Bachelorarbeit, 2024
38 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Geschichte der Sonderpädagogik
2.1 Exklusion, Segregation, Separation, Integration
2.2 Schulische Inklusion
2.3 Entwicklung des Förderschwerpunktes emotionale und soziale Entwicklung
3. Sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung
3.1 Definition und theoretische Grundlagen
3.2 Statistische Angaben zur Schüler:innenschaft
4. Effekte einer inklusiven versus segregierenden Beschulungsform
4.1 Sozialverhalten
4.2 Emotionalität
4.3 Selbstkonzept
4.4 Kognitive und schulische Leistungen
4.5 Soziale Akzeptanz und soziale Integration innerhalb der Klasse
4.6 Gruppen bzw. Klassenklima
4.7 Übergang von der Schule in die berufliche Bildung
5. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit führt einen kontrastiven Vergleich zwischen inklusiven und segregierenden Beschulungsformen für Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung durch, um die Auswirkungen auf die Lernenden zu analysieren und die Frage nach der optimalen Beschulungsart zu klären.
3.1 Definition und theoretische Grundlagen
Der sonderpädagogische Unterstützungsbedarf im Förderbereich emotionale und soziale Entwicklung ist bei Schüler:innen gegeben, die aufgrund von Beeinträchtigungen ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung, ihrer Selbststeuerung sowie ihres Umgehen-Könnens mit Störungen des Erlebens und Verhaltens so stark beeinträchtigt sind, dass sie mit den pädagogischen Mitteln der allgemeinbildenden Schule nicht hinreichend gefördert werden können (vgl. KMK 2000, S. 3).
Im Laufe der Zeit gab es eine Vielfalt an Bezeichnungen für Kinder und Jugendliche, die heutzutage einen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung attestiert bekommen würden: „emotional gestört, erziehungsschwierig, gemeinschaftsgefährdend, gemeinschaftsschädigend, gemeinschaftsschwierig, moralisch schwachsinnig, neurotisch, persönlichkeitsgestört, psychopathisch, psychopathologisch, sozial fehlangepasst, verhaltensbehindert, verhaltensgestört, verhaltensauffällig, [verhaltensschwierig], verwildert oder verwahrlost“ (Hillenbrand 2008, S. 28). Einige dieser Begriffe haben ihren Ursprung in der Vergangenheit und finden heute keine Verwendung mehr, andere werden weiterhin nebeneinander verwendet (vgl. ebd., S. 26).
Die genannte Vielzahl an Begrifflichkeiten für dasselbe Phänomen, die bei weitem noch nicht alle Bezeichnungen umfasst, verdeutlicht, dass bislang noch keine allseits akzeptierte Benennung für den Gegenstandsbereich vorliegt. Dies liegt unter anderem daran, dass sich verschiedene Disziplinen bzw. institutionelle Systeme wie unter anderem die Sozialpädagogik, die Kinder- und Jugendpsychiatrie und die Sonderpädagogik mit dem auftretenden Phänomen beschäftigen. Für den schulischen Kontext finden sich am ehesten Begriffe wie Erziehungsschwierigkeit, Verhaltensauffälligkeit oder der Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung wieder (vgl. Stein 2011, S. 11). Der durch die Kultusministerkonferenz (2000) verbreitete Begriff des Förderbedarfs im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung wird in dieser Arbeit aufgrund seiner Aktualität zumeist verwendet.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Schulsystems hin zur Inklusion durch die UN-Behindertenrechtskonvention und stellt die Forschungsfrage zur optimalen Beschulung bei emotional-sozialem Förderbedarf.
2. Die Geschichte der Sonderpädagogik: Dieses Kapitel erläutert anhand des Stufenmodells von Bürli die historische Entwicklung von der Exklusion hin zur Integration und Inklusion im Bildungswesen.
3. Sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung: Das Kapitel definiert den Förderschwerpunkt, diskutiert die terminologische Vielfalt und gibt einen Überblick über die statistische Verteilung der betroffenen Schülerschaft.
4. Effekte einer inklusiven versus segregierenden Beschulungsform: Der Hauptteil vergleicht empirische Studien zu Wirkmechanismen in den Bereichen Sozialverhalten, Emotionalität, Selbstkonzept, schulische Leistung, Integration und Übergang ins Berufsleben.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen, betont die Ambivalenz der bisherigen Befunde und plädiert für eine differenzierte Betrachtung der optimalen Beschulungsart für jeden Einzelfall.
Sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf, Emotionale und soziale Entwicklung, Inklusion, Segregation, Beschulungsform, Sozialverhalten, Selbstkonzept, Integration, Förderschule, Regelschule, Verhaltensauffälligkeit, UN-Behindertenrechtskonvention, Schulklima, Professionalisierung, Bildungswege.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen unterschiedlicher Schulformen auf Kinder mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung.
Neben der historischen Entwicklung der Sonderpädagogik stehen der Vergleich von inklusiver und segregierender Beschulung sowie die Analyse von Effekten auf akademische, soziale und emotionale Kompetenzen im Fokus.
Das Ziel ist es, auf Basis der vorliegenden empirischen Studien zu klären, welche Beschulungsform die bestmöglichen Entwicklungsbedingungen für die Zielgruppe bietet und ob eine allgemeine Empfehlung für Inklusion möglich ist.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturanalyse und der Aufarbeitung aktueller Forschungsergebnisse sowie bildungsstatistischer Daten der Kultusministerkonferenz.
Der Hauptteil differenziert detailliert die Auswirkungen der Beschulungsart auf Sozialverhalten, Emotionalität, Selbstkonzept, kognitive Leistungen sowie soziale Akzeptanz und Übergangsmöglichkeiten in den Beruf.
Kernbegriffe sind Inklusion, Segregation, Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung sowie soziale Integration und Stigmatisierung.
Nein, die Befundlage ist hier widersprüchlich; einige Studien zeigen keine signifikanten Leistungsunterschiede, während andere die Effizienz von Förderschulen betonen.
Inklusive Settings können durch den sogenannten Bezugsgruppeneffekt zu einer niedrigeren Einschätzung der eigenen schulischen Kompetenzen führen, wenn sich Schüler mit Förderbedarf mit leistungsstärkeren Mitschülern vergleichen.
Die Lehrkraft hat einen maßgeblichen Einfluss auf das soziale Klassenklima und die Akzeptanz von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten, wobei Überforderung sich negativ auf die Inklusionsqualität auswirken kann.
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