Magisterarbeit, 2010
75 Seiten, Note: 1,00
1 Einleitung
2 Die Zeitungskrise
2.1 Umsatz
2.2 Auflage und Reichweite
2.3 Anzeigen
3 Nicht digitale Ursachen der Krise
3.1 Intermediärer Wettbewerb in der Mediennutzung
3.2 Verlust junger Leser
3.3 Demografischer Wandel
3.4 Veränderungen im Tagesablauf
3.5 Konjunkturelle Entwicklung
4 Digitale Ursachen der Krise
4.1 Nutzungsverschiebung zu den digitalen Medien
4.2 Online-Zeitungen
4.3 Online-Werbung
4.4 Verschiebung der Rubrikenanzeigen
4.5 Kostenlose Informationen
5 Auswirkungen der Krise
5.1 Einsparungen und Konzentration
5.2 Qualitätsverlust
5.3 Public Relations
5.4 Homogenisierung von Agenturen/ Outsourcing
5.5 Online-Journalismus/ Blogs
6 Medienspezifika Print- vs. Online-Zeitung
6.1 Vorteile der Print-Zeitung
6.2 Nachteile der Print-Zeitung
6.3 Vorteile der Online-Zeitung
6.4 Nachteile der Online-Zeitung
7 Resümee und Prognose
Die Magisterarbeit untersucht den medialen, ökonomischen und soziologischen Wandel der Tageszeitung im Zeitalter der "Digitalen Revolution". Ziel ist es, die Ursachen der aktuellen Zeitungskrise zu identifizieren, deren Auswirkungen auf die Branche zu analysieren und auf Basis eines Vergleichs von Print- und Online-Medien eine fundierte Prognose für die Zukunft des tagesaktuellen Druckmediums zu formulieren.
Die Zeitungskrise
Obgleich die Zeitungsverlage gesetzlich mit der politischen Bildung der Bevölkerung zum Erhalt der Demokratie beauftragt sind (Art. 5 GG), sind sie in erster Linie Wirtschaftsunternehmen, die nach einer Maximierung ihres Umsatzes bzw. Gewinns streben. (Schütz 2008, 471) Sie operieren dabei auf einem dualen Produktmarkt, dem Rezipienten- und Werbemarkt. (Bauer 2005, 44) Ihr Gesamtumsatz setzt sich daher aus zwei Komponenten zusammen: Zum einem aus dem Verkauf von Medienprodukten (Inhalten), der die Vertriebserlöse erwirtschaftet. Zum anderen verkaufen Zeitungen Fläche ihrer Seiten an Werbetreibende und generieren so einen Anzeigenerlös.
Im Vergleich zum höchsten Wert der letzten zehn Jahre in 2000 mit 10,23 Mrd. Euro wurde 2008 ca. 17 Prozent weniger Umsatz erwirtschaftet (vgl. Abb. 1). Trotz einer kurzen Erholung in 2006 ist der Trend insgesamt rückläufig. Für das Jahr 2009 wird ein erneuter Umsatzrückgang erwartet. (PWC 2009, 11) Die Zusammensetzung des Gesamterlöses hat sich geändert. Das alte Geschäftsmodell, nachdem zwei Drittel des Umsatzes aus Anzeigen und ein Drittel aus dem Vertrieb resultieren, ist nicht mehr gültig. (Schnell 2008, 343, Arnold 2009b, 242) Die Vertriebs- und Anzeigenerlöse haben sich in den letzten zehn Jahren immer weiter angenähert und tragen inzwischen jeweils ungefähr zur Hälfte zum Gesamtumsatz bei.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das kontrovers diskutierte Thema der Zukunft des klassischen Druckmediums ein und definiert die zentralen Begriffe und die Zielsetzung der Arbeit.
2 Die Zeitungskrise: Dieses Kapitel stellt die wirtschaftliche Notlage der deutschen Tageszeitungen anhand von Kennzahlen zu Umsatz, Auflage und Werbeeinnahmen in den letzten zehn Jahren dar.
3 Nicht digitale Ursachen der Krise: Hier werden die außerhalb des Internets liegenden Gründe für den Niedergang analysiert, wie der Wettbewerb durch Rundfunk und Fernsehen, der demografische Wandel sowie veränderte Lebensgewohnheiten.
4 Digitale Ursachen der Krise: Dieser Abschnitt untersucht die Phänomene des digitalen Wandels, darunter die Nutzungsverschiebung zum Internet, die Etablierung von Online-Zeitungen und den Wandel des Werbemarkts.
5 Auswirkungen der Krise: Das Kapitel erörtert die unternehmerischen Reaktionen auf die Wirtschaftslage, speziell Sparmaßnahmen, Qualitätsverluste, den wachsenden PR-Einfluss und das Outsourcing.
6 Medienspezifika Print- vs. Online-Zeitung: Hier erfolgt ein detaillierter Vergleich der Vor- und Nachteile beider Medientypen hinsichtlich Aspekten wie Aktualität, Orientierung und Nutzbarkeit.
7 Resümee und Prognose: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung sowie mögliche neue Geschäftsmodelle für Zeitungsverlage.
Tageszeitung, Zeitungskrise, Printmedien, Online-Zeitung, Mediennutzung, Strukturwandel, Anzeigenmarkt, Qualitätsjournalismus, Digitalisierung, Leserbindung, Werbeerlöse, Auflage, Medienwandel, Internet, Medienkonvergenz
Die Arbeit analysiert den massiven Strukturwandel der Tageszeitung als traditionelles Druckmedium im Kontext der digitalen Revolution und der anhaltenden Zeitungskrise.
Zu den Kerngebieten zählen die ökonomische Entwicklung der Zeitungsverlage, die veränderten Mediennutzungsgewohnheiten und der technologische Wettbewerb durch das Internet.
Das Ziel ist es, die Ursachen für die Krise der Tagespresse aufzudecken und zu untersuchen, ob und in welcher Form das Printmedium in Zukunft fortbestehen kann.
Die Arbeit basiert auf der fundierten Aufarbeitung und Analyse relevanter Sekundärliteratur, statistischer Kennzahlen und medienwissenschaftlicher Theorien zum Strukturwandel.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung digitaler und nicht-digitaler Krisenursachen, die Darstellung der betrieblichen Auswirkungen sowie einen Vergleich der spezifischen Vorzüge von Print- und Online-Medien.
Zentrale Begriffe sind Zeitungskrise, Strukturwandel, Mediennutzung, Print- vs. Online-Zeitung, Qualitätsjournalismus und digitale Transformation.
Dies ist auf eine Kombination aus sinkenden Auflagenzahlen durch geändertes Leseverhalten und massive Verluste im Anzeigengeschäft, insbesondere durch die Abwanderung von Rubrikenanzeigen ins Internet, zurückzuführen.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Blogs eher als ergänzende Medien zur Kommentierung und Meinungsbildung dienen, während die Basisinformationen weiterhin oft von klassischen Medienhäusern geliefert werden, wenngleich sie den Nachrichtenmonopol-Status schwächen.
Die gedruckte Zeitung wird künftig vermutlich kein Massenmedium mehr sein, sondern sich auf Nischenmärkte spezialisieren, eventuell in einer kombinierten Form von kostenpflichtiger Online-Premium-Inhalte und einer reduzierten Erscheinungsweise der Print-Ausgabe.
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