Bachelorarbeit, 2009
50 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Definition: Duales Rundfunksystem
3 Mediensituation vor dem Dualen Rundfunksystem in Deutschland
4 Herausbildung des Dualen Rundfunksystem: Grundlagen heutiger Standorte
5 Wirtschaftsfaktor Duales Rundfunksystem
5.1 Wirtschaftsfaktor öffentlich-rechtlicher Rundfunk
5.1.1 Organisationsstruktur und Finanzierung
5.1.2 Strukturdaten und Standorte
5.1.3 Mittelbare positive Standortfolgen
5.2 Wirtschaftsfaktor privater Rundfunk
5.2.1 Organisation, Aufsicht und Finanzierung
5.2.2 Strukturdaten und Standorte
5.2.3 Mittelbare positive Standortfolgen
5.3 Wirtschaftsfaktor Rundfunk in Deutschland
6 Standortfolge des Dualen Rundfunksystems: Mediencluster
6.1 Nachfragestruktur und Konjunkturabhängigkeit der Rundfunkanbieter
6.2 Wachstumspol Rundfunk und Clusterbildung
6.3 Milieutheorien und politische Handlungsfelder
6.4 Standortfolgen eines Medienclusters
6.4.1 Arbeitsmarkt, Bildungssektor und Infrastruktur
6.4.2 Wirtschaftliches Potential
6.4.3 Image
7 Zusammenfassung der Standortfolgen und Projektion auf konkrete Beispiele
8 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Standortfolgen, die aus der Struktur des dualen Rundfunksystems in Deutschland resultieren, und analysiert, wie diese zur Bildung von Medienclustern beitragen. Der Fokus liegt dabei auf der ökonomischen Dynamik und den standortbildenden Faktoren.
6.4.1 Arbeitsmarkt, Bildungssektor und Infrastruktur
Aus Kapitel 6.3 ist der institutionelle Handlungsspielraum in einem Mediencluster bereits bekannt. Auch die Bedeutung der durch diesen Handlungspeilraum geschaffenen Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Clusters wurde dargestellt. Nun soll herausgestellt werden, welche konkreten Auswirkungen das Handlungsfeld in einem Mediencluster auf den Standort hat.
Vor den 1980er Jahren konnten die wenigen privaten Akteure der Fernsehbranche ihre Arbeitskräftenachfrage aus den, durch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkveranstalter ausgebildeten, Fachkräften decken oder sie durch eigene spezifische Ausbildungen gering halten (Lütke:2004:143). Mit der Dualisierung des Rundfunks stieg die Nachfrage an qualifiziertem Personal sprunghaft an, so dass Politik und Institutionen handeln mussten, wenn sie weiterhin die Attraktivität ihres Standortes sichern wollten. Durch die, Netzwerkstrukturen in einem Mediencluster, kann eine solche Ausweitung der Ausbildungskapazitäten schnell und effektiv erfolgen, so dass neben der quantitativen Ausweitung des Angebotes auch erste Spezialisierungen entstehen. Voraussetzung hierfür ist eine zielorientierte Zusammenarbeit von Institutionen und Politik. In den 1980er Jahren entsteht auch erstmals eine Konkurrenzsituation auf dem Ausbildungsmarkt. Erste private Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen entstehen. Die institutionellen Rahmenbedingungen werden durch privatwirtschaftliches Engagement ausgeweitet. Durch das Wachstum und die steigende Nachfrage der Rundfunkbranche getragen, entsteht so an Medienstandorten ein Bildungsmarkt der durch quantitative Größe und Diversifikation gekennzeichnet ist (vgl. Abb 14).
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Zielsetzung ein, die Standortfolgen der deutschen Rundfunkstruktur zu analysieren, wobei die Entwicklung hin zum dualen System als Ausgangslage dient.
2 Definition: Duales Rundfunksystem: Dieses Kapitel erläutert das "Zwei-Säulen-Modell", welches das Nebeneinander von privatem und öffentlich-rechtlichem Rundfunk definiert.
3 Mediensituation vor dem Dualen Rundfunksystem in Deutschland: Hier wird der historische Kontext der Rundfunkentwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg unter alliierter Aufsicht und der Aufbau der öffentlich-rechtlichen Strukturen behandelt.
4 Herausbildung des Dualen Rundfunksystem: Grundlagen heutiger Standorte: Das Kapitel beschreibt den Einfluss von technischem Fortschritt, politischer Kritik und verfassungsrechtlichen Urteilen auf die Entstehung des dualen Systems.
5 Wirtschaftsfaktor Duales Rundfunksystem: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der Organisationsstrukturen, Finanzierungsmodelle und der daraus resultierenden Standortfolgen für den öffentlich-rechtlichen sowie den privaten Rundfunk.
6 Standortfolge des Dualen Rundfunksystems: Mediencluster: Dieses Kapitel untersucht die Entstehung von Medienclustern als räumliche Konzentration von Wertschöpfungsketten, geprägt durch Netzwerke und Innovationsdynamiken.
7 Zusammenfassung der Standortfolgen und Projektion auf konkrete Beispiele: Die erarbeiteten theoretischen Erkenntnisse werden zusammengefasst und auf die spezifische Entwicklung des Medienstandorts Köln angewendet.
8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer differenzierten Bewertung der Standorteffekte ab, wobei die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Stabilitätsfaktor hervorgehoben wird.
Duales Rundfunksystem, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Privater Rundfunk, Mediencluster, Standortfolgen, Medienstandort, Köln, Rundfunkwirtschaft, Medienökonomie, Clusterbildung, Wertschöpfungskette, Bildungsmarkt, Standortpolitik, Innovationsmilieu, Medienkonzentration
Die Arbeit analysiert die raumwirksamen Folgen der deutschen Rundfunkstruktur und untersucht, wie sich das duale Rundfunksystem auf die Ansiedlung von Medienunternehmen und die Entwicklung regionaler Mediencluster auswirkt.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des dualen Systems, den unterschiedlichen Finanzierungs- und Organisationsmodellen von privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern sowie der Bedeutung von Medienclustern für regionale Wirtschaftsräume.
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Standortfolgen der Rundfunkstruktur darzustellen und zu erklären, warum sich Rundfunkaktivitäten in bestimmten Städten konzentrieren und welche ökonomischen Konsequenzen daraus entstehen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Strukturdaten und Fallbeispielen, um wirtschaftsgeographische Theorien (wie Cluster- und Milieutheorien) auf die Rundfunkwirtschaft zu übertragen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Rundfunkarten, die Analyse der ökonomischen Dynamik von Medienclustern und die Untersuchung der sozio-ökonomischen Auswirkungen, wie beispielsweise Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt.
Die wichtigsten Begriffe umfassen das duale Rundfunksystem, Mediencluster, Standortwettbewerb, Wirtschaftsfaktor Rundfunk, Wertschöpfungsketten sowie die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Multiplikator.
Köln dient als praktisches Fallbeispiel, an dem die theoretischen Erkenntnisse über Standortentscheidungen und die erfolgreiche Entwicklung zu einem Mediencluster exemplarisch verdeutlicht werden.
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