Diplomarbeit, 2008
83 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 GRUNDLAGEN
2.1 SPEKULATION
2.2 HEDGEFONDS
2.2.1 Terminus
2.2.2 Merkmale
2.2.3 Abgrenzung zu anderen Anlageformen
2.2.4 Aufbau und Organisation
2.2.5 Strategieüberblick
3 BEDEUTUNG DES INTERNATIONALEN HEDGEFONDS-MARKTES
3.1 GRÖSSE UND ENTWICKLUNG
3.2 LEVERAGE
3.3 PERFORMANCE
3.3.1 Betrachtung des Alpha
3.3.2 Problematik der Datenerhebung
3.4 EINSCHÄTZUNG SYSTEMISCHER RISIKEN
3.4.1 Rolle der Primebroker
3.4.2 Direkter Einfluss auf Finanzmärkte
3.4.3 Spezielle Rolle des Leverage
3.4.4 Bedeutung von Kreditderivaten
3.5 ZWISCHENFAZIT
4 AUSGEWÄHLTE HEDGEFONDS-STRATEGIEN: INEFFIZIENZÜBERWINDUNG ODER RISIKOÜBERNAHME?
4.1 DISTRESSED DEBT
4.1.1 Entwicklung der Distressed-Debt-Märkte
4.1.2 Ineffizienzen
4.2 RISK/MERGER ARBITRAGE
4.2.1 Rendite
4.2.2 Ineffizienzen
4.2.2.1 Transaktionskosten und andere Anlagebeschränkungen
4.2.2.2 Informationsasymmetrien
4.2.3 Ergebnisse
4.3 CAPITAL STRUCTURE ARBITRAGE
4.3.1 Convertible Bond Arbitrage
4.3.1.1 Dynamisches Delta-Hedging
4.3.1.2 Berücksichtigung des Gamma
4.3.1.3 Ineffizienz oder höherdimensionales Risiko?
4.3.1.4 Zwischenfazit
4.3.2 Skizzierung weiterer Strategien
4.4 FIXED INCOME ARBITRAGE
4.4.1 Interest Rate Swap Spread Arbitrage
4.4.1.1 Risiken
4.4.1.2 Ineffizienz oder Risikoprämie?
4.4.2 Weitere Strategien und Ergebnisse
4.5 OPPORTUNISTISCHE STRATEGIEN
4.5.1 Global Macro
4.5.1.1 Probleme bei der Bestimmung von Ineffizienzen
4.5.1.2 Risikoprofil von Trendfolgestrategien
4.5.2 Emerging Markets
4.5.3 Negativer Einfluss auf Preisbildung
5 ABSCHLUSSBETRACHTUNG
Diese Arbeit untersucht den Einfluss von Hedgefonds auf die Effizienz von Kapitalmärkten und die Risikoallokation. Dabei wird analysiert, ob diese spekulativen Marktakteure durch die systematische Ausnutzung von Ineffizienzen zur Marktstabilität beitragen oder ob ihre Aktivitäten primär riskante Spekulationen darstellen, die systemische Risiken bergen.
4.1.1 Entwicklung der Distressed-Debt-Märkte
In seiner aktuellen Studie zu Distressed-Debt-Märkten stellt Altman (2006) fest: “One of the most remarkable developments in finance in the past few decades has been the way in which (…) securities of distressed companies have gained legitimate status as important alternative asset classes for many types of institutional investors”. Die Hauptursache für diese Entwicklung sieht der Verfasser im starken Wachstum und im Erfolg der Distressed-Debt-Strategien von Hedgefonds (aber auch private equity funds): Gab es im Jahr 2000 nur ca. 100 spezialisierte Distressed-Debt-Fonds in den USA und einige wenige in Europa, so waren es im Jahr 2006 bereits ca. 160 in den USA und etwa 30 in Europa. Wie aus der folgenden Grafik ersichtlich wird, hat sich das Nominalvolumen (face value) von distressed und defaulted debt securities von 1998 bis 2002 in etwa verzehnfacht.
1 EINLEITUNG: Darstellung der kontroversen öffentlichen Diskussion um Hedgefonds und Definition der Forschungsfrage bezüglich Effizienz und Risiko.
2 GRUNDLAGEN: Einführung in die Begriffe Spekulation und Hedgefonds, Erläuterung der Merkmale, des Aufbaus und des Strategieüberblicks.
3 BEDEUTUNG DES INTERNATIONALEN HEDGEFONDS-MARKTES: Analyse von Größe, Entwicklung, Performance sowie systemischen Risiken und der Rolle von Kreditderivaten.
4 AUSGEWÄHLTE HEDGEFONDS-STRATEGIEN: INEFFIZIENZÜBERWINDUNG ODER RISIKOÜBERNAHME?: Detaillierte Untersuchung spezifischer Strategien wie Distressed Debt, Arbitrage-Ansätzen und opportunistischen Strategien hinsichtlich ihrer Risikostruktur.
5 ABSCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Rolle von Regulierungsbehörden.
Hedgefonds, Finanzmärkte, Effizienz, Risikoallokation, Arbitrage, Leverage, Distressed Debt, Performance, Systemische Risiken, Kapitalmärkte, Primebroker, Kreditderivate, Marktliquidität, Spekulation, Anlagestrategien.
Die Diplomarbeit analysiert die Rolle von Hedgefonds auf den internationalen Finanzmärkten, wobei der Fokus auf deren Beitrag zur Markteffizienz und der Risikoallokation liegt.
Die zentralen Themen umfassen die Struktur von Hedgefonds, die Bedeutung von Leverage, die Performancemessung und eine detaillierte Analyse verschiedener Anlagestrategien.
Das Ziel ist es zu klären, ob Hedgefonds Ineffizienzen am Markt systematisch ausnutzen und somit die Markteffizienz fördern, oder ob ihre Renditen lediglich Prämien für die Übernahme hoher Risiken darstellen.
Es handelt sich um eine theoretische und empirische Untersuchung, die auf der Analyse von Fachliteratur, Datenberichten internationaler Organisationen (z.B. IWF, EZB) und der Auswertung spezifischer Indizes basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Marktbetrachtung, eine systemische Risikoanalyse und eine vertiefende Untersuchung spezifischer Strategien wie Distressed Debt, Merger Arbitrage und Global Macro.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Markteffizienz, Risikoallokation, Arbitrage, Leverage-Effekt, systemische Risiken und Hedgefonds-Strategien charakterisieren.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Hedgefonds durch hohe Handelsumsätze – insbesondere in komplexen Derivatemärkten – die Liquidität und Preisfindung fördern, auch wenn dies mit Stabilitätsrisiken verbunden sein kann.
Hoher Leverage kann in Stressphasen zu erzwungenen Asset-Verkäufen führen, die wiederum Herdenverhalten verstärken und so eine destabilisierende Wirkung auf das gesamte Finanzsystem haben können.
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