Masterarbeit, 2021
224 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Relevanz von Mitarbeiter*innenbindung
2.1 Perspektive der Organisation
2.2 Perspektive der Mitarbeiter*innen
2.3 Perspektive der Kinder- und Jugendhilfe
2.4 Zwischenfazit
3. Risiken übermäßiger Bindung (Overcommitment)
4. Einfluss gesellschaftlicher Rahmenbedingungen für Commitment in der Kinder- und Jugendhilfe
4.1 Fachkräftemangel
4.2 Arbeits- und Organisationsformen
4.3 Wertewandel und Generationenunterschiede
4.4 Zwischenfazit
5. Mitarbeiter*innenbindung – wissenschaftliche Konzeptualisierungen
5.1 Bindung im Kontext der Arbeits- und Organisationspsychologie
5.2 Formen von Organisationalem Commitment
5.2.1 Affektives Commitment
5.2.2 Kalkulatorisches Commitment
5.2.3 Normatives Commitment
5.3 Multiples Commitment
5.3.1 Führungsstil
5.3.2 Arbeitsaufgaben und -tätigkeiten
5.3.3 Team
5.3.4 Karriere
5.3.5 Organisation
5.4 Organisationale Identifikation
5.5 Zwischenfazit
6. Empirische Untersuchung zur Mitarbeiter*innenbindung am Beispiel der Hilfen zur Erziehung
6.1 Forschungsdesign und -methoden sowie Ablauf des Vorgehens
6.2 Auswertung
6.2.1 Ergebnisse und Hypothesen
6.2.2 Kritische Betrachtung der empirischen Ergebnisse in Bezug zur theoretischen Commitment-Forschung
7. Fazit und mögliche Konsequenzen für die Praxis der Sozialen Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Feld der Mitarbeiter*innenbindung in Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe (KJH). Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, welche Faktoren die Bindung der Mitarbeiter*innen an ihre Organisation beeinflussen und inwiefern sich empirisch ausschlaggebende Determinanten identifizieren lassen, um dieser im Kontext des wachsenden Fachkräftemangels proaktiv zu begegnen.
2.1 Perspektive der Organisation
Aus Organisationssicht scheint Mitarbeiter*innenbindung eine deutlich zentrale Ressource darzustellen. Im Fachdiskurs wird angenommen, dass Bindung mit erhöhtem Engagement und erhöhter Loyalität gegenüber Dritten einhergeht. (Felfe 2020: 15) So wird postuliert, dass sich Mitarbeiter*innen, die sich in hohem Maße mit der Organisation identifizieren und verbunden fühlen, stärker für die organisationsspezifischen Werte und Ziele engagieren. Treue und Loyalität drücken sich insb. in Zeiten organisationaler Veränderungsprozesse durch eine erhöhte Bereitschaft, neue Entwicklungen zu akzeptieren, aus. (Ebd.: 12) Besonders die Tatsache, dass NPO heutzutage komplexen und dynamischen Herausforderungen gesellschaftlicher Veränderungen unterliegen, in denen Wandlungsprozesse durchaus üblich erscheinen, werden auch für NPO die Anforderungen an organisationale Veränderungsprozesse bezügl. Veränderungsmanagement, Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit zunehmen. Mitarbeiter*innen, die sich langfristig an die Organisation binden und in diesen Wandlungsprozessen bereit sind, neue Veränderungen zu akzeptieren, bilden für den Organisationserfolg daher eine ganz spezifisch wichtige Ressource.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Mitarbeiter*innenbindung in der Kinder- und Jugendhilfe und leitet die Forschungsfrage im Kontext des Fachkräftemangels ab.
2. Relevanz von Mitarbeiter*innenbindung: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit von Mitarbeiter*innenbindung aus drei unterschiedlichen Systemperspektiven.
3. Risiken übermäßiger Bindung (Overcommitment): Es werden die Gefahren einer zu starken Bindung für Organisation, Mitarbeiter*innen und Klientel beleuchtet.
4. Einfluss gesellschaftlicher Rahmenbedingungen für Commitment in der Kinder- und Jugendhilfe: Hier werden externe Faktoren, wie Fachkräftemangel und Wertewandel, in ihrer Wirkung auf das Commitment analysiert.
5. Mitarbeiter*innenbindung – wissenschaftliche Konzeptualisierungen: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament durch die Erörterung des organisatorischen Commitments nach Allen & Meyer und vergleicht dieses mit dem Konzept der organisationalen Identifikation.
6. Empirische Untersuchung zur Mitarbeiter*innenbindung am Beispiel der Hilfen zur Erziehung: Das Kapitel stellt das qualitative Forschungsdesign vor, präsentiert die Ergebnisse der Interviews und setzt diese in Bezug zu den theoretischen Erkenntnissen.
7. Fazit und mögliche Konsequenzen für die Praxis der Sozialen Arbeit: Das Fazit bündelt die Erkenntnisse und leitet konkrete Handlungsempfehlungen für das betriebliche Bindungsmanagement ab.
Mitarbeiter*innenbindung, Kinder- und Jugendhilfe, Commitmentforschung, Fachkräftemangel, Organisationales Commitment, Personalführung, Teambindung, Arbeitgeberattraktivität, Organisationskultur, Fluktuation, Arbeitszufriedenheit, Weiterentwicklung, Soziale Arbeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Faktoren, die die Bindung von Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe an ihre Organisation stärken, um dem dort zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Die Forschungsarbeit verknüpft organisationspsychologische Theorien zum Commitment mit den spezifischen Herausforderungen der Sozialen Arbeit, wie dem demografischen Wandel und dem Bedarf an professioneller Flexibilität.
Die Kernfrage lautet: Welche Faktoren beeinflussen die Bindung der Mitarbeiter*innen an die Organisation und welche empirisch ausschlaggebenden Determinanten lassen sich zur gezielten Erhöhung der Bindung identifizieren?
Die Arbeit nutzt eine qualitative empirisch-explorative Untersuchung, die auf fünf leitfadengestützten Interviews mit Fachkräften einer Organisation der Kinder- und Jugendhilfe basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Commitment-Forschung und der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie einen empirischen Teil, der durch qualitative Datenauswertung Hypothesen zu Bindungsfaktoren ableitet.
Die Arbeit zeichnet sich durch die interdisziplinäre Verbindung von wirtschaftswissenschaftlichen Bindungsstrategien mit dem Professionsverständnis der Sozialen Arbeit aus.
Das Konzept des „Multiple Commitment“ ermöglicht es, Bindung nicht nur auf die Gesamtorganisation, sondern differenziert auf Foci wie das Team, die Führungskraft oder die konkrete Tätigkeit zu beziehen, was für die komplexe Arbeitswelt in der KJH essenziell ist.
Die Ergebnisse zeigen, dass Wertschätzung – sei es durch adäquate Ressourcen, individuelles Feedback oder Rücksichtsnahme auf persönliche Belange – eine Schlüsselrolle spielt, um die Zufriedenheit und langfristige Bindungsbereitschaft der interviewten Fachkräfte zu fördern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

