Magisterarbeit, 2009
125 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Annäherung an den Kulturbegriff
3. Max Müllers Leben und Wirken
3.1 Vorstellung der Person Friedrich Max Müller
3.2 Die britische Kolonialherrschaft vom 17.-19. Jahrhundert
3.3 Max Müllers Indienbild
3.4 Max Müllers Vorlesungen vor den Kandidaten des Indian Civil Service in Cambridge
3.4.1. India- what can it teach us?
3.4.2 The truthful character of the Hindus
3.4.3 Human interest of Sanskrit literature
3.4.4 Objections
3.4.5 The lessons of the Veda
3.4.6 Vedic deities
3.4.7 Veda and Vedanta
4. Ursachen für den Wandel in der Vermittlung interkultureller Kompetenz
4.1 Indiens Weg in die Unabhängigkeit
4.2 Indiens wirtschaftliche Entwicklung seit der Unabhängigkeit und die neue Rolle Europas
4.3 Das Verhältnis von Indien und Deutschland heute
5. Vermittlung interkultureller Kompetenz heute: Interkulturelles Training
5.1 Was ist interkulturelle Kompetenz?
5.2 Vom Zusammentreffen zweier Kulturen
5.2.1 Kulturschock
5.2.2 Kommunikation
5.2.2.1 Definition und Ebenen von Kommunikation
5.2.2.2 Verbale und nonverbale Kommunikation
5.2.2.3 Paraverbale Kommunikation
5.2.2.4 Direkte und indirekte Kommunikation
5.2.2.5 Kommunikationspsychologische Modelle
5.2.3 Stereotype und Vorurteile
5.3 Interkulturelles Training
5.3.1 Definition und Entwicklung
5.3.2 Trainingsarten
5.3.3 Ziele und Methoden des Trainings
5.3.4 Erfolgreiches Training
5.4 Moderne Theorien und Methoden der Kulturvermittlung
5.4.1 Das Modell der Kulturdimensionen
5.4.1.1 Individualismus versus Kollektivismus
5.4.1.2 Zeit
5.4.1.3 Weitere Dimensionen
5.4.2 Das Modell der Kulturstandards
5.4.3 Culture Assimilator
6. Gegenüberstellung der Kulturvermittlung Max Müllers und der Vermittlung interkultureller Kompetenz heute
6.1 Kulturverständnis
6.2 Zeitliche Einordnung und Hintergrund der Vermittlung
6.3 Zielgruppe
6.4 Gründe und Ziele für die Vermittlung zwischen Kulturen
6.5 Methoden und Herangehensweise der Vermittlung
6.6. Kritische Würdigung
6.6.1 Max Müller
6.6.2 Die Vermittlung interkultureller Kompetenz heute
7. Zusammenfassung und Fazit
9. Anhang
9.1 Übersicht über Müllers Werke
Die Arbeit untersucht und vergleicht die Ansätze der Kulturvermittlung durch den Indologen Max Müller im 19. Jahrhundert mit modernen Konzepten des interkulturellen Trainings, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Zielsetzungen, Methoden und theoretischen Grundlagen aufzuzeigen.
3.4.1. India- what can it teach us?
In seiner ersten Vorlesung vor den Kandidaten des Indian Civil Service wollte Müller dem Vorurteil begegnen, dass die zukünftigen britischen Beamten in Indien ein geistiges Exil zu erwarten hätten, abgeschottet vom Rest der Welt leben müssen und nichts haben würden, woran sie sich in ihrer Freizeit erfreuen können. Er wollte, dass die Civil Servants in der indischen Bevölkerung keine Gegner, sondern Partner sehen, in deren Land man sich wohlfühlen kann. Dies machte er deutlich mit seinem berühmten Äußerung:
„If I were to look over the whole world to find out the country most richly endowed with all the wealth, power, and beauty, that nature can bestow- in some parts very paradise on earth- I should point to India. If I were asked under what sky the human mind has most full developed some of its choicest gifts, has most deeply pondered on the greatest problems of life, and has found solutions of some of them which well deserve the attention even of those who have studied Plato and Kant- I should point to India. And if I were to ask myself from what literature we, here in Europe, we who have been nurtured almost exclusively on the thoughts of Greeks and Romans, and of one Semitic race, the Jewish, may draw that corrective which is most wanted in order to make our inner life more perfect, more comprehensive, more universival, in fact more truly human, a life, not for this life only, but a transfigured and eternal life-again I should point to India.“
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz interkultureller Kompetenz durch Globalisierung und wirtschaftliche Verflechtung und führt in das Forschungsinteresse an Max Müllers historischer Kulturvermittlung ein.
2. Annäherung an den Kulturbegriff: Dieses Kapitel definiert Kultur als komplexes, nicht statisches Bedeutungssystem, das durch Sozialisation erlernt wird und Orientierung sowie Identität stiftet.
3. Max Müllers Leben und Wirken: Das Kapitel zeichnet Müllers Biografie, seinen akademischen Werdegang und sein Engagement für die indische Kultur und Sanskrit-Studien nach.
4. Ursachen für den Wandel in der Vermittlung interkultureller Kompetenz: Hier werden die historischen Entwicklungen in Indien – vom Freiheitskampf bis zur modernen wirtschaftlichen Aufstieg – als Hintergrund für den Wandel der interkulturellen Vermittlung beleuchtet.
5. Vermittlung interkultureller Kompetenz heute: Interkulturelles Training: Dieses Kapitel erläutert aktuelle Definitionen, theoretische Modelle und Trainingsmethoden zur Förderung interkultureller Handlungskompetenz.
6. Gegenüberstellung der Kulturvermittlung Max Müllers und der Vermittlung interkultureller Kompetenz heute: Ein analytischer Vergleich, der Parallelen und Unterschiede in Methoden, Zielen und theoretischen Grundlagen beider Ansätze herausarbeitet.
7. Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und schließt mit einer Würdigung beider Ansätze im Kontext der heutigen Anforderungen.
Max Müller, Interkulturelle Kompetenz, Indien, Kulturvermittlung, Interkulturelles Training, Globalisierung, Rig-Veda, Kulturstandards, Kulturdimensionen, Kommunikation, Sanskrit, Stereotype, Vorurteile, Kulturverständnis, Transkulturalität.
Die Arbeit analysiert und vergleicht die Kulturvermittlung von Max Müller, der im 19. Jahrhundert indische Kultur in England vermittelte, mit modernen interkulturellen Trainings.
Die zentralen Themen sind die Biografie von Max Müller, die historische und wirtschaftliche Entwicklung Indiens, die Definition des Kulturbegriffs sowie die modernen Methoden und Theorien interkultureller Kompetenzvermittlung.
Das Ziel ist ein strukturierter Vergleich zwischen dem historisch-theoretischen Ansatz von Max Müller und den heutigen praktischen, kundenorientierten interkulturellen Trainings, um Gemeinsamkeiten und methodische Unterschiede aufzuzeigen.
Es wird ein systematischer Vergleich gewählt, der verschiedene Ebenen (Kulturverständnis, Hintergrund, Ziele, Zielgruppen und Methoden) abstrahiert, um eine präzise Gegenüberstellung zu ermöglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Max Müllers Wirken, eine historische Kontextualisierung Indiens, die theoretische Fundierung interkultureller Kompetenz und eine detaillierte Gegenüberstellung beider Ansätze.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Interkulturelle Kompetenz, Max Müller, Kulturvermittlung, Indologie, Globalisierung und Kulturstandards charakterisiert.
Müllers Leben in England als deutscher Gelehrter prägte seine Vermittlerrolle. Seine persönliche Faszination für Sanskrit und seine philosophische Suche nach dem Ursprung menschlichen Denkens motivierten sein Lebenswerk, auch wenn er selbst nie in Indien war.
Während Müller Indien als philosophisches Erbe und Quelle alter Weisheit betrachtete, steht heute die interkulturelle Effizienz und geschäftliche Zusammenarbeit im Vordergrund. Der Fokus hat sich von der kognitiven Wissensvermittlung hin zu praxisorientierten, interaktiven Trainingsmethoden verschoben.
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