Magisterarbeit, 1998
174 Seiten, Note: 1,00
1. DER BIOGRAPHISCHE UND GEISTIGE WERDEGANG VON WILHELM RÖPKE
1.1 Die Jahre der Formierung (1899-1919)
1.2 Die entscheidenden Jahre (1919-1933)
1.3 Die Zeit des Exils (1933-1966)
1.4 Der tabellarische Lebenslauf
2. DIE TRILOGIE DER WERKE ‘DIE GESELLSCHAFTSKRISIS DER GEGENWART’, ‘CIVITAS HUMANA’ UND ‘INTERNATIONALE ORDNUNG’
2.1 Einführung in die Trilogie
2.1.1 Der Begriff der Krisis
2.1.2 Der Begriff des Neoliberalismus versus Ordoliberalismus
2.2 Die Gesellschaftskrisis der Gegenwart
2.2.1 Die politische und ökonomische Revolution
2.2.2 Der Rationalismus im Werk von Röpke
2.2.2.1 Die historische Interferenz als Voraussetzung des Rationalismus
2.2.2.2 Der Rationalismus und seine Formen
2.2.2.3 Die Irrwege des Rationalismus
2.2.3 Das Bekenntnis zur christlichen Soziallehre
2.2.4 Staatsverfassung und Wirtschaftsverfassung
2.2.4.1 Der gesunde und der kranke Staat
2.2.4.2 Die Interessenvertreter als Gefahr für den gesunden Staat
2.2.4.3 Presse, Richter und Wissenschaft als Gegengewichte im gesunden Staat
2.2.4.4 Die Vermassung der Gesellschaft als Anzeichen eines kranken Staates
2.2.4.5 Die Grenzen des Marktes und der Wirtschaftsverfassung
2.2.4.5.1 Sozialer Rationalismus
2.2.4.5.2 Die geistig-moralische Klammer
2.2.4.5.3 Nobilitas naturalis
2.2.4.5.4 Asymmetrie der Marktwirtschaft
2.2.4.5.5 Politische Rahmenbedingungen der Marktwirtschaft
2.2.4.6 Liberale Demokratie angelsächsischer Prägung vs. jakobinischer Demokratie
2.2.5 Die Internationale Ordnung und Europa
2.2.5.1 Wirtschaftliche Probleme der Internationalen Ordnung
2.2.5.2 Die „alte“ Weltwirtschaft
2.2.5.3 Die „neue“ Weltwirtschaft und ihre Problembereiche
2.2.5.3.1 Die europäische Wirtschaftsintegration
2.2.5.3.2 Die Kluft zwischen „entwickelten“ und „unentwickelten“ Ländern
2.2.5.3.3 Der internationale Kapitalverkehr
3. SCHLUßBETRACHTUNG
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das wissenschaftliche Gesamtwerk von Wilhelm Röpke in den Kontext seines biographischen Werdegangs und der zeitgeschichtlichen Krisenphänomene des 20. Jahrhunderts zu stellen, um Röpkes Lösungsansätze für eine stabile Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung zu beleuchten.
2.1.1 Der Begriff der Krisis
Das Wort ‘Krise’ hat bei Röpke doppelte Bedeutung. Im allgemeinen Sprachgebrauch kann mit dem Wort ‘Krise’ die Störung eines geordneten Systems ausgedrückt werden. Die ‘Krise’ steigert sich zur Katastrophe, wenn die Existenz des geordneten Systems so stark erschüttert wird, daß sämtliche Ordnungsprinzipien bedroht sind. Röpke transformierte den allgemeinen Krisenbegriff auf die Wirtschaftskrise. Das wirtschaftliche Erwerbsleben bildete nach Röpke die Grundvoraussetzung dafür, daß die Bevölkerung sich versorgen kann. Es sei „alles Wesentliche, um das das Leben sich schwingt“ über Jahrhunderte gleichgeblieben, wie zum Beispiel „Nahrung und Liebe, Arbeit und Muße, Religion, Natur und Kunst“.
So könne Arbeitslosigkeit die materielle und immaterielle Versorgung der Bevölkerung erheblich stören. Die Folgen der Arbeitslosigkeit störten das noch geordnete System der Wirtschaft bis sich das System selbst zur Disposition stellt. Zu dieser Krisendefinition kommt bei Röpke noch eine andere Bedeutung des Begriffs hinzu. ‘Krisis’ beschreibt im medizinischen Bereich den Zustand eines „Patienten“, in welchem er sich entscheidet, ob die Phase der Genesung oder der Tod folgt. Der „Patient“ ist bei Röpke, dem Sohn eines Arztes, die Gesellschaft, die sich nach dem Krieg entscheiden mußte, ob sie den Neuanfang wagt oder in Gewohnheiten steckenbleibt.
1. DER BIOGRAPHISCHE UND GEISTIGE WERDEGANG VON WILHELM RÖPKE: Dieses Kapitel zeichnet Röpkes Lebensweg von seiner Kindheit über seine akademische Karriere bis hin zum Exil nach, um die Entstehung seiner theoretischen Grundlagen zu erläutern.
2. DIE TRILOGIE DER WERKE ‘DIE GESELLSCHAFTSKRISIS DER GEGENWART’, ‘CIVITAS HUMANA’ UND ‘INTERNATIONALE ORDNUNG’: Das zentrale Kapitel analysiert Röpkes Hauptwerke und untersucht zentrale Begriffe wie Krise, Rationalismus, sowie das Verhältnis von Staat und Markt.
3. SCHLUßBETRACHTUNG: Das Fazit fasst Röpkes Beitrag zur liberalen Ideengeschichte zusammen und bewertet seine Bedeutung für die Analyse gesellschaftlicher Transformationsprozesse nach 1914.
Wilhelm Röpke, Gesellschaftskrise, Dritter Weg, Soziale Marktwirtschaft, Liberalismus, Ordoliberalismus, Rationalismus, christliche Soziallehre, Massengesellschaft, Staatsverfassung, Wirtschaftspolitik, Vermassung, Eigentum, Interferenz, Konjunkturpolitik
Die Arbeit untersucht das wissenschaftliche Werk des Ökonomen Wilhelm Röpke, insbesondere sein Bemühen, gesellschaftliche Krisen durch eine interdisziplinäre Betrachtung von Ökonomie, Soziologie und christlichen Werten zu lösen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der modernen Industriegesellschaft, der Kritik am Kollektivismus sowie der Suche nach einer stabilen Ordnung, die sowohl wirtschaftliche Freiheit als auch moralische Orientierung bietet.
Ziel ist es, Röpkes Konzepte – wie den „dritten Weg“ zwischen Kapitalismus und Sozialismus – verständlich zu machen und ihre Relevanz für das Verständnis zeitgenössischer gesellschaftlicher Umbrüche aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine ideengeschichtliche und analytische Methode, um Röpkes Schriften in ihre historischen Kontexte einzuordnen und seine philosophischen sowie nationalökonomischen Konzepte kritisch zu hinterfragen.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse von Röpkes großer Trilogie, seine Definition von Krisis und Rationalismus sowie seine Vorstellungen einer idealen Wirtschafts- und Staatsverfassung.
Schlüsselbegriffe sind die „Gesellschaftskrisis“, der „Dritte Weg“, die „Soziale Marktwirtschaft“ sowie Röpkes Konzept der „historischen Interferenz“.
Röpke lehnte den Begriff „Neoliberalismus“ aufgrund seiner ideologischen Aufladung ab und forderte stets eine stärkere soziologische und moralische Fundierung, was ihn in Konflikt mit den Vertretern des reinen Marktliberalismus brachte.
Trotz inhaltlicher Übereinstimmungen bei der Kritik am Materialismus und Kollektivismus blieb Röpkes Verhältnis zur katholischen Soziallehre aufgrund konfessioneller Differenzen und abweichender methodischer Zugänge ambivalent und spannungsgeladen.
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