sanierungsklausel
2.3.5 Fortführungsgebundener Verlustvortrag nach § 8d KStG
2.3.5.1 Rechtsentwicklung und Anwendungsbereiche
2.3.5.2 Voraussetzungen für den Verlusterhalt
2.3.5.3 Schädliche Ereignisse und Risiken der Optierung zu § 8d KStG
2.3.5.4 Divergenzen zwischen § 8c und 8d KStG
2.3.5.5 Reichweite des § 8d KStG und Mindestbesteuerung
2.3.5 Gestaltung zur Vermeidung vollständigen Verlustuntergang
2.3.5.1 Aufteilung des fortführungsgebundenen Verlustvortrags
2.3.5.2 Gestaltung des Veräußerungsmodells
2.3.5.3 Gründung einer atypisch stillen Gesellschaft
2.4 Konkretes Problem und Untersuchungsfrage
2.4.1 Beschränkung der Abzugsfähigkeit von steuerlichen Fehlbeträgen
2.4.2 Greifen von § 8d KStG
2.4.3 Untersuchungsfrage
3 Methode
3.1 Die Fallstudie als Forschungsdesign nach R. K. Yin
3.1.1 Grund der Auswahl und Form der Fallstudie
3.1.2 Konzipierung und Vorstellung des Untersuchungsobjekts (Fallstudie)
3.1.3 Kriterien für die Beurteilung der Qualität von Forschungsdesigns
3.1.4 Abgeleitetes gegenwärtiges Phänomen/Problem (Propositionen)
3.1.5 Untersuchungsdesign
3.2 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring als Methode der Datenanalyse
3.2.1 Güterkriterien der qualitativen Forschung
3.2.2 Literaturquellen als Instrument der Datenerhebung
3.2.3 Grund der Auswahl
3.2.4 Literaturauswahl
3.2.5 Vorstellung und Festlegung des Materials
3.2.6 Formale Charakteristika der Literaturarbeit
4 Analyse und Interpretation
4.1 Bestimmung der Fragestellung
4.1.1 Richtung der Analyse
4.1.2 Theoriegeleitete Differenzierung der Fragestellung
4.2 Auswertung der Publikationen
4.2.1 Kodierung und Kategorienbildung
4.2.2 Rücküberprüfung der Kategorien und Überführung in den Fließtext
5 Diskussion
5.1 Typisierung
5.1.1 Ergebnisse
5.1.2 Interpretation
5.2 Das objektive Nettoprinzip
5.2.1 Ergebnisse
5.2.2 Interpretation
5.3 Umfang der Verluste/Bewertung
5.3.1 Ergebnisse
5.3.2 Interpretation
5.4 Wirtschaftliche Identität
5.4.1 Ergebnisse
5.4.2 Interpretation
5.5 Geschäftsbetrieb
5.5.1 Ergebnisse
5.5.2 Interpretation
5.6 Verfehltes Ziel der Rechtsnorm § 8c KStG
5.6.1 Ergebnisse
5.6.2 Interpretation
5.7. Erwerbergruppe mit gleichgerichteten Interessen
5.7.1 Ergebnisse
5.7.2 Interpretation
5.8 Risiko bei Antragstellung gem. § 8d KStG
5.8.1 Ergebnisse
5.8.2 Interpretation
5.9 Uneinigkeit hinsichtlich Verlustrücktrag und Verlustverrechnung
5.9.1 Ergebnisse
5.9.2 Interpretation
5.10 Verfassungswidrigkeit
5.10.1 Ergebnisse
5.10.2 Interpretation
5.11 § 8d KStG schädlich für Verlustumfang gem. § 8c KStG
5.11.1 Ergebnisse
5.11.2 Interpretation
5.12 Investorenverhalten
5.12.1 Ergebnisse
5.12.2 Interpretation
6 Ergebnis und Ausblick
7 Reflektion
Diese Masterarbeit analysiert die steuerrechtlichen Auswirkungen der Verlustabzugsbeschränkungen nach § 8c KStG sowie der Rettungsvorschrift § 8d KStG auf junge Start-up-Unternehmen. Im Zentrum steht die Untersuchung, inwiefern diese Regelungen bei Anteilsübertragungen im Zuge von Finanzierungsrunden den Verlustuntergang herbeiführen und ob dies Investitionsentscheidungen sowie das Wachstum von Start-ups negativ beeinflusst.
2.3.2.1 Gesetzgeberische Intention für den Verlustuntergang
Die sog. Mantelkäufe führten zu einer Minderung der Steuerlasten der Unternehmen und zu einer Verringerung der Staatseinnahmen und wurden daher vom Gesetzgeber auf die schwarze Liste gesetzt resp. als missbräuchlich eingestuft. Im Gegensatz dazu war der Erwerb einer Gesellschaft mit Altverlusten, die nicht mit zukünftigen Gewinnen verrechnet werden können aufgrund der Haftungsrisiken für Altschulden der Gesellschaft weniger attraktiv und selten in der Praxis wiederzufinden.
Eine Veräußerung der Verlustgesellschaft stellte ein lukratives Geschäft für den Verkäufer dar, da damit ein Steuersparmodell an den Käufer veräußert wurde, welches einen entsprechend hohen Kaufpreis rechtfertigte. Durch den verfügbaren Verlustvortrag konnte der übernehmende Rechtsträger Körperschaft- und Gewerbesteuern sparen. An dieser Stelle ist zu betonen, dass der Körperschaftsteuersatz ab dem Jahr 1980 bei 56 % und ab dem Jahr 1990 bei 50 % lag. Praktisch bedeutete dies, dass bei einem Steuersatz von 50 % die Körperschaftsteuerersparnis der Hälfte des Verlustverrechnungsbetrags betrug. Zusätzlich konnte an Gewerbesteuer eingespart werden, die bei einem Hebesatz von beispielsweise 350 v. H. ca. 15 % des Gewerbeertrags ausmachte.
Für die Nutzung von Verlusten mussten zukünftige Gewinne geschätzt werden. Die Unsicherheit bzgl. der künftigen Verwendung des Verlustabzugs durch den Käufer spiegelte sich in der Bewertung des Verlustes und im Kaufpreis wider. Die Möglichkeit der Monetarisierung von Verlusten diente als Ausgleich dafür, dass der ausscheidende Gesellschafter - im Gegensatz zu Gesellschaftern einer Personengesellschaft - die Möglichkeit der zukünftigen Nutzung verlor.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Verlustabzugsbeschränkungen nach § 8c KStG bei Start-ups ein und definiert zentrale Begriffe sowie die Forschungsfrage der Thesis.
2 Literaturanalyse: Dieses Kapitel untersucht den theoretischen Bezugsrahmen und die bestehende Literatur zu den §§ 8c und 8d KStG, um das Wissen über Auswirkungen und Anwendungsproblematiken systematisch zusammenzufassen.
3 Methode: Hier werden die Wahl der Fallstudie als Forschungsdesign nach R. K. Yin sowie die Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur Datenauswertung begründet.
4 Analyse und Interpretation: In diesem Kapitel wird die Datenauswertung der ausgewählten Publikationen und des BMF-Schreibens durch Kodierung und Kategorienbildung praktisch umgesetzt und interpretiert.
5 Diskussion: Dieser Teil erörtert die Ergebnisse der Analyse, insbesondere in Bezug auf Typisierung, wirtschaftliche Identität, steuerliche Aspekte der Verlustnutzung und spezifische Risiken bei der Anwendung des § 8d KStG.
6 Ergebnis und Ausblick: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Forschungsarbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf mögliche gesetzliche Anpassungen der relevanten Normen.
7 Reflektion: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Selbstreflektion und der methodischen Limitationen der durchgeführten Fallstudienanalyse ab.
§ 8c KStG, § 8d KStG, Verlustvortrag, Start-up, Anteilsübertragung, Körperschaftsteuer, Verlustuntergang, Verlustrettung, steuerliche Fehlbeträge, Venture Capital, Business Angels, Typisierung, wirtschaftliche Identität, Unternehmensbewertung, steuerliche Gestaltung
Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung von Verlustvorträgen bei Kapitalgesellschaften, speziell bei Start-ups, und den einschränkenden Auswirkungen der Gesetzesnormen §§ 8c und 8d KStG bei Investorenwechseln.
Zentrale Themen sind der Verlustuntergang bei schädlichem Beteiligungserwerb, die Möglichkeiten der Verlustrettung durch den fortführungsgebundenen Verlustvortrag, die Konzern- und Stille-Reserven-Klauseln sowie die verfassungsrechtliche Kritik an diesen Regelungen.
Die Forschungsfrage analysiert, wie sich §§ 8c und 8d KStG auf das Wachstum von Start-ups und das Investorenverhalten bei der Kapitalbeschaffung auswirken und wie gesetzliche Bestimmungen angepasst werden könnten.
Die Autorin kombiniert die Fallstudienmethode nach R. K. Yin mit einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, um basierend auf einem konzipierten Fallbeispiel und ausgewerteter Fachliteratur Erkenntnisse zu gewinnen.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen als auch eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Rechtsprechung, den BMF-Schreiben sowie praxisrelevante Gestaltungsoptionen für Unternehmen zur Vermeidung eines vollständigen Verlustuntergangs analysiert.
Wesentliche Begriffe sind Verlustvortrag, § 8c KStG, § 8d KStG, Start-up-Finanzierung, Beteiligungserwerb, steuerliche Identität und Typisierung im Steuerrecht.
„Pivoting“ (Geschäftsmodelländerung) kann von der Finanzverwaltung als schädliches Ereignis eingestuft werden, wenn dadurch die Anforderungen an den „bestehenden Geschäftsbetrieb“ im Sinne des § 8d KStG gefährdet werden, was den Verlustvortrag zum Untergang bringen kann.
Die Stille-Reserven-Klausel ermöglicht es, trotz eines schädlichen Beteiligungserwerbs einen Teil der Verlustvorträge zu erhalten, indem die im Unternehmen vorhandenen stillen Reserven gegen die Verluste aufgerechnet werden, was jedoch eine komplexe Unternehmensbewertung erfordert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

