Bachelorarbeit, 2023
58 Seiten
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 ADOLESZENZ
2.1.1 IDENTITÄTSENTWICKLUNG IN DER JUGEND
2.1.2 IDENTITÄTSENTWICKLUNG NACH ERIK H. ERIKSON
2.2 GESCHLECHT
2.2.1 TRANS* PERSONEN
2.2.2 GESCHLECHTSDYSPHORIE
2.3 SUCHT
2.3.1 SUCHTENTSTEHUNG
2.3.2 SUCHTHILFESYSTEM
2.3.3. GESCHLECHT UND SUCHT
3 METHODISCHES VORGEHEN
4 ERGEBNISSE
4.1 HERAUSFORDERUNGEN IN DER ENTWICKLUNG VON TRANS* JUGENDLICHEN
4.1.1 COMING-OUT
4.1.2 TRANSITION
4.1.3 KLASSIFIKATION
4.2 DISKRIMINIERUNG
4.3 KONSUM IN DER ADOLESZENZ
4.4 KONSUMVERHALTEN VON TRANS* JUGENDLICHEN
4.5 PROFESSIONELLE HALTUNG VON FACHKRÄFTEN DER SOZIALEN ARBEIT IN DER SUCHTHILFE
4.5.1 SOZIALE ARBEIT IM SUCHTHILFESYSTEM
4.5.2 GENDERKOMPETENZ UND REGENBOGENKOMPETENZ
5 DISKUSSION
5.1 TRANS* JUGENDLICHE
5.2 SOZIALE ARBEIT
5.3 HANDLUNGSANFORDERUNGEN
5.4 METHODENKRITIK
6 FAZIT
Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Analyse der spezifischen Belastungen, die trans* Personen während der Adoleszenz erleben und die das Risiko einer Suchtentwicklung erhöhen können, sowie die Ableitung spezifischer Anforderungen für das Suchthilfesystem.
4.1.1 Coming-out
Coming-out beschreibt „die lebenslange Entwicklung und Veröffentlichung der eigenen nicht-heterosexuellen Identität in einer heteronormativen Gesellschaft“ (Timmermanns & Graf & Merz& Stöver zitiert nach Göth & Kohn ,2022, S. 34). Diese Definition bezieht sich primär auf die sexuelle Orientierung, wird aber auch im Zusammenhang auf die geschlechtliche Identität und auf Inter* Personen angewandt (Timmermanns et al., 2022, S. 34). Trotz zunehmender Sichtbarkeit und Akzeptanz gegenüber LSGTBIQ* bleibt die Notwendigkeit eines Coming-out für einige Menschen bestehen, die sich nicht als cisgeschlechtlich oder heterosexuell erleben. Dem äußeren Coming-out, das heißt die Bekanntmachung seiner sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität, geht ein innerer Prozess voraus, indem sich Menschen bewusstwerden, nicht heterosexuell oder cisgeschlechtlich zu sein. Dieser innere und sehr individuelle Prozess, der in jedem Alter stattfinden und unterschiedlich lange dauern kann, wird als inneres Coming-out bezeichnet. Das innere Coming-out, der Beginn der Bewusstwerdung nicht heterosexuell und/oder nicht cisgeschlechtlich zu sein, ist für viele Kinder und Jugendliche ein langwieriger und komplizierter Prozess (Krell & Oldemeier, 2017, S. 9).
Das DJI- Forschungsprojekt „Coming-Out_ und dann…?!“ befasste sich erstmalig in Deutschland mit Coming-out- Verläufen und Diskriminierungserfahrungen bei jungen LSGTBIQ* s.15 In dieser Studie wurden 5.037 queere Jugendliche im Alter zwischen 14 bis 27 Jahren zu ihren spezifischen Erlebnissen und Erfahrungen während des Coming-out- Prozesses befragt (Krell & Oldemeier, 2017, S. 37).
Das innere Coming-out setzt bei trans* und gender* diversen Jugendlichen häufig schon während der Grundschulzeit oder zu Beginn der Pubertät ein. Es wurde von den Befragten als ein Gefühl der „Andersheit“ beschrieben. Der Zeitpunkt des Bewusstwerdens variiert laut der DJI- Studie zwischen unter zehn Jahren und knapp über zwanzig Jahren. Etwa 27,9 % der trans* Jugendlichen gaben an, es schon immer gewusst zu haben. Knapp 11% waren unter zehn Jahren und nur wenige waren älter als 16 Jahre.
1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema Substanzmissbrauch bei Jugendlichen und die Relevanz der besonderen Herausforderungen von trans* Jugendlichen im Suchthilfesystem.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Erörterung der Begriffe Adoleszenz, Geschlecht, trans* Identität und Suchtentwicklung als Fundament für die wissenschaftliche Untersuchung.
3 METHODISCHES VORGEHEN: Beschreibung der systematischen Literaturrecherche und der genutzten Datenbanken sowie der Kriterien zur Auswahl der berücksichtigten Studien.
4 ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung der speziellen Lebensumwelten, Diskriminierungserfahrungen und Konsumverhaltensweisen von trans* Jugendlichen sowie Anforderungen an die Soziale Arbeit.
5 DISKUSSION: Synthese und Interpretation der Ergebnisse im Kontext der Forschungsfragen, insbesondere hinsichtlich der psychischen Belastungen und der professionellen Haltung in der Suchthilfe.
6 FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfragen und Forderung nach strukturellen Änderungen sowie mehr Sensibilität im Suchthilfesystem für die Bedürfnisse von trans* Jugendlichen.
Adoleszenz, Suchthilfe, trans*, geschlechtliche Identität, Diskriminierung, Coming-out, Genderkompetenz, Regenbogenkompetenz, Soziale Arbeit, Suchtprävention, Transition, Minderheitenstress, Substanzmissbrauch, Diversität, psychische Gesundheit.
Die Arbeit untersucht die speziellen Belastungen von trans* Jugendlichen in der Adoleszenz und deren Zusammenhang mit einem erhöhten Suchtrisiko sowie die daraus resultierenden Anforderungen an Fachkräfte im Suchthilfesystem.
Zentrale Themen sind die Transitionsphase, Diskriminierungserfahrungen, die psychische Identitätsentwicklung und die Notwendigkeit sensibler Versorgungsangebote durch die Soziale Arbeit.
Es soll geklärt werden, welche spezifischen Belastungen das Suchtrisiko bei trans* Jugendlichen erhöhen und welche professionellen Kompetenzen Fachkräfte in der Suchthilfe benötigen, um diese Zielgruppe adäquat zu unterstützen.
Es wurde eine systematische Literaturrecherche und Literaturanalyse durchgeführt, unter Einbeziehung aktueller Studien zur Lebenswelt von trans* Jugendlichen und Ansätzen der Sozialen Arbeit.
Der Hauptteil analysiert die Herausforderungen bei trans* Jugendlichen (Coming-Out, Transition), die Folgen von Diskriminierung (z.B. Minoritäten-Stress-Modell) und das Suchtverhalten unter Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Bedürfnisse.
Neben dem Kernbereich trans* Jugendliche und Adoleszenz sind Begriffe wie Genderkompetenz, Regenbogenkompetenz, Diskriminierung und Suchthilfesystem maßgeblich.
Das Gesetz wird in der Arbeit als veraltet und stigmatisierend kritisiert, da es für den Zugang zu medizinischen Maßnahmen eine Diagnose als "psychisch krank" fordert, was die Betroffenen zusätzlich psychisch belastet.
Das innere Coming-out dauert oft Jahre, belastet Jugendliche massiv und findet häufig ohne äußere Unterstützung statt; dieser Stress ist ein entscheidender Risikofaktor für die Entwicklung von Suchtstörungen als Bewältigungsstrategie.
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