Masterarbeit, 2012
185 Seiten, Note: 1,2
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHER TEIL
2.1 Das Selbstkonzept im Kontext der Persönlichkeit
2.1.1 Die Strukturierung des Selbstkonzepts
2.1.2 Theoretische Ansätze
2.1.3 Entwicklungspsychologische Aspekte
2.1.4 Das Selbstkonzept im Kontext der Adoleszenz
2.2 Das menschliche Ohr und dessen Beeinträchtigungen
2.2.1 Anatomie und Physiologie des menschlichen Hörorgans
2.2.2 Das Sujet der Hörbeeinträchtigung
2.2.3 Begriffliche Abgrenzungen
2.2.4 Einteilung von Hörbeeinträchtigungen
2.2.5 Auswirkungen von Hörbeeinträchtigungen
2.2.6 Fördermöglichkeiten auf der medizinisch-technischen Ebene
2.2.7 Kommunikation mit dem Kind mit Hörbeeinträchtigung
2.3 Beschulungsformen von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich Hören
2.3.1 Etymologischer Hintergrund der Begrifflichkeiten Integration und Separation
2.3.2 Sonderpädagogische Sichtweise auf den Integrationsbegriff
Hörgeschädigtenpädagogisches Verständnis der (schulischen) Integration von Personen mit Hörbeeinträchtigung
2.3.3 Die schulische Integration von Menschen mit Hörbeeinträchtigung in ihrer historischen Entwicklung
2.3.4 Von der Integration zur Inklusion
2.3.4.1 Die Sichtweise des inklusiven Konzeptes
2.3.4.2 Abgrenzung zum Konzept der Integration
2.3.4.3 Ziele der Inklusion
2.3.5 Modelle der schulischen Integration von Kindern mit einer Hörbeeinträchtigung in Deutschland
2.3.5.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen
2.3.5.2 Mobiler Sonderpädagogischer Dienst
2.3.6 Förderzentrum - begriffliche Bestimmung und Aufgabenbeschreibung
2.3.7 Voraussetzungen für die schulische Integration von Personen mit Hörbeeinträchtigung
2.3.7.1 Räumliche, organisatorische und technische Aspekte
2.3.7.2 Didaktisch-methodische Aspekte
2.3.7.3 Personale Aspekte
2.3.8 Vor- und Nachteile der schulischen Integration von Personen mit Hörbeeinträchtigung
2.3.8.1 Vorteile einer integrativen Beschulung
2.3.8.2 Risiken einer integrativen Beschulung
2.3.8.3 Vorteile einer segregativen Beschulung
2.3.8.4 Nachteile einer segregativen Beschulung
2.4 Stand der gegenwärtigen Forschung
2.5 Forschungsanliegen und Thesen der vorliegenden Studie
Forschungsthesen
3 EMPIRISCHER TEIL
3.1 Ansätze der quantitativen Sozialforschung
3.2 Anforderungen an Studien der quantitativen Sozialforschung
3.3 Grundkonzeption der empirischen Studie
3.3.1 Überblick über die gewählte Methodologie
3.3.2 Beschreibung der Datenerhebungsinstrumente
3.3.3 Beschreibung der Stichprobe
3.3.4 Durchführung der empirischen Studie
3.3.5 Methode der Datenauswertung
4 ERGEBNISSE
4.1 Deskriptive Ergebnisse
4.2 Zusammenfassende Betrachtung
5 DISKUSSION
5.1 Diskursive Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der empirischen
5.1.1 Diskursive Auseinandersetzung mit den Thesen
5.1.2 Diskursive Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der hörbeeinträchtigungsspezifischen Items
5.1.3 Diskursive Auseinandersetzung mit den Ergebnissen des modifizierten Selbstkonzept-Inventars
5.2 Methodenkritische Betrachtung
6 FAZIT
Empfehlungen
7 LITERATUR
Die Arbeit untersucht das Selbstkonzept von Schülerinnen und Schülern mit einer Hörbeeinträchtigung im Kontext verschiedener Beschulungsformen, wobei eine Gegenüberstellung von Förder- und integrativer Beschulung im Vordergrund steht. Zentral ist dabei die Frage, inwieweit die jeweilige schulische Umgebung das Selbstbild und das psychosoziale Empfinden dieser Jugendlichen beeinflusst.
Die schulische Integration von Menschen mit Hörbeeinträchtigung in ihrer historischen Entwicklung
Wenngleich bislang eine Konzentration auf den integrativen Gedanken stattfand, der in der vorliegenden Arbeit in der Gegenüberstellung von Förder- und Regelschule aufgrund seiner qualitativen Gegensätzlichkeit zum Gedankengut der Förderbeschulung eine maßgebliche Rolle spielt, so handelt es sich letztlich nur um eine Perspektive der Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung beziehungsweise mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Beschulung dieser Schülerschaft können als Phasen einer historischen Entwicklung beschrieben werden:
Die Anfänge der Hörgeschädigtenpädagogik lassen sich auf das 16. Jahrhundert datieren. Die bis dahin gängige Auffassung von der Bildungsunfähigkeit von Menschen mit Hörbeeinträchtigung, deren Kommunikation mit der Umgebung sich auf einfachste Gesten und Zeichen beschränkte und die eine Exklusion von Bildungsangeboten nach sich zog, wurde erstmals durch den Philosophen Cardanus widerlegt, der den Zusammenhang zwischen Taubheit und Sprachlosigkeit negierte und den Betroffenen Intelligenz sowie Bildungsvermögen zusprach (Hollweg 1999, S. 62). Es folgten erste, vornehmlich den Adel einbeziehende Bildungsversuche. So erzielte der Benediktinermönch Pedro Ponce de Leon (1510-1584) in der lautsprachlichen Unterrichtung von 12 Kindern aus dem Hochadel große Erfolge.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die UN-Behindertenrechtskonvention als Grundlage für die schulische Inklusion und führt in die Problematik des Selbstkonzepts bei Jugendlichen mit Hörbeeinträchtigung im Spannungsfeld zwischen Förder- und Regelschule ein.
2 THEORETISCHER TEIL: Dieser Abschnitt erörtert psychologische Grundlagen des Selbstkonzepts, bietet eine Einführung in die Anatomie des menschlichen Ohrs sowie eine detaillierte Analyse der Beschulungskontexte und -modelle für hörbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche.
3 EMPIRISCHER TEIL: Im empirischen Teil wird das methodische Vorgehen der quantitativen Umfrageforschung dargelegt, einschließlich der Beschreibung der Stichprobe, der Datenerhebungsinstrumente und der statistischen Datenauswertung.
4 ERGEBNISSE: Hier werden die deskriptiven Ergebnisse der Studie präsentiert und mit den theoretischen Annahmen in Verbindung gesetzt, wobei der Fokus auf den Unterschieden zwischen den Beschulungsformen liegt.
5 DISKUSSION: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse kritisch hinsichtlich der aufgestellten Forschungsthesen und bietet eine methodenkritische Auseinandersetzung mit dem gewählten Forschungsdesign.
6 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und leitet daraus konkrete Empfehlungen für die schulische Praxis ab.
Selbstkonzept, Hörbeeinträchtigung, schulische Integration, Inklusion, Förderzentrum, Regelschule, Adoleszenz, Hörschädigung, Identitätsbildung, quantitative Sozialforschung, Gehörlosigkeit, Schwerhörigkeit, Schulerfolg, Kommunikationsformen.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des Selbstkonzepts von Jugendlichen mit Hörbeeinträchtigung und wie sich unterschiedliche Beschulungsformen (Förderschule im Vergleich zu integrativer Regelschulbeschulung) auf ihre Persönlichkeitsentwicklung auswirken.
Die zentralen Themen sind pädagogische Psychologie, sonderpädagogische Förderbedarfe im Bereich Hören, Konzepte der schulischen Integration und Inklusion sowie empirische Methoden der Sozialforschung.
Ziel ist es zu überprüfen, ob sich Jugendliche in integrativen Settings durch ein positiver ausgeprägtes Selbstkonzept auszeichnen als ihre Altersgenossen an speziellen Fördereinrichtungen.
Es wurde ein quantitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer schriftlichen Befragung mittels Fragebögen basiert, deren Daten mithilfe statistischer Verfahren (SPSS) ausgewertet wurden.
Der theoretische Teil beleuchtet die Definitionen und Strukturen des Selbstkonzepts, bietet medizinisches Fachwissen zu Hörschädigungen und analysiert die gesetzlichen sowie strukturellen Rahmenbedingungen der Integration, gefolgt vom empirischen Teil zur Datenerhebung.
Die wichtigsten Begriffe sind das Selbstkonzept, Hörbeeinträchtigung, Integration, Inklusion, Förderschule und Regelschule.
Die Studie geht davon aus, dass eine frühe Diagnose einen besseren Zeitrahmen zur konstruktiven Integration und Aufarbeitung der Hörbeeinträchtigung im eigenen Selbstbild bietet.
Es zeigte sich eine Tendenz, dass Jugendliche mit einem Cochlear Implantat sich in bestimmten Subskalen des Selbstkonzepts tendenziell vertrauensvoller oder attraktiver einschätzen, was laut Ergebnissen jedoch auch durch eine geringe Stichprobengröße beeinflusst sein könnte.
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