Diplomarbeit, 2010
111 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Segmentberichterstattung als Rechnungslegungsinstrument
2.1 Adressaten und Zielsetzung der Segmentberichterstattung
2.2 Notwendigkeit und Bedeutung der Segmentberichterstattung
2.2.1 Diversifikation als Ursache der Segmentberichterstattung
2.2.2 Nutzen der Segmentberichterstattung
2.2.3 Kosten der Segmentberichterstattung
2.2.3.1 Direkte Kosten
2.2.3.2 Indirekte Kosten
2.3 Historische Entwicklung der Standards zur Segmentberichterstattung
2.4 Aktuelle Anwendungsbereiche nach nationalem und internationalem Recht
2.5 Zusammenfassung
3. Qualitative Grundsätze der Segmentberichterstattung
3.1 Überblick
3.2 Entscheidungsnützlichkeit
3.3 Entscheidungsrelevanz
3.4 Verlässlichkeit
3.5 Vergleichbarkeit
3.6 Kosten und Nutzen einer Information
3.7 Konzeptionen der Segmentdatenermittlung
3.7.1 Überblick
3.7.2 Autonomous Entity Approach
3.7.3 Disaggregation Approach
3.8 Segment Value Reporting
3.9 Grundzüge einer wertorientierten Unternehmensberichterstattung
3.9.1 Informationen zur strategischen Bewertung von Segmenten
3.9.1.1 Shareholder-Value-Konzept
3.9.1.2 Discounted Cashflow-Verfahren als Grundlage der Strategiebewertung
3.9.1.3 Würdigung der Ansätze in Hinblick auf die Eignung für die Strategiebewertung
3.10 Zusammenfassung
4. Segmentberichterstattung nach IFRS 8 an Beispielen der Daimler AG und BMW AG
4.1 Aufstellungspflichten
4.1.1 Anwendungsbereich des IFRS 8
4.1.2 Anwendungsbereiche im Rahmen der Zwischenberichterstattung
4.2 Segmentierungskonzeptionen
4.2.1 Management Approach
4.2.2 Risk and Reward Approach
4.3 Segmentierungskriterien
4.3.1 Segmentdefinition und Segmentidentifikation
4.3.2 Quantitative Schwellenwerte
4.3.3 Auszuweisende Segmentinformationen
4.3.3.1 Überblick
4.3.3.2 Segmentergebnis
4.3.3.3 Segmenterträge
4.3.3.4 Segmentvermögen
4.3.3.5 Segmentschulden
4.3.3.6 Segmentübergreifende Angaben
4.4 Segmentbilanzierungs- und Segmentbewertungsmethoden
4.4.1 Bilanzierungsgrundsätze
4.4.2 Symmetrische Zuordnung von Bestands- und Stromgrößen
4.5 Überleitungsrechnungen
4.6 Zwischenfazit
5. Segmentberichterstattung – Schnittstelle zwischen Controlling und Rechnungslegung
5.1 Anforderungen an die interne Segmentberichterstattung zur Erfüllung von Controllingzwecken
5.2 Grundsätze interner Segmentberichterstattung
5.2.1 Segmentkonzeptionen
5.2.2 Segmentbildung
5.2.3 Segmentdaten
5.2.3.1 Umfang und Wesen der Daten
5.2.3.2 Technik der Datengenerierung
5.3 Kompatibilität der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 mit den Controllinganforderungen an einen Segmentbericht
5.3.1 Segmentkonzeptionen
5.3.2 Segmentbildung
5.3.3 Auszuweisende Segmentdaten
5.4 Schlussfolgerungen
5.5 Zusammenfassung
6. Kritische Würdigung und Fazit
Diese Arbeit befasst sich mit der Segmentberichterstattung als Rechnungslegungsinstrument unter IFRS. Ziel ist es, die Auswirkungen des Standards IFRS 8 zu analysieren, insbesondere inwieweit dieser durch den "Management Approach" eine zielgerichtete Transparenz für Investoren schafft und welche Schnittstellen sich daraus für das interne Controlling von Unternehmen ergeben.
2.2.1 Diversifikation als Ursache der Segmentberichterstattung
Bereits im vorherigen Kapitel wurden die Diversifikationsstrategien der Unternehmen und die daraus resultierende Notwendigkeit der Erstellung eines Segmentberichts erwähnt. Der Begriff Diversifikation bedeutet Auffächerung oder Vielfalt. Im wirtschaftlichen Kontext ist damit eine Ausweitung des Sortiments bzw. die Erweiterung des Leistungsangebots eines Unternehmens versinnbildlicht.
Erstmalig wurde der Begriff der Diversifizierung Mitte des 20. Jahrhunderts im anglo-amerikanischen, später auch im deutschen Sprachraum geprägt. Im Zuge der industriellen Entwicklung zeichnete sich bereits zu dieser Zeit ein zunehmender Trend der Unternehmen, ihr Tätigkeitsfeld auf unterschiedlichen Märkten auszuweiten, ab. In der Gegenwart erlangen die operativen Tätigkeiten der Unternehmen in zunehmendem Maße globale Dimensionen. Beispielhaft sei hier die steigende Zahl der Unternehmenszusammenschlüsse im Rahmen einer verstärkten externen Diversifikationsbewegung genannt.
Das Hauptziel der Diversifizierung kann grundsätzlich in der Absicherung des Unternehmens und somit seiner Bestrebung zur dauerhaften Existenz gesehen werden. Aufgrund des vorhandenen Konkurrenzdrucks am Markt sind die Unternehmen gehalten ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten bzw. zu steigern. Aus diesem Primärziel der Unternehmenssicherung lassen sich drei weitere Teilziele ableiten: Wachstum, Rentabilitäts- bzw. Marktwertsteigerung, sowie Risikominderung.
1. Einführung: Hinführung zur Internationalisierung der Rechnungslegung und Erläuterung der Relevanz von Segmentinformationen für den Kapitalmarkt.
2. Segmentberichterstattung als Rechnungslegungsinstrument: Untersuchung des Nutzens, der Notwendigkeit und der Kosten einer differenzierten Berichterstattung sowie der geschichtlichen Entwicklung.
3. Qualitative Grundsätze der Segmentberichterstattung: Analyse der Anforderungen an die Segmentberichterstattung gemäß IFRS-Framework und Konzeptionen zur Segmentdatenermittlung.
4. Segmentberichterstattung nach IFRS 8 an Beispielen der Daimler AG und BMW AG: Praktische Anwendung der IFRS 8-Standards, Konzeptionsanalyse und Analyse der Segmentierungskriterien bei zwei ausgewählten Automobilkonzernen.
5. Segmentberichterstattung – Schnittstelle zwischen Controlling und Rechnungslegung: Analyse der Auswirkungen der Segmentberichterstattung auf das interne Reporting und die Steuerungsprozesse.
6. Kritische Würdigung und Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit des Standards IFRS 8 und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der wertorientierten Unternehmensberichterstattung.
Segmentberichterstattung, IFRS 8, Management Approach, Wertorientierte Unternehmensführung, Controlling, Diversifikation, Investorenorientierung, Segmentabgrenzung, Kapitalmarkt, IAS 14, Finanzberichterstattung, Entscheidungsnützlichkeit, Werttreiber, Performance, Transparenz.
Die Arbeit analysiert die Segmentberichterstattung nach dem internationalen Standard IFRS 8 und beleuchtet deren Rolle als Instrument zwischen externer Rechnungslegung und internem Controlling.
Zentral sind die Anwendung des "Management Approach", die Ermittlung berichtspflichtiger Segmente, die Kosten-Nutzen-Analyse der Publizitätspflichten sowie die Schnittstelle zum internen Controlling.
Das Ziel ist zu prüfen, ob die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 ein geeignetes Instrument darstellt, um die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens für Investoren transparenter und entscheidungsnützlicher darzustellen.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Standardwerken der Rechnungslegung sowie eine praxisorientierte Analyse der Geschäftsberichte der Daimler AG und der BMW AG des Jahres 2008.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Anforderungen des IFRS 8, die Konzeptionen der Segmentbildung, die Handhabung quantitativer Schwellenwerte und die Integration von Controlling-Daten in den externen Bericht.
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Segmentberichterstattung, IFRS 8, Management Approach, wertorientierte Unternehmensführung und Controlling.
Da eine Matrixorganisation intern meist auf unterschiedlichen Dimensionen steuert, führt dies bei der Segmentierung nach IFRS 8 zu Ermessensspielräumen bei der Abgrenzung, da der Standard hier keine eindeutige Vorgabe macht.
Kritiker bemängeln, dass dieser Ansatz die Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen einschränken kann, da das Unternehmen die für die Steuerung relevanten Größen selbst definiert und somit ein gewisser Spielraum für bilanzpolitische Gestaltungen entsteht.
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