Diplomarbeit, 2010
60 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Die Schwächen des originären CAPM
2.1. Eine Betrachtung der Annahmen
2.2. Das Zero-Beta CAPM als Modellerweiterung
2.3. Roll’s Critique
3. Die APT von Ross als alternatives Bewertungsmodell
3.1. Grundlegende Modellprämissen
3.1.1. Arbitragefreiheit
3.1.2. Die Faktormodellannahme
3.1.3. Klassifizierung: Arbitragemodell
3.2. Herleitung der Bewertungsgleichung
3.3. Zweifel an der theoretischen Validität des Modells
3.3.1. Shanken’s Critique
3.3.2. Diskurs: Kruschwitz/Löffler, Steiner/Wallmeier
3.4. Empirische Überprüfung der APT von Ross
3.4.1. Testmethodik
3.4.2. Ergebnisse
4. Resumé
Die Arbeit untersucht, ob die Arbitrage Pricing Theory (APT) von Ross eine geeignete Alternative zum Capital Asset Pricing Model (CAPM) darstellt. Dabei wird kritisch analysiert, inwieweit die APT die modelltechnischen Schwächen des CAPM, insbesondere die restriktiven Annahmen und die problematische empirische Testbarkeit, tatsächlich überwinden kann.
3.1.1 Arbitragefreiheit
Auf einem arbitragefreien Markt ist es den Investoren unmöglich ohne positive Anfangsinvestition und ohne Verlustrisiko einen positiven Ertrag zu erzielen. Risikolose Gewinne sind für sie hiermit unerreichbar (Spremann and Gantenbein [2005]). Das Fehlen von Arbitragelegenheiten ist eine Konsequenz aus dem vollkommenen und kompetitiven Markt, welcher für die APT vorausgesetzt wird. Diese Modellannahme fordert ein Marktumfeld, in dem keinerlei Friktionen, Hemmnisse oder Ineffizienzen vorhanden sind. Dadurch werden allen Akteuren identische Handelsvoraussetzungen geboten.
Zudem wird von der APT vorausgesetzt, dass die Wertpapiere beliebig teilbar und in einer unendlichen Menge vorhanden sind. Die Titel können auch in negativem Bestand gehalten werden, was bedeutet, dass es keine Beschränkungen von Leerverkäufen auf diesem Markt gibt. Ohne diese getroffenen Vereinbarungen würden Ineffizienzen zugelassen, die den Investoren risikolose Gewinne bescheren würden. Welche technische Funktion die Arbitragefreiheitsannahme in der APT erfüllt, wird bei der Herleitung der Bewertungsgleichung gezeigt. Zunächst soll dieser Begriff aber präzisiert werden und hierfür ist ein Beitrag von Wilhem hilfreich, in dem der Arbitragebegriff in drei Bedingungen zerlegt wird (Wilhelm [1981]). Gefordert wird im Sinne der Annahme zum Ersten, dass es für jedes i − te Wertpapier (i = 1, . . . , n) nur einen Preis Pi gibt. Hiermit ist Arbitrage durch Kauf eines Wertpapieres zu einem niedrigeren Kurs und gleichzeitigem Verkauf zu einem höheren Kurs ausgeschlossen. Zum Zweiten muss gelten, dass wenn xi Stück des Wertpapieres i gekauft werden, der Preis xi · Pi beträgt. Mithin sind sind risikofreie Gewinne aus reiner Losgrößentransformation verhindert. Es gibt also keine Form von “Mengenrabatten”. Die Kombination dieser ersten beiden Annahmen entspricht Jevons Gesetz von der Unterschiedslosigkeit der Preise. Demnach unterscheiden sich Wertpapiere, die perfekte Substitute darstellen, auf einem hinreichend vollkommenen Markt nicht in ihrem Preis. Die dritte und letzte Bedingung besagt, dass falls xi Stück des Finanztitels i und xj Stück des Finanztitels j erworben werden, der Preis xi · Pi + xj · Pj ist. Diese Forderung der Preislinearität verhindert, dass Arbitragegewinne aus Fondbildung und späterem anteiligem Verkauf realisiert werden (Wilhelm [1981]).
1. Einführung: Darstellung der Bedeutung des CAPM, der Kritik an diesem Modell und die Einordnung der APT als potenzielle, auf schwächeren Prämissen basierende Alternative.
2. Die Schwächen des originären CAPM: Analyse der restriktiven Modellannahmen und Vorstellung des Zero-Beta CAPM sowie der fundamentalen Kritik von Roll an der empirischen Testbarkeit.
3. Die APT von Ross als alternatives Bewertungsmodell: Untersuchung der Modellprämissen, Herleitung der Bewertungsgleichung sowie kritische Auseinandersetzung mit der theoretischen Validität und empirischen Ergebnissen.
4. Resumé: Zusammenfassendes Urteil, dass die APT aufgrund ihrer Unbestimmtheit und der tautologischen Struktur keine überzeugende Alternative zum CAPM darstellt.
CAPM, APT, Arbitragefreiheit, Marktportfolio, Faktormodell, Rendite-Risiko-Beziehung, Modellannahmen, Empirische Überprüfung, Shanken's Critique, Arbitrageportfolio, Finanzierungstheorie, Bewertungspraxis, Systematisches Risiko, Modellvalidität, Renditestruktur.
Die Arbeit untersucht, ob die Arbitrage Pricing Theory (APT) von Ross eine geeignete Alternative zum klassischen Capital Asset Pricing Model (CAPM) zur Bewertung von Wertpapieren darstellt.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen beider Modelle, ihre Annahmen, die Kritik an deren Realitätsnähe sowie die Herausforderungen bei der empirischen Validierung.
Ziel ist es zu klären, ob die APT tatsächlich die modelltechnischen Schwächen des CAPM überwinden kann oder ob sie mit ähnlichen oder eigenen, gravierenden Problemen behaftet ist.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung finanzwissenschaftlicher Standardwerke und kritischer Fachpublikationen basiert, ergänzt durch eine Auseinandersetzung mit empirischen Testmethodiken.
Der Hauptteil analysiert zunächst detailliert die Annahmen des CAPM und dessen Kritikpunkte. Anschließend wird die APT systematisch hergeleitet und kritisch hinsichtlich ihrer theoretischen Validität und empirischen Belastbarkeit hinterfragt.
Wichtige Begriffe sind CAPM, APT, Arbitragefreiheit, Faktormodell, Marktportfolio, empirische Testbarkeit und die Kritik von Shanken.
Shanken zeigt auf, dass die APT bei endlicher Wertpapieranzahl zu logischen Inkonsistenzen führt und durch ihre mathematische Struktur als nicht falsifizierbare Tautologie angesehen werden kann.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die APT aufgrund ihrer Unbestimmtheit bezüglich der Faktoren und der theoretischen Schwächen keine echte Alternative zum CAPM darstellt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

