Masterarbeit, 2024
58 Seiten, Note: 1.3
1 Einleitung
2 Forschungsstand
3 Zur Werbesprache
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Charakteristika der Werbesprache
3.2.1 Lexik
3.2.2 Syntax
3.2.3 Rhetorik
4 Fachsprache und Pseudo-Fachsprache in Werbungen
4.1 Zur Fachsprache
4.2 Pseudo-Fachsprache in den einzelnen Werbebestandteilen
4.2.1 Schlagzeile
4.2.2 Slogan
4.2.3 Fließtext
4.2.4 Produktname
4.2.5 Bildelemente
5 Forschungsdesign
6 Produktkategorie Kosmetika
6.1 Terminologie
6.2 Wortbildungsstrategien
6.3 Verwendung von Zahlen
6.4 Textorganisation
6.5 ExpertInnenberufungen
6.6 Bildelemente
7 Produktkategorie Funktionelle Lebensmittel
7.1 Terminologie
7.2 Wortbildungsstrategien
7.3 Verwendung von Zahlen
7.4 Textorganisation
7.5 ExpertInnenberufungen
7.6 Bildelemente
8 Diskussion
9 Conclusio und Ausblick
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Rolle fachsprachlicher und pseudo-fachsprachlicher Elemente in französischsprachigen Werbeanzeigen zu untersuchen, um aufzudecken, wie diese zur wissenschaftlichen Inszenierung und Manipulation in der Kommunikation mit dem Konsumenten dienen.
3.2.1 Lexik
Die Lexik der Werbesprache zeichnet sich durch „Kreativität und Originalität in der Sprachwahl“ (Täuscher 2020: 25) aus. Häufig vorkommende Merkmale sind Wortneuschöpfungen, Fachtermini, Fremdwörter und die semantische Aufwertung der Lexik (vgl. ebd.). Die Steigerung positiver Assoziationen durch die „semantische Aufwertung“ (Römer 1968: 85) wird beispielsweise mithilfe von Wortzusammensetzungen wie etwa „Aktivstoff“ oder „Doppeleffekt“ realisiert (vgl. Wehner 1996: 46). Solche Nominalkomposita eignen sich vortrefflich als Mittel zur Sprachmanipulation, da ihre semantische Komplexität „die manipulative Verschleierung oder Beschönigung von Sachverhalten oder Begriffen erleichtert“ (Morgenroth 2000: 39).
In engem Zusammenhang mit der semantischen Aufwertung in der Reklame steht die Verwendung der Fachsprache. Nach Morgenroth (2000: 37) sind fachsprachliche Elemente „ein beliebtes Mittel, um Aussagen über Qualität und Effizienz eines Produktes aufzuwerten und so das Streben der Produzenten nach Glaubwürdigkeit zu unterstützen“.
In Werbeanzeigen werden zudem häufig zusammengesetzte Adjektive verwendet, um die Produkte fachsprachlich zu kennzeichnen. Dabei können sowohl Adjektive als auch das Partizip Präsens oder Perfekt als Grundwörter dienen. Beispiele für solche zusammengesetzten Adjektive wären „aromafrisch“ und „magenverträglich“ (vgl. Guèye 2004: 85).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, wie Werbung durch wissenschaftliche Begrifflichkeiten Glaubwürdigkeit konstruiert, und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Pseudo-Fachsprache.
2 Forschungsstand: Das Kapitel bietet einen Überblick über historische und aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zur Werbesprache und deren sprachwissenschaftliche Relevanz.
3 Zur Werbesprache: Hier wird der Begriff der Werbesprache definiert und es werden deren zentrale Charakteristika in den Bereichen Lexik, Syntax und Rhetorik analysiert.
4 Fachsprache und Pseudo-Fachsprache in Werbungen: Dieses Kapitel differenziert zwischen echter Fachsprache und der in der Werbung eingesetzten Pseudo-Fachsprache zur persuasiven Manipulation in verschiedenen Werbekomponenten.
5 Forschungsdesign: Hier wird die Wahl der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring erläutert und die methodische Vorgehensweise bei der Selektion des französischen Korpus dargelegt.
6 Produktkategorie Kosmetika: Dieses Kapitel prüft anhand verschiedener Marken und Anzeigen, wie fachsprachliche Elemente in Kosmetikwerbung gezielt eingesetzt werden.
7 Produktkategorie Funktionelle Lebensmittel: Das Kapitel analysiert die Anwendung fachsprachlicher Strategien im Bereich der Lebensmittelwerbung für eine gezielte wissenschaftliche Anmutung.
8 Diskussion: Die Diskussion fasst die Analyseergebnisse zusammen und interpretiert die Bedeutung fachsprachlicher Pseudo-Konstruktionen für die Werbequalität.
9 Conclusio und Ausblick: Das Fazit resümiert die Relevanz der Pseudo-Fachsprache für die französische Werbung und schlägt Ansätze für künftige semiotische Forschungen vor.
Werbesprache, Fachsprache, Pseudo-Fachsprache, Manipulation, Kosmetik, Funktionelle Lebensmittel, Inhaltsanalyse, Sprachwissenschaft, Persuasion, Wissenschaftlichkeit, Begriffsbestimmung, Marketingstrategien, Sprachgebrauch, Werbeanzeige, Korpusanalyse.
Die Arbeit analysiert kritisch, wie Werbetreibende in französischen Anzeigen für Kosmetik und funktionelle Lebensmittel gezielt auf Fachsprache oder pseudo-fachsprachliche Elemente zurückgreifen, um eine wissenschaftliche Autorität vorzutäuschen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Terminologie, Wortbildungsstrategien, der Verwendung von Zahlen, der Textorganisation, dem Einsatz von ExpertInnen sowie speziellen Bildelementen als Manipulationsmittel.
Das Hauptziel ist es, aufzudecken, inwiefern sich fachsprachliche von pseudo-fachsprachlichen Elementen in französischer Werbekommunikation unterscheiden lassen und welche Rolle diese für die Wirkung der Werbung spielen.
Die Arbeit nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, um induktiv aus einem Korpus von 22 Kosmetik- und 10 Lebensmittelanzeigen ein Kategoriensystem abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Analyseteile zu Kosmetika und Funktionellen Lebensmitteln, in denen anhand konkreter Produktbeispiele die gewählten Kategorien detailliert und linguistisch untersucht werden.
Werbesprache, Fachsprache, Pseudo-Fachsprache, Manipulation, Wissenschaftlichkeit, Marketing, Persuasion und linguistische Analyse.
Bei echter Fachsprache besteht ein korrektes fachliches Denotat zu realen wissenschaftlichen Prozessen, während Pseudo-Fachsprache Begriffe lediglich nutzt, um durch deren Aura oder Klang eine vorgetäuschte Fachkompetenz zu vermitteln.
Zahlen dienen in der Regel nicht primär der sachlichen Information, sondern fungieren als „Eyecatcher“ oder „Aufblähung“ der Argumentation, um den Anschein empirischer Evidenz zu erwecken und den Konsumenten zum Kauf zu animieren.
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