Diplomarbeit, 2006
244 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
I. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2. TERMINOLOGISCHE ABGRENZUNGEN
2.1 WEITERBILDUNG
2.2 BEGRIFFSABGRENZUNG DES BILDUNGSCONTROLLING – EINE INTERDISZIPLINÄRE AUFGABE
2.2.1 Betriebswirtschaftlicher Begriff des Controlling
2.2.2 Evaluation
2.2.3 Qualitätssicherung
2.2.4 Zum Begriff Bildungscontrolling
2.3 AUS-/ BEWERTUNG DER AUSFÜHRUNGEN VON 2.1 UND 2.2
3. KOMPLEXITÄT BETRIEBLICHER WEITERBILDUNG
3.1 ZIELE BETRIEBLICHER WEITERBILDUNG
3.1.1 Individuelle Ziele
3.1.2 Betriebliche Ziele
3.1.3 Gesellschaftliche Ziele
3.1.4 Zielbeziehungen
3.2 BETRIEBLICHE BILDUNGSINHALTE
3.2.1 Vermittlung von Wissen
3.2.2 Erweiterung des Könnens
3.2.3 Änderung der Einstellung
3.3 DER PROZESS DER LEISTUNGSERBRINGUNG IN DER BETRIEBLICHEN WEITERBILDUNG
3.4 AUS-/ BEWERTUNG DER AUSFÜHRUNGEN VON 3.1 BIS 3.3
4. ZIELE DES BILDUNGSCONTROLLING
5. CHANCEN UND GRENZEN DES BILDUNGSCONTROLLING
5.1 PROBLEME UND GRENZEN
5.1.1 Grenzen des quantitativen Bildungscontrolling
5.1.2 Das Problem der Kausalität
5.1.3 Der „Hawthorne-Effekt“
5.2 CHANCEN UND FUNKTIONEN DES BILDUNGSCONTROLLING
5.3 AUS-/ BEWERTUNG DER AUSFÜHRUNGEN VON 5.1 UND 5.2
6. EVALUATION
6.1 FORMATIVE UND SUMMATIVE AUSRICHTUNG
6.1.1 Formative Evaluation
6.1.2 Summative Evaluation
6.2 GRUNDLAGENKONZEPT EINER EVALUATION
6.3 EVALUATIONSMODELL VON TRAININGSPROGRAMMEN NACH KIRKPATRICK
6.3.1 Die vier Ebenen
6.3.2 Die impliziten Prämissen des Modells
6.3.3 Empirische Untersuchungen zum Modell von KIRKPATRICK
6.3.4 Kritik am Modell von KIRKPATRICK
6.4 DAS 5-PHASENKONZEPT NACH ENDERLE
6.5 EVALUATION DER PROGRAMMKONZEPTION
6.6 AUS-/ BEWERTUNG DER AUSFÜHRUNGEN VON 6.1 BIS 6.5
6.7 HYPOTHESEN
II. UNTERSUCHUNG
7. METHODE UND VORGEHENSWEISE
7.1 UNTERSUCHUNGSDESIGN
7.1.1 Das kooperierende Unternehmen „Vertrieb Original Teile“
7.1.2 Das Projekt „Strategisches Qualifizierungsbudget“
7.1.3 Auswahl der Interviewpartner
7.2 UNTERSUCHUNGSINSTRUMENTE
7.2.1 Teilnehmende Beobachtung
7.2.2 Leitfadengestütztes Experteninterview
7.2.3 Aufbau des Interviewleitfadens
7.2.4 Datenerfassung und Aufbereitung der ermittelten Interviewdaten
7.3 DURCHFÜHRUNG
7.3.1 Festlegung des Materials zur Auswertung
7.3.2 Rahmenbedingungen der ‚teilnehmenden Beobachtungen’ und ‚Experteninterviews’
8. DARSTELLUNG DER ANALYSEERGEBNISSE
8.1 BETRIEBLICHE WEITERBILDUNGSINHALTE
8.2 DIE AUSSCHLIEßLICH VON DEN ABTEILUNGSLEITERN (AL) VERFOLGTEN WEITERBILDUNGSZIELE
8.2.1 Bedarfsorientierte Ausrichtung der betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen
8.2.2 Optimierung betrieblicher Kennzahlen
8.2.3 Flexible Anpassung der betrieblichen Weiterbildungsinhalte
8.2.4 Optimierung von „Soft-Skills“
8.3 DIE AUSSCHLIEßLICH VON DEN TRAINERN (T) VERFOLGTEN WEITERBILDUNGSZIELE
8.4 DIE AUSSCHLIEßLICH VON DEN OPERATIVEN MITARBEITERN (M) VERFOLGTEN WEITERBILDUNGSZIELE
8.4.1 Kommunikation (Informations-, Ideen- und Problemaustausch)
8.4.2 Neuerungen
8.5 DIE VON DEN ABTEILUNGSLEITERN UND TRAINERN GLEICHERMAßEN VERFOLGTEN WEITERBILDUNGSZIELE
8.6 DIE VON DEN TRAINERN UND OPERATIVEN MITARBEITERN GLEICHERMAßEN VERFOLGTEN WEITERBILDUNGSZIELE
8.6.1 Verortung und Bedeutung der jeweiligen Weiterbildungsinhalte im logistischen Gesamtprozess
8.6.2 Steigerung der Fachkompetenz
8.7 DIE VON DEN ABTEILUNGSLEITERN, TRAINERN UND OPERATIVEN MITARBEITERN GLEICHERMAßEN VERFOLGTEN WEITERBILDUNGSZIELE
8.8 MODIFIZIERUNG BZW. ANPASSUNG DER WEITERBILDUNGSINHALTE
8.9 ÜBERPRÜFUNG DER HYPOTHESEN
9. DISKUSSION
9.1 IMPLIKATIONEN FÜR DAS KOOPERIERENDE UNTERNEHMEN
9.2 METHODISCHE REFLEKTION
10. BEZUG ZUM THEORETISCHEN HINTERGRUND
11. RESÜMEE
Die vorliegende Arbeit untersucht die Adäquanz betrieblicher Weiterbildungsinhalte zur Zielerreichung der beteiligten Akteure im Volkswagen-Konzern, insbesondere im Rahmen des Projekts "Strategisches Qualifizierungsbudget – Lernzentrum K-GVO-3". Ziel ist es zu analysieren, inwieweit das Bildungscontrolling, insbesondere durch die Evaluation der Programmkonzeption, dazu beitragen kann, betriebliche Weiterbildungsprozesse effizienter und effektiver zu gestalten und die Ziele von Abteilungsleitern, Trainern und operativen Mitarbeitern in Einklang zu bringen.
3.2 Betriebliche Bildungsinhalte
Betriebliche Bildungsarbeit umfasst drei Komponenten, die auf lerntheoretische Erkenntnisse zurückzuführen sind. Dazu zählen die Aneignung von Wissen, das Können und die Einstellung eines Mitarbeiters. Die Mehrung des Wissens, die Erweiterung des Könnens sowie Änderungen der Einstellung der Mitarbeiter machen demnach den eigentlichen Inhalt der betrieblichen Bildungsarbeit aus.
3.2.1 Vermittlung von Wissen
Die Vermittlung von Wissen umfasst „alle theoretischen und praktischen Kenntnisse und Erfahrungen, die zur Ausübung der gegenwärtigen oder einer zukünftigen Tätigkeit notwendig sind“. In diesem Zusammenhang wird zwischen tätigkeitsspezifischem und tätigkeitsungebundenem Wissen differenziert.
Das tätigkeitsspezifische Wissen ist auf spezielle Funktionen bzw. Tätigkeitsbereiche ausgerichtet. Dieses spezialisierte Fachwissen ist überwiegend für denjenigen Mitarbeiter erforderlich, der spezielle Aufgaben verrichtet. Das rein tätigkeitsbezogene, spezialisierte Wissen reicht jedoch oftmals nicht aus. Aus diesem Grund bedarf es einer Ergänzung um tätigkeitsüberschreitendes Wissen. Dies ist notwendig, um die Anforderungsarten verschiedener Tätigkeiten erfüllen zu können.
Zu dem tätigkeitsüberschreitenden Bereich zählen auch die so genannten Schlüsselqualifikationen, wie z.B.:
Innovationsfähigkeit,
Kommunikationsfähigkeit,
Team-, Gruppen- und Kooperationsfähigkeit,
Entscheidungsfähigkeit.
1. EINLEITUNG: Einleitung in die Thematik der betrieblichen Weiterbildung unter Berücksichtigung der Globalisierung und des entstehenden Kostendrucks im Volkswagen-Konzern.
2. TERMINOLOGISCHE ABGRENZUNGEN: Theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen Weiterbildung, Controlling, Evaluation und Qualitätssicherung sowie deren Interdisziplinarität im Kontext des Bildungscontrolling.
3. KOMPLEXITÄT BETRIEBLICHER WEITERBILDUNG: Erläuterung der verschiedenen Zielkategorien (individuell, betrieblich, gesellschaftlich) sowie der Komponenten betrieblicher Weiterbildungsinhalte.
4. ZIELE DES BILDUNGSCONTROLLING: Definition der Hauptziele des Bildungscontrolling, unterteilt in Koordinations-, Informations- und Steuerungsfunktionen zur Strategieunterstützung.
5. CHANCEN UND GRENZEN DES BILDUNGSCONTROLLING: kritische Auseinandersetzung mit den Problemen des Bildungscontrolling, wie dem Hawthorne-Effekt oder dem Kausalitätsproblem, und den Möglichkeiten der Minimierung dieser Grenzen.
6. EVALUATION: Vertiefte Diskussion der Evaluationsausrichtungen und -modelle, insbesondere unter Bezugnahme auf KIRKPATRICK, mit dem Ziel, die Programmkonzeption kritisch zu beleuchten.
7. METHODE UND VORGEHENSWEISE: Beschreibung der angewandten Untersuchungsmethoden, des Untersuchungsdesigns im Unternehmen und der Datenerhebung durch Experteninterviews und teilnehmende Beobachtung.
8. DARSTELLUNG DER ANALYSEERGEBNISSE: Systematische Auswertung und Aufbereitung der empirischen Daten bezüglich der Weiterbildungsziele und deren Erreichung durch die beteiligten Akteure.
9. DISKUSSION: Reflexion der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Implikationen für das Unternehmen und methodische Einordnung der Ergebnisse.
10. BEZUG ZUM THEORETISCHEN HINTERGRUND: Abgleich der empirischen Ergebnisse mit den in den theoretischen Kapiteln erarbeiteten Ansätzen und Rahmenkonzepten.
11. RESÜMEE: Abschließende Zusammenfassung der Arbeit und Fazit zur Notwendigkeit eines ganzheitlichen Bildungscontrolling.
Bildungscontrolling, betriebliche Weiterbildung, Evaluation, Weiterbildungsinhalte, Qualifizierungsmaßnahmen, Volkswagen, Personalentwicklung, Lernzentrum, Programmkonzeption, Kompetenzentwicklung, Lernorganisation, Qualitätssicherung, Transfer, Zielerreichung, Experteninterview
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle des Bildungscontrolling bei der Optimierung betrieblicher Weiterbildungsprozesse im Volkswagen-Konzern am Beispiel ausgewählter Qualifizierungsmaßnahmen.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Bildungscontrolling, die Evaluation betrieblicher Programme sowie die Analyse von Weiterbildungszielen aus der Perspektive verschiedener Akteure.
Es wird untersucht, ob die eingesetzten betrieblichen Weiterbildungsinhalte adäquat sind, um die Ziele der beteiligten Akteure (Abteilungsleiter, Trainer, operative Mitarbeiter) im Rahmen eines speziellen Projekts zu erreichen.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, bestehend aus Experteninterviews mit den beteiligten Akteuren, teilnehmender Beobachtung in den Maßnahmen sowie einer Inhaltsanalyse der Seminarunterlagen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Evaluationsmodellen, eine umfangreiche methodische Beschreibung und die Darstellung sowie Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bildungscontrolling, betriebliche Weiterbildung, Evaluation, Qualifizierungsmaßnahmen, Volkswagen und Kompetenzentwicklung beschreiben.
Der Verfasser fokussiert sich primär auf die Evaluation der Programmkonzeption und beleuchtet hierbei schwerpunktmäßig die betriebspädagogische Komponente.
Die Untersuchung zeigt, dass die Weiterbildungsinhalte bei den operativen Mitarbeitern zwar zu einer Auffrischung beitragen, jedoch spezifische Probleme im Arbeitsprozess durch die Maßnahmen nicht unmittelbar gelöst werden konnten, was zu einer Widerlegung der initialen Hypothesen führte.
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