Bachelorarbeit, 2022
45 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Theorie und Forschungsstand
2.1. Das Konstrukt „Wirtschaftliche Faktoren“
2.2. Der Begriff „Angst“
2.3. Theoretischer und empirischer Hintergrund
2.4. Fragestellung und Hypothesen
3. Methode
3.1. Stichprobenbezeichnung
3.2. Untersuchungsdesign
3.3. Instrumente und Messgeräte
3.4. Durchführung
3.5. Statistische Datenanalyse
4. Ergebnisse
4.1. Deskriptive Statistik
4.2. Schiefe und Wölbung sowie Shapiro-Wilk-Test
4.3. Ergebnisse zur Fragestellung und den Hypothesen
5. Diskussion und Fazit
5.1. Konklusion und Implikation der Ergebnisse
5.2. Reflexion und Ausblick
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht den Einfluss aktueller wirtschaftlicher Krisenfaktoren, insbesondere des russisch-ukrainischen Krieges und der damit einhergehenden Preissteigerungen, auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen ökonomischen Belastungen und der Ausprägung von Angstzuständen sowie dem allgemeinen Wohlbefinden nachzuweisen.
2.2. Der Begriff „Angst“
Angst – Angst ist ein Affekt bzw. ein Gefühl auf eine unbestimmte Bedrohung. Fröhlich (2000) definiert die Angst dabei wie folgt: Angst ist eine „allgemeine umfassende Bezeichnung für emotionale Erregungszustände, die auf die Wahrnehmung von Hinweisen, auf mehr oder weniger konkrete bzw. realistische Erwartungen oder allgemeine Vorstellungen physischer Gefährdung oder psychischer Bedrohung zurückgehen” (Fröhlich, 2000).
Die Angst wurde dabei schon in vielen unterschiedlichen Theorien betrachtet: z.B. in der Psychoanalyse von Freud (1915), im Behaviorismus von Mowrer (1942) sowie in der kognitiven Psychologie von Eysenck (2012). Aber auch in der kognitiv-transaktionale Theorie von Stress und Emotionen von Lazarus (1966/1991).
Wahrnehmung, Beurteilung, Aufmerksamkeit und verhaltensbezogene Reaktionen sind im Konstrukt Angst miteinbezogen. Sie kann an ein bestimmtes Objekt oder eine Situation gekoppelt sein (Phobie). Mit der Zeit kann Angst ebenso zu emotionalem Stress führen oder krankhafter Angstübersteigerung (Angststörung), was eine Hemmung des Immunsystems auslöst. Dieser Mechanismus ist genetisch vererblich, negative Erfahrungen bleiben so im Gehirn gespeichert (Althoetmar, 2020).
Angst wird dabei in zwei Aspekte unterteilt: State-Angst (Zustandsangst) und Trait-Angst (allgemeine Ängstlichkeit) (Spielberger, 1972). Dabei ist die State-Angst ein über einen gewissen Zeitraum wahrgenommenes Gefühl von Besorgnis oder Spannung, welches sich als unangenehm und bewusst auslegt. Die Intensität des Gefühls stellt sich als fluktuierend dar und ist im autonomen Nervensystem mit entsprechender Aktivität verankert. Die Trait-Angst hingegen ist eine Art von Veranlagung von einer Person und beschreibt die Wahrscheinlichkeit, wie oft bzw. stark jemand die State-Angst empfindet. Demnach beeinflusst die Art der Intensität und die Häufigkeit der State-Ängste die Trait-Ängste.
1. Einleitung: Hinführung zum Thema durch aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Krisenereignisse sowie Darstellung der Relevanz psychischer Gesundheit in diesem Kontext.
2. Theorie und Forschungsstand: Erläuterung der zentralen Begriffe wie wirtschaftliche Faktoren und Angst sowie Zusammenfassung des aktuellen Stands der Forschung zu ihrem Zusammenhang.
3. Methode: Beschreibung des Forschungsdesigns, der verwendeten psychometrischen Messinstrumente zur Erhebung von Daten und der statistischen Auswertungsmethoden.
4. Ergebnisse: Präsentation und Analyse der erhobenen Daten mittels deskriptiver Statistik, Korrelationsanalysen und Signifikanztests.
5. Diskussion und Fazit: Interpretation der statistischen Ergebnisse im Lichte der Forschungsfrage sowie Reflexion der Limitationen und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Krieg, Angst, Bedrohung, Angststörungen, Panik, Preissteigerungen, wirtschaftliche Faktoren, Lebensqualität, Stimmung, Zufriedenheit, psychische Gesundheit, State-Angst, Trait-Angst, empirische Studie, Stressmodell.
Die Arbeit untersucht, wie sich wirtschaftliche Stressfaktoren, wie zum Beispiel der Ukraine-Krieg oder Inflation, auf die psychische Stimmung und Ängste der Menschen auswirken.
Besonders betrachtet werden die Auswirkungen auf die Lebensqualität, die allgemeine Lebenszufriedenheit sowie die Stimmungslage im Kontext gesellschaftlicher Krisen.
Das Hauptziel ist es, einen empirisch messbaren Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen Faktoren und der Erhöhung von Angstzuständen in der Bevölkerung aufzuzeigen.
Es wurde eine quantitative Online-Befragung mit standardisierten Fragebögen durchgeführt, deren Daten in Excel aufbereitet und mit der Statistik-Software JASP ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise, eine detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse sowie eine kritische Diskussion der Erkenntnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Angst, wirtschaftliche Faktoren, Lebensqualität, State/Trait-Angst, Krisenfolgen und psychische Belastbarkeit.
Die Untersuchung zeigt, dass Frauen im Vergleich zu Männern höhere Ausprägungen von State-Angst aufweisen.
Die Differenzierung hilft zu unterscheiden, ob Angst eine situative Reaktion auf aktuelle Krisen (State) oder eine allgemeine dispositionelle Ängstlichkeit (Trait) darstellt.
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