Diplomarbeit, 2010
114 Seiten, Note: 1,7
1 Abgrenzung des Themas und Aufbau der Arbeit
2 Preisentwicklung anhand von wissenschaftlichen Modellen der Preistheorie
2.1 Mikroökonomische Modelle der Preistheorie
2.2 Informationsasymmetrien als eine mögliche Ursache für unbeständige Preisentwicklungen
2.3 Verknüpfung der Preisentwicklung mit der Kapitalmarkttheorie
3 Der internationale Papiermarkt
3.1 Wertschöpfungskette der Papierindustrie - Der Weg vom Baum zum Altpapier
3.2 Definition des Marktes und Differenzierung der Marktteilnehmer
3.3 Marktsituation und allgemeine Marktinformationen
3.4 Relevante Preise der Papierindustrie
4 Empirische Untersuchung
4.1 Formulierung der zu überprüfenden Thesen
4.2 Aufbau und Beschreibung der Befragungen
4.3 Ergebnis der Befragungen
4.3.1 Beurteilung der Thesen
4.3.2 Preistreiber des Papiermarktes
4.4 Verknüpfung der Theorie mit den empirischen Befunden
4.5 Implikationen für die Praxis
5 Kritische Würdigung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Ursachen für die wellenförmigen und volatilen Preisentwicklungen auf dem internationalen Papiermarkt zu identifizieren und die wirklichen Preistreiber zu lokalisieren. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, welche ökonomischen Faktoren und Marktmechanismen maßgeblich zur Preisbildung beitragen und wie sich diese in der Praxis auf den Markt auswirken.
Modell des dominanten Unternehmens
Dieses Modell ähnelt dem Stackelberg-Modell. Auch hier wird angenommen, dass ein Produzent als Marktführer agiert und den größten Teil der Nachfrage abdeckt. Im Unterschied zum Stackelberg-Modell setzt das dominante Unternehmen zuerst den Preis, um so seinen Gewinn zu maximieren. Wegen seiner Marktdominanz muss das führende Unternehmen bei seiner Preissetzung die Angebotsreaktionen der kleineren Produzenten nicht berücksichtigen. Die dominierten Unternehmen handeln unter den Bedingungen des vollkommenen Wettbewerbs, da sie den Preis nicht beeinflussen können. Sie akzeptieren den Preis des Marktführers als Maßstab, können aber aufgrund ihrer geringen Größe nicht in Konkurrenz zu ihm treten.
Für dieses Modell kann ein ähnlicher Realitätsbezug wie beim Stackelberg-Modell hergeleitet werden. In diesem Fall kann die Behauptung aufgestellt werden, dass es auf dem globalen Papiermarkt einen oder wenige Marktführer gibt, welche die Marktpreise diktieren. Die Unternehmen mit den geringeren Marktanteilen nehmen diesen Preis als Richtwert, können ihn aber i.d.R. nicht unterbieten. Ob nun einer oder wenige Markt- bzw. Preisführer als Preistreiber auszumachen sind, wird ebenfalls im vierten Kapitel geklärt.
1 Abgrenzung des Themas und Aufbau der Arbeit: Diese Einleitung führt in die Volatilität des internationalen Papiermarktes ein und definiert das Ziel, die Preistreiber der Branche zu identifizieren.
2 Preisentwicklung anhand von wissenschaftlichen Modellen der Preistheorie: Das Kapitel erläutert mikroökonomische Grundlagen, Informationsasymmetrien und die Kapitalmarkttheorie als theoretische Basis für die Preisbildung.
3 Der internationale Papiermarkt: Hier werden die Wertschöpfungskette, die Marktstruktur sowie die zentralen Einflussfaktoren wie Rohstoff-, Energie- und Maschinenkosten detailliert dargestellt.
4 Empirische Untersuchung: Dieser Kernbereich der Arbeit präsentiert die durch Experteninterviews gewonnenen Ergebnisse, überprüft aufgestellte Thesen und benennt die stärksten Preistreiber.
5 Kritische Würdigung: Der letzte Abschnitt reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung, ordnet sie wissenschaftlich ein und diskutiert die Grenzen der Aussagekraft sowie Ansätze für zukünftige Forschung.
Papiermarkt, Preistreiber, Preisvolatilität, Mikroökonomie, Oligopol, Wertschöpfungskette, Rohstoffkosten, Energiekosten, Überkapazitäten, Markteffizienz, Informationsasymmetrien, Nachfragedruck, Marktführer, empirische Untersuchung, Papierindustrie.
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die die volatilen Preise auf dem internationalen Papiermarkt bestimmen, und analysiert, warum sich diese wellenförmig entwickeln.
Die Untersuchung umfasst die Anwendung preistheoretischer Modelle, die Analyse der globalen Wertschöpfungskette des Papiermarktes sowie die Auswirkungen von Kostenfaktoren und Marktmacht.
Das Ziel ist es, die "wahren" Preistreiber zu lokalisieren, um ein besseres Verständnis für die Marktmechanismen zu schaffen und somit eine fundierte Grundlage für die Produktions- und Absatzplanung zu bieten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch ökonomische Modelle, ergänzt durch eine qualitative empirische Untersuchung mittels Expertenbefragungen bei internationalen Marktteilnehmern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Preismodelle, eine detaillierte Beschreibung der Marktstruktur sowie die Durchführung und Auswertung der empirischen Untersuchung zur Thesenprüfung.
Schlüsselbegriffe wie Papiermarkt, Preistreiber, Preisvolatilität, Oligopol und Überkapazitäten fassen die zentralen Forschungsgegenstände zusammen.
Die Befragten identifizierten Überkapazitäten als einen der stärksten Faktoren für Preisdruck, da Fabriken zur Kostendeckung zu hoher Auslastung gezwungen sind.
Da der globale Papiermarkt überwiegend als Käufermarkt fungiert, haben Abnehmer durch Preisvergleiche und Verhandlungsdruck einen erheblichen Einfluss auf die Preisgestaltung.
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