Diplomarbeit, 2009
98 Seiten, Note: 1,75
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND RAHMENBEDINGUNGEN
2.1. Weiterbildung und Co.
2.2. Begriffsbestimmungen: Kompetenzen und Qualifikationen
2.3. Die Seminarleitung in der (betrieblichen) Weiterbildung
2.4. Die Auswahl der (externen) Seminarleitung
2.5. Zwischenfazit
3. EMPIRIE
3.1. Methodische Grundlagen/Forschungsdesign
3.1.1. Gütekriterien
3.1.2. Das Experteninterview als Verfahren der Datenerhebung
3.1.3. Der Leitfaden
3.2. Rahmen der Untersuchung
3.2.1. Beschreibung der Zielgruppe
3.2.2. Ablauf/Vorgehensweise
3.3. Datenauswertung
4. ERGEBNISSE
4.1. Rahmenbedingungen: Teilnahme, Finanzierung & Ziel von Weiterbildung in den Betrieben der befragten Experten
4.2. Kompetenzverständnis
4.3. Anspruch an Seminarleitungen
4.4. Prozess der Seminarleitungsauswahl
4.5. Weitere Ergebnisse
5. FAZIT
6. LITERATUR
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen dem theoretischen Anspruch an Seminarleitungen in der betrieblichen Weiterbildung und der tatsächlichen Auswahlpraxis in Unternehmen. Ziel ist es, den Auswahlprozess sowie die zugrunde liegenden Kompetenzvorstellungen der für Personalentwicklung zuständigen Experten zu durchleuchten und etwaige Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit aufzudecken.
Die Auswahl der (externen) Seminarleitung
Die Frage nach dem Prozess der Auswahl einer Seminarleitung wird in der Literatur nur wenig behandelt. Checklisten mit Auswahlinformationen für die auswählenden Personen sind durchaus vorhanden, wie in der Auswahl jedoch vorgegangen wird, welche Entscheidungsprozesse bei den Verantwortlichen ablaufen, dies kommt nicht zur Sprache. Dies ist ein Grund für die Aufnahme der nachfolgenden empirischen Studie, deren Schwerpunkt auf der Auswahl der Seminarleitungen durch die in den Betrieben dafür zuständigen Personen liegt.
Im Vorfeld einer Weiterbildungsmaßnahme bzw. eines Seminars sind viele Dinge zu beachten, was die Auswahl der Seminarleitung betrifft. Von der Entscheidung, ob ein Seminar mit dem zukünftigen Leiter konzipiert werden soll oder ob dieser ein fertiges Konzept umsetzen soll, hängt der Zeitpunkt seiner Auswahl ab. Unbekannte Seminarleitungen sollten eingesetzt werden, wenn die bisher zur Verfügung stehenden nicht über die für die zu besetzende Veranstaltung benötigten Fach- oder Methodenkompetenzen verfügen. Bei Themen, die im Betrieb als sensibel angesehen werden, macht die Wahl einer bekannten Seminarleitung Sinn, da sie sich nicht erst den zur Lösung des Problems nötigen Respekt erarbeiten und ein neues Vertrauensverhältnis aufbauen muss.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung legt den Fokus auf die Qualität betrieblicher Weiterbildung und die Unsicherheiten bei den Anforderungen an Weiterbildner, wobei das Ziel der Studie der Vergleich zwischen theoretischem Anspruch und praktischer Wirklichkeit ist.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND RAHMENBEDINGUNGEN: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Weiterbildung, Kompetenz und Qualifikation und diskutiert die Rolle der Seminarleitung sowie das Konzept der Professionalisierung.
3. EMPIRIE: Hier werden die qualitativen methodischen Grundlagen, insbesondere das Experteninterview als Datenerhebungsmethode, sowie der Rahmen und Ablauf der Untersuchung detailliert beschrieben.
4. ERGEBNISSE: Das Ergebniskapitel analysiert die Rahmenbedingungen der Weiterbildung, das Kompetenzverständnis, die Ansprüche an Seminarleitungen sowie den tatsächlichen Auswahlprozess in den befragten Betrieben.
5. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert das festgestellte Theoriedefizit bezüglich des Auswahlprozesses und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung betrieblicher Weiterbildung.
Betriebliche Weiterbildung, Seminarleitung, Kompetenz, Qualifikation, Personalentwicklung, Experteninterview, Auswahlpraxis, Handlungskompetenz, Schlüsselqualifikation, Professionalisierung, Teilnehmerorientierung, Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Personalentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der Diskrepanz zwischen dem theoretischen Idealbild von Seminarleitungen in der betrieblichen Weiterbildung und der gelebten Auswahlpraxis in Unternehmen.
Die Schwerpunkte liegen auf Kompetenzdefinitionen, dem Anforderungsprofil an Trainer, der Bedeutung der betrieblichen Weiterbildung und der methodischen Durchführung einer qualitativen Studie.
Das Hauptziel ist die Erschließung der subjektiven Wirklichkeit von Personalentwicklern bei der Auswahl von externen Seminarleitern.
Die Arbeit nutzt als empirische Methode das leitfadengestützte Experteninterview mit acht Personalverantwortlichen aus verschiedenen Unternehmen.
Er gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung und einen empirischen Teil, der die erhobenen Daten systematisch auswertet und interpretiert.
Sie ist durch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff „Kompetenz“ und der Fokussierung auf die funktionale Entscheidungspraxis in Unternehmen geprägt.
Die Studie zeigt, dass persönliche Sympathie und das Gefühl der „Passung“ zum Unternehmen für die Personalentwickler eine zentrale, oft entscheidende Rolle spielen.
Der Autor stellt fest, dass in der Literatur zwar theoretische Anforderungen an Trainer existieren, aber der tatsächliche, oft informelle Prozess der Auswahl in der betrieblichen Praxis kaum systematisch beschrieben ist.
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