Examensarbeit, 2009
66 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Begründung der Themenwahl
1.2 Darstellung der Lehrerfunktionen
1.3 Legitimation des Unterrichtkonzeptes
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Was Kinder an Tieren fasziniert
2.2 Gründe für die Tierhaltung an der Schule
4.1.1 Vor- und Nachteile des Terrariums
3. Zusammenhang zwischen der Lebenswelt der Lerngruppe und ihrem Sozialverhalten
3.1 Vorstellen der Lerngruppe
3.2 Tierhaltung und Grundzüge sozialen Verhaltens - ein Vergleich der Lerngruppe mit deutschlandweiten Ergebnissen
3.3 Konsequenzen aus der Meinungsumfrage
4. Konzeption des Unterrichtsvorhabens
4.1 Vorstellung des Unterrichtskonzepts
4.1.2 Vorüberlegungen zur Auswahl des Tieres am Beispiel der » Großen Achatschnecke«
4.2 Lernvoraussetzungen
4.3 Durchführung des Unterrichtskonzepts „Wir richten ein Terrarium mit Achatschnecken ein
4.3.1 Die Planung
4.3.2 Die Durchführung
4.3.3 Die Betreuung
5. Fazit
5.1 Die Veränderungen im Sozialverhalten der Lerngruppe nach dem Projekt
5.2 Schlussfolgerungen
6. Abschlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht, inwieweit der unterrichtliche Einsatz eines Terrariums mit Achatschnecken in einer Orientierungsstufe die soziale Kompetenz, das Verantwortungsbewusstsein sowie das kooperative Verhalten der Schüler fördern und als Mittel zur Vermittlung von Werten im Biologieunterricht dienen kann.
1.1 Begründung der Themenwahl
„Die Klasse ist unheimlich lieb und nett, aber Gruppenarbeiten können Sie dort schlecht durchführen, denn untereinander gibt es immer wieder Streit und großes Chaos. Viele können nicht miteinander arbeiten, achten Sie deshalb darauf, wer neben wem sitzt.“ Das waren die ersten Worte, die die Klassenlehrerin an mich richtete, als ich ihre sechste Klasse in Biologie unterrichtete. Und ihre Worte bewahrheiteten sich, fast wöchentlich wechselten die Zusammenstellungen an Schülern und Schülerinnen, die miteinander ein konfliktträchtiges Verhältnis zeigten und weit auseinander gesetzt werden mussten. Jegliche Art des kooperativen Arbeitens war von der Vorrausetzung geprägt, dass die Schüler sich ihre Gruppenmitglieder selbst aussuchen konnten. Besonders die für die Altersstufe typische Abgrenzung der Geschlechter ging soweit, dass geschlechtsheterogene Gruppen auch in sehr kurzen Arbeitsphasen nicht miteinander arbeiten konnten.
Nach einer Unterrichtsstunde sprach ein Schüler mich auf das Aquarium an, das in einer Raumecke auf einem Spültisch stand. Es zeigte sich, dass dieses vollfunktionsfähig war, aber keine weitere Verwendung mehr fand. In der nächsten Unterrichtsstunde wurde dies thematisiert und sofort war das Interesse aller Schüler geweckt, es mit Tieren zu besetzen. So entstand die Idee des Projekts „Wir richten ein Terrarium mit Achatschnecken ein“.
Doch wie ist der Einsatz von Lebewesen in der Schule zu realisieren? Welcher organisatorischer Aufwand steckt hinter dem Einsatz von Tieren und von wem ist er zu leisten? Inwieweit können Lebewesen als Miterzieher wirken und eine reziproke Erziehung der Schüler bewirken und welchen Effekt hat der Einsatz von Lebewesen auf Schüler? Diese Fragen sollen, indem sich der Fokus auf die erzieherischen und organisatorischen Dimensionen des Einsatzes richten, in der vorliegenden Arbeit beantwortet werden.
1. Einleitung: Die Themenwahl wird aus der Beobachtung von Defiziten im Sozialverhalten und dem Wunsch nach kooperativeren Lernformen abgeleitet.
2. Theoretischer Hintergrund: Es wird die pädagogische Bedeutung von Tierhaltung zur Förderung von Sozialkompetenz und Motivation erörtert sowie das gewählte Tier (Achatschnecke) analysiert.
3. Zusammenhang zwischen der Lebenswelt der Lerngruppe und ihrem Sozialverhalten: Eine Ist-Analyse des Sozial- und Arbeitsverhaltens der Klasse 6 vor Projektbeginn zeigt deutliche Defizite auf.
4. Konzeption des Unterrichtsvorhabens: Dieses Kapitel beschreibt die Planung, Organisation und praktische Durchführung der Einrichtung eines Schneckenterrariums sowie der zugehörigen Versuchsreihen.
5. Fazit: Die Evaluation belegt positive Veränderungen im Sozialverhalten, eine gestiegene Kooperationsbereitschaft und den Zuwachs an Verantwortungsbewusstsein bei den Schülern.
6. Abschlussbemerkungen: Die Autorin unterstreicht den Erfolg des Konzepts und plädiert für die Fortführung von Tierprojekten in der Schule.
Biologieunterricht, Terrarium, Achatschnecken, Sozialkompetenz, Gruppenarbeit, Kooperation, Verantwortungsbewusstsein, Orientierungsstufe, Handlungsorientierung, Tierhaltung, Sozialverhalten, Naturerfahrung, Methodenkompetenz, Schultiere.
Die Arbeit dokumentiert die Entwicklung und Erprobung eines Konzepts, bei dem Schüler einer 6. Klasse ein Terrarium mit Achatschnecken einrichten, um soziale Kompetenzen und Verantwortungsbewusstsein zu stärken.
Im Zentrum stehen die erzieherischen Dimensionen von Tierhaltung in der Schule, die Förderung kooperativer Lernformen und der Abbau von aggressivem Verhalten.
Es wird untersucht, inwieweit der Einsatz von Lebewesen als "Miterzieher" einen sozialen Lernzuwachs bei Schülern bewirken kann.
Die Untersuchung basiert auf einem Mixed-Methods-Ansatz, bestehend aus Fragebögen vor und nach dem Projekt, teilnehmender Beobachtung durch die Lehrkraft sowie der Reflexion von Schüler-Tagebüchern.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Ist-Analyse der Lerngruppe sowie die detaillierte Planung und Durchführung des Unterrichtsvorhabens.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Sozialkompetenz, Handlungsorientierung, kooperative Lernformen und naturwissenschaftliches Arbeiten am Originalobjekt aus.
Sie ist pflegeleicht, ganzjährig aktiv, bietet durch ihre Größe gute Beobachtungsmöglichkeiten für Versuche und eignet sich ideal, um Ekel abzubauen und biologische Prozesse zu verdeutlichen.
Gruppenarbeit dient nicht nur der Wissensvermittlung, sondern ist das zentrale Instrument zur Steigerung der sozialen Interaktion und zur Auflösung der geschlechtsspezifischen Spaltung innerhalb der Klasse.
Die Evaluation zeigt einen Rückgang des Streitpotenzials und eine Zunahme der Bereitschaft, sich in kooperative Ordnungen einzufügen, insbesondere bei den männlichen Schülern.
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