Bachelorarbeit, 2023
29 Seiten, Note: 2.0
Einleitung
Im Bereich der Morphologie
Internationale Slawismen im Jiddischen
Abweichendes Genus von Internationalismen
Abweichendes Genus von Substantiven germanischer Herkunft
Die Plural von Nomen im Jiddischen
Andere morphologische Merkmale
Im Bereich der Syntax
Doppelte Negation
Steigerungsformen im Jiddischen
Flektierte Adjektive
Wortstellung
Partizip 2 am Ende des Satzes
Im Bereich des Wortschatzes
Die Konjunktion und Partikel „chotsch"
Die Konjunktion „zi"
Slawisches „nu" im Jiddischen
„Jetzt verkochen wir die Kasche"
Andere slawische Wörter im Jiddischen
Pronomen im Jiddischen
Reflexivpronomen „sich"
Possessivpronomen „sein"
Relativpronomen „wos"
Weglassen des Personalpronomens
Hybride Formen im Jiddischen
Deutsch - slawische hybride Formen
Slawisch - hebräische hybride Formen
Slawisch - deutsche hybride Formen
Verben im Jiddischen
Verben im Plusquamperfekt
Verben mit ge-, et- Konjugation
Verben mit „hobn" Konjugation
Infinitivsätze
Weglassen des Partizip Perfekts
Starker Gebrauch reflexiven Formen
Slawische Verbalpräfixe im Jiddischen
Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht den Einfluss der slawischen Sprachen auf das Jiddische anhand der literarischen Werke des Nobelpreisträgers I. Bashevis Singer. Ziel ist es, sprachliche Phänomene in Morphologie, Syntax, Wortschatz und Verbalsystem zu identifizieren, die durch den Kontakt mit slawischen Sprachen wie Polnisch, Russisch oder Ukrainisch entstanden sind.
.Im Bereich der Morphologie
Das Jiddische hat eine Vielzahl von Affixen aus den slawischen Sprachen aufgenommen und im Bereich der Wortbildung produktiv eingesetzt. Diese Affixe sollen vor allem das bestehende System erweitern und präzisieren (Weissberg, S 220). Sie werden sowohl slawischen als auch deutschen und hebräischen Wörtern angehängt. Es handelt es sich überwiegend um Suffixe, die zur Bildung von Personenbezeichnungen sehr produktiv geworden sind:
-nik (männlich), -nice (weiblich) - personifizierendes oder agensbildendes Suffix:
„ejn mol sogt zu mir a pempik: sejde, ß'is alz di ejgene *majße. (Gimpl der Narr, S 10, Z 2) Dickmops, Wettwanst (Duden Jiddisches Wörterbuch, S 141). .In der Übersetzung - Lausekerl, (Ein dicker Junge sagte einmal zu mir: „Großvater, das ist doch dasselbe, was du uns früher erzählt hast". Der kleine Lausekerl, er hatte Recht).
„di parschojnen woß flegn do arajnkumen senen ale schrekleche nudnikeß" (di Kafeterje, S 5, Z 55 - 56). Nudnik - Nervensäge, Jiddisches Wörterbuch, S 128) in der Übersetzung (die Männer, die hierherkommen, sind furchtbar langweilig).
Einleitung: Einführung in die Geschichte und linguistische Entwicklung des Jiddischen sowie die Erläuterung der Textbasis (I. Bashevis Singer).
Im Bereich der Morphologie: Analyse slawischer Affixe und Suffixe, die zur Bildung von Personenbezeichnungen und zur Diminutivbildung im Jiddischen dienen.
Im Bereich der Syntax: Untersuchung der doppelten Negation, der Steigerungsformen, der Adjektivflexion sowie der Satzstellung und Partizip-Verwendung.
Im Bereich des Wortschatzes: Vorstellung von Lehnwörtern und slawischen Partikeln/Konjunktionen sowie deren Integration in den jiddischen Sprachgebrauch.
Pronomen im Jiddischen: Analyse der Reflexiv- und Possessivpronomen sowie der Bedeutung des Relativpronomens „wos“ und Besonderheiten bei der Pronomennutzung.
Hybride Formen im Jiddischen: Betrachtung von Wortbildungen, bei denen Elemente aus verschiedenen Sprachen zu neuen Morphemen verschmelzen.
Verben im Jiddischen: Untersuchung der Konjugationsbesonderheiten, Infinitivsätze und des Gebrauchs reflexiver Formen im jiddischen Verbalsystem.
Slawische Verbalpräfixe im Jiddischen: Erklärung der Funktion slawisch beeinflusster Präfixe als Mittel zur Aspektbildung oder Handlungsintensivierung.
Zusammenfassung: Fazit über die Rolle der slawischen Einflüsse als Ergänzung und Bereicherung der jiddischen Sprache.
Jiddisch, Slawisch, Sprachkontakt, I. Bashevis Singer, Morphologie, Syntax, Wortschatz, Verben, Hybride Formen, Sprachwandel, Lehnwörter, Linguistik, Ostjiddisch, Aschkenasische Juden, Grammatik
Die Arbeit untersucht den slawischen Einfluss auf die jiddische Sprache anhand von Erzählungen des Schriftstellers I. Bashevis Singer.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Bereiche Morphologie, Syntax, Wortschatz, Pronomina sowie das Verbalsystem.
Ziel ist es, nachzuweisen, wie slawische Strukturen und Wörter das Jiddische über Jahrhunderte geprägt und durch direkte Kontakte beeinflusst haben.
Es handelt sich um eine linguistische Analyse ausgewählter Primärtexte (Werke von Singer), ergänzt um philologische Theorien und Wörterbücher.
Der Hauptteil detailliert die spezifischen linguistischen Übernahmen, von Suffixen über Satzbau-Besonderheiten bis hin zu hybriden Wortbildungen.
Wichtige Begriffe sind Jiddisch, Sprachkontakt, slawische Elemente, Morphologie, Syntax und hybride Sprachformen.
Durch den slawischen Einfluss weist das Jiddische Besonderheiten wie die doppelte Negation oder eine flexiblere Stellung des Verbs/Partizips auf.
„Nu“ dient als emotionaler Übergang (analog zu „na“ im Deutschen) zur Einleitung von Äußerungen, die Ungeduld, Zuspruch oder Überraschung ausdrücken können.
Dies sind Wörter, bei denen Elemente aus verschiedenen Sprachen (z.B. slawisches Grundwort und deutsches Suffix) zu einem neuen Morphem verschmelzen.
Ja, der Autor dient als Hauptquelle, da in seinen Texten der slawische Einfluss aufgrund seiner Biografie und Themenwahl besonders deutlich erkennbar ist.
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