Diplomarbeit, 2009
64 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Forschungsfrage
1.4. Hypothesen
2. Destination vs. Region
3. Wettbewerbsfähigkeit
3.1. Das Wettbewerbsmodell von BAK BASEL
3.2. Das Wettbewerbsmodell von Dwyer und Kim
4. Der Fusionierungsprozess
4.1. Finanzierung der Tourismusorganisationen
4.2. Konfliktpotenzial und Interessensgegensätze
5. Innenmarketing
5.1. Identifikation, Motivation und Unternehmenskultur als Erfolgsfaktoren für touristische Destinationen
6. Markenmanagement
6.1. Markenmanagement am Beispiel Ötztal Tourismus
7. Maßnahmenkatalog
8. Zusammenfassung
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Tourismusfusionierungen in Tirol, mit dem Ziel, die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit und den Marktauftritt der neuen Destinationen zu bewerten. Dabei soll ein Maßnahmenkatalog abgeleitet werden, der die untersuchten Elemente bündelt und konkrete Handlungsempfehlungen für die neu entstandenen Einheiten bietet.
6.1. Markenmanagement am Beispiel Ötztal Tourismus
2006 entstand in Tirol die größte touristischen Organisationseinheit Nordtirols: Ötztal Tourismus. Die Ferienorte Haiming/Ochsengarten, Sautens, Ötz, Umhausen/Niederthai, Längenfeld, Sölden/Vent und Obergurgl/Hochgurgl bilden nun die größte regionsübergreifende Urlaubsdestination in Tirol. Mit 3,47 Mio. Nächtigungen im Tourismusjahr 2008 ist Ötztal Tourismus auch die nächtigungsstärkste Destination in Nordtirol und liegt im österreichischen Vergleich hinter den Städten Wien und Salzburg auf Platz 3 bei den Nächtigungszahlen.
Vor dem Zusammenschluss zu Ötztal Tourismus verfolgte jeder Urlaubsort seine eigenen Ziele. Gezielte Kooperationen und gemeinsame Vermarktung zwischen den einzelnen Orten waren so gut wie nicht vorhanden, vielmehr sah man den Nachbarort als direkten Konkurrenten.
Wie in Tabelle 3 ersichtlich ist, hatte vor dem Zusammenschluss jeder dieser Urlaubsorte im Ötztal auch sein eigenes Auftreten am touristischen Markt. Der Begriff Ötztal trat bei der Kommunikationsstrategie dieser Urlaubsanbieter meist in den Hintergrund, eine eigentliche Marke ÖTZTAL gab es nicht. Tabelle 4 gibt eine Übersicht über die Kommunikationsstrategie, unter welcher die einzelnen Ötztaler Urlaubsorte bis zur Fusionierung auftraten:
1. Einleitung: Beleuchtung der Tourismushochburg Tirol, des Wettbewerbsdrucks und der notwendigen strukturellen Anpassungen durch Tourismusfusionierungen.
2. Destination vs. Region: Abgrenzung der Begrifflichkeiten und Definition einer Destination als räumliche Wettbewerbseinheit mit spezifischen Qualitätsanforderungen.
3. Wettbewerbsfähigkeit: Diskussion wissenschaftlicher Modelle (BAK BASEL sowie Dwyer und Kim) zur Messung der Wettbewerbsfähigkeit im Tourismus.
4. Der Fusionierungsprozess: Darstellung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, der Finanzierung der Verbände und der Herausforderungen durch unterschiedliche Interessen.
5. Innenmarketing: Analyse der Bedeutung von Unternehmenskultur, interner Kommunikation und Motivation für die Destinationsentwicklung.
6. Markenmanagement: Erläuterung der Bedeutung starker Destination-Marken und beispielhafte Darstellung des Prozesses am Fallbeispiel Ötztal Tourismus.
7. Maßnahmenkatalog: Zusammenführung der Erkenntnisse in konkrete Handlungsempfehlungen für das Destinationsmanagement.
8. Zusammenfassung: Resümee über die Notwendigkeit und den Erfolg der Fusionierungen bei gleichzeitigem Aufzeigen noch bestehender Herausforderungen.
Tourismusfusionierung, Tirol, Destination, Wettbewerbsfähigkeit, Markenmanagement, Ötztal Tourismus, Innenmarketing, Destinationsmanagement, Regionalverband, Synergieeffekte, Tourismusgesetz, Unternehmensführung, Standortfaktoren, Kooperation, Tourismusmarketing
Die Bachelorarbeit analysiert die Auswirkungen der durch das Tiroler Tourismusgesetz 2006 eingeleiteten Fusionierungen von Tourismusverbänden auf die Wettbewerbsfähigkeit und den Marktauftritt der betroffenen Regionen.
Im Zentrum stehen der Fusionsprozess selbst, die Bestimmung von Wettbewerbsfähigkeit durch touristische Modelle, die Bedeutung von Markenmanagement sowie die Rolle des Innenmarketings für ein funktionierendes Destinationsmanagement.
Ziel ist es, die Fusionierungen zu diskutieren, deren gesellschaftspolitische und wettbewerbliche Auswirkungen zu analysieren und einen Maßnahmenkatalog für die neuen Tiroler Destinationen zu entwickeln.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und dem Vergleich wissenschaftlicher Modelle zur Messung der Wettbewerbsfähigkeit, ergänzt durch die Analyse von Fallbeispielen wie dem Ötztal Tourismus.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Destination vs. Region, Wettbewerbsmodelle), die Analyse der praktischen Umsetzung (Fusionierungsprozess, Finanzierung) und die strategische Ausrichtung (Innenmarketing, Markenmanagement).
Schlüsselwörter sind unter anderem Tourismusfusionierung, Destinationsmanagement, Markenmanagement, Wettbewerbsfähigkeit und regionales Tourismusmarketing.
Angesichts steigender internationaler Konkurrenz und der Notwendigkeit einer professionellen Vermarktung waren die bisherigen kleinbürgerlichen Strukturen (z.T. über 250 Kleinstverbände) ineffizient und wettbewerbsschwach.
Die Marke Ötztal dient als Praxisbeispiel, um zu verdeutlichen, wie aus ehemals konkurrierenden Einzelorten durch ein professionelles Markenmanagement eine überregionale und wettbewerbsstarke Destination geformt wird.
Laut Arbeit durch einen offenen, strategisch geplanten Dialog mit allen Anspruchsgruppen, der Integration aller Beteiligten sowie die Implementierung einer starken Unternehmenskultur, die Identifikation stiftet.
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