Wissenschaftlicher Aufsatz, 2010
25 Seiten
1 Die Mediennutzung und Medienforschung
1.1 Das Motiv und der Kontext
1.2 Der kontextbezogene Ansatz
2 Überblick über Forschungsstudien in Deutschland/ Standarduntersuchungen
2.1 Kontext/Cluster/Sinus Milieus
2.2 Arbeitsgemeinschaft Leseranalyse/ Informationsstelle Werbeträgerforschung
2.3 Allensbacher Werbeträger Analyse
2.4 Arbeitsgemeinschaft Media Analyse
2.5 Langzeitstudie Massenkommunikation
2.6 Medien Nutzer Typologie (MNT)
3 Entwicklung der Mediennutzung (TV, Hörfunk, Tageszeitung, Kino, Online)
3.1 Verbreitung und Entwicklung der Mediennutzung
3.2 TV
3.3 Hörfunk
3.4 Print
3.5 Kino
3.6 Online
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Theorien und Strukturen der Mediennutzung in Deutschland. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse verschiedener Forschungsstudien und Instrumente zur Reichweitenmessung sowie der Entwicklung der Mediennutzung über verschiedene Gattungen hinweg, um ein tieferes Verständnis für das Zusammenspiel von Medien, Inhalten und Zielgruppenverhalten zu gewinnen.
1.1 Das Motiv und der Kontext
Laut Meyen kann man zwei theoretische Ansätze in der Mediennutzungsforschung vergleichen: den motivationalen, bedürfnisbezogenen Ansatz und den kontextbezogenen.
Der motivationale bedürfnisbezogene Ansatz entwickelt sich innerhalb der Psychologie und spiegelt die menschlichen Grundbedürfnisse wieder. Neben dem „Bedürfnis“ sind „Motiv“, „individuelles Handeln“ und „kollektives Verhalten“ vorherrschende Grundbegriffe. Grundannahme ist, dass der Mensch über seine Bedürfnisse Auskunft geben kann.
Theoretische Ausgangsgrundlage ist hierbei die fünfstufige Bedürfnispyramide des Psychologen Abraham Maslow. Neben den hierarchisch angeordneten Bedürfnissen wie „physiologische Bedürfnisse“ (also Nahrungsmittel), „Sicherheitsbedürfnisse“ (Wohnung), „soziale Bedürfnisse“ (Liebe), findet man das „Bedürfnis nach Medien“ bei Maslow noch nicht. Bei der Mediennutzung spielt ein Bündel von Motiven eine Rolle, was der Maslowsche Ansatz nicht zulässt. Implizit hat Maslow die Funktionen der Massenmedien als Informationsquelle, Unterhaltungsfaktor und als Identifikationsfaktor sowie als soziales Interaktionsmedium nicht erkannt. McQuail hat die Maslowsche Theorie der hierarchischen Bedürfnispyramide um das Motiv Massenkommunikation.
Einen guten Überblick über die großen theoretischen Ansätze liefert Meyen. Grundsätzlich, so Meyen, fehlt jedoch einer „Theorie der Mediennutzung“.
1 Die Mediennutzung und Medienforschung: Das Kapitel erläutert die Grundphasen der Mediennutzung und stellt theoretische Ansätze zur Erklärung von Medienwahl und -rezeption vor.
2 Überblick über Forschungsstudien in Deutschland/ Standarduntersuchungen: Es werden zentrale deutsche Institute und Studienformate wie die AWA, die AG.MA und die Medien Nutzer Typologie (MNT) detailliert beschrieben.
3 Entwicklung der Mediennutzung (TV, Hörfunk, Tageszeitung, Kino, Online): Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Entwicklungen und Nutzungsstrukturen der einzelnen Mediengattungen sowie aktuelle Trends in der Werbefinanzierung.
Mediennutzung, Medienforschung, Reichweitenmessung, TV, Hörfunk, Printmedien, Onlinemedien, Werbemarkt, Mediennutzer-Typologie, Zielgruppenanalyse, Programmplanung, Konsumverhalten, Sozioökonomische Faktoren, Marktanalysen, Mediensozialisation
Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Mediennutzung sowie den verschiedenen Methoden und Studien, mit denen in Deutschland das Medienverhalten und die Reichweiten von Medienangeboten erfasst werden.
Die zentralen Themenfelder sind die psychologischen und soziologischen Erklärungsmodelle für Mediennutzung, der Überblick über bedeutende deutsche Standardstudien (z.B. AWA, MA) sowie die aktuelle Marktsituation der einzelnen Mediengattungen.
Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für das komplexe Zusammenspiel von Medientechnologie, individuellen Nutzermotiven und den Interessen der Werbewirtschaft zu vermitteln.
Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Studienanalyse, um die verschiedenen Forschungstraditionen der Kommunikationswissenschaft und der kommerziellen Marktforschung gegenüberzustellen und zu erläutern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung der deutschen Forschungsstudien sowie eine spezifische Analyse der Entwicklungen bei Fernsehen, Hörfunk, Print, Kino und Online-Medien.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Mediennutzung, Reichweitenmessung, Werbemarkt, Zielgruppen, Marktforschung, Digitalisierung und Mediensozialisation.
Die MNT ermöglicht es, das Medienverhalten der Rezipienten über demografische Daten hinaus nach Lebensstil, Interessen und Präferenzen zu segmentieren, um eine zielgenauere Programm- und Werbeplanung zu ermöglichen.
Aufgrund seiner hohen Verbreitung, der einfachen Bedienbarkeit über Generationen hinweg und seiner Fähigkeit, große Gemeinschaften durch Events und ritualisierte Nutzung anzusprechen, nimmt das TV in Deutschland einen Spitzenplatz ein.
Das Internet fungiert zunehmend als eigenständiger Kommunikationskanal sowie als ergänzendes Medium zu klassischen Gattungen, was die Werbeindustrie dazu zwingt, ihre Budgets und Strategien in Richtung multimedialer Kampagnen anzupassen.
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