Bachelorarbeit, 2022
58 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Zielsetzung
1.3 Inhaltlicher Aufbau der Arbeit
2 Methodisches Vorgehen
2.1 Auswahl der Forschungsmethode
2.2 Auswahl der Datenbank
2.3 Ein- und Auswahlkriterien für die Recherche
2.4 Bestimmung der Suchbegriffe
2.5 Flussdiagramm zur Beschreibung der Recherchephasen
3 Theoretischer Hintergrund
3.1 Muskel-Skelett-Erkrankung
3.1.1 Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems nach ICD-10-GM
3.1.2 Arbeitsbedingte Ursachen für MSE
3.1.3 Medizinische Folgen von MSE
3.1.4 Prävalenz in Deutschland
3.2 Exoskelett
3.2.1 Begriffsbestimmung
3.2.2 Arten von Exoskeletten
3.2.3 Identifikation eines Exoskelettes für den Einsatz bei der DPAG
3.3 Prävention
3.3.1 Begriffsabgrenzung
3.3.2 Triadisches Strukturmodell der Prävention
3.3.3 Präventionsansätze in der gesetzlichen Unfallversicherung
3.3.3.1 Das T-O-P – Prinzip
3.3.3.2 Vision Zero
3.3.4 Präventionsmaßnahme: Exoskelett
4 Ergebnisse
4.1 Darstellung der einzelnen Studien
4.2 Zusammenfassung relevanter Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Methodendiskussion
5.2 Ergebnisdiskussion
5.3 Limitationen und Forschungsansätze
6 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht das Potenzial von rückenunterstützenden Exoskeletten als präventive Maßnahme gegen Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) bei Beschäftigten der Deutschen Post AG (DPAG). Im Zentrum steht die wissenschaftliche Fundierung, ob und inwiefern der Einsatz solcher Exoskelette im postalischen Sektor zur Verringerung körperlicher Belastungen beitragen kann und somit eine sinnvolle Präventionsstrategie darstellt.
3.2.1 Begriffsbestimmung
Ursprünglich stammt der Begriff Exoskelett aus der Tierwelt. Hier fungiert das biologische Exoskelett bei einzelnen Tierarten als eine äußere Stützstruktur des Organismus und dient zum Schutz vor äußeren Einflüssen.
Zunächst muss vorangebracht werden, dass es keine allgemeingültige Definition für das Exoskelett gibt. Vereinfacht können Exoskelette als am Körper getragene Assistenzsysteme mit mechanischer Einwirkung auf den Körper, bei bestimmten Bewegungsabläufen, definiert werden.
Der grundsätzliche Nutzen von körpergetragenen Assistenzsystemen besteht darin, die normalen Körperfunktionen zu unterstützen oder auszuführen. Einerseits mit präventivem Hintergrund, um Erkrankungen vorzubeugen und andererseits mit rehabilitativem Hintergrund zur Wiedererlangung verloren gegangener Funktionen des Bewegungsapparates.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik rückenbelastender Tätigkeiten bei der DPAG ein und definiert das Ziel, den Einsatz von Exoskeletten als Präventionsmaßnahme zu untersuchen.
2 Methodisches Vorgehen: Hier wird die Wahl eines systematischen Literaturreviews als Forschungsmethode begründet und der Prozess der Literaturrecherche über die Datenbank PubMed detailliert dargelegt.
3 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen zu Muskel-Skelett-Erkrankungen, die technischen Charakteristika von Exoskeletten sowie präventionsrechtliche Aspekte in der Unfallversicherung.
4 Ergebnisse: Hier werden sieben ausgewählte Studien zum Einsatz von Exoskeletten systematisch dargestellt und deren Ergebnisse bezüglich Muskelaktivität und Akzeptanz zusammengefasst.
5 Diskussion: Dieses Kapitel kritisiert die methodische Vorgehensweise, diskutiert die erzielten Ergebnisse im Kontext der DPAG und beleuchtet Limitationen der aktuellen Studienlage.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Exoskelette zwar Entlastungspotenzial bieten, ihr serientauglicher Einsatz bei der DPAG jedoch aufgrund aktueller physischer Einschränkungen und ungelöster Ergonomiefragen derzeit kritisch zu bewerten ist.
Exoskelett, Prävention, Muskel-Skelett-Erkrankung, MSE, Deutsche Post AG, DPAG, Arbeitsschutz, Ergonomie, Lastenhandhabung, Unfallversicherung, DGUV, körperliche Belastung, Literaturreview, Primärprävention, Arbeitssicherheit.
Die Arbeit untersucht den gewerblichen Einsatz von rückenunterstützenden Exoskeletten als Mittel zur Primärprävention von arbeitsbedingten Muskel-Skelett-Erkrankungen bei der Deutschen Post AG.
Thematisiert werden die Epidemiologie von Muskel-Skelett-Erkrankungen, die technische Klassifizierung von Exoskeletten und die gesetzlichen Rahmenbedingungen der betrieblichen Prävention.
Es soll geklärt werden, ob rückenunterstützende Exoskelette eine sinnvolle und effektive Präventionsmaßnahme für die spezifischen körperlichen Belastungen im postalischen Sektor darstellen.
Die Arbeit basiert auf einem systematischen Literaturreview, bei dem wissenschaftliche Publikationen und Studien zur Wirksamkeit von Exoskeletten ausgewertet wurden.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, führt ein systematisches Literaturreview durch, diskutiert die Ergebnisse hinsichtlich Muskelentlastung und bewertet die Anwendbarkeit bei der DPAG.
Wichtige Begriffe sind Exoskelett, Muskel-Skelett-Erkrankung (MSE), Primärprävention, Arbeitsschutz, Ergonomie und Lastenhandhabung.
Der Autor führt an, dass Exoskelette aufgrund ihrer aktuellen physischen Beschaffenheit, des Tragekomforts und der hohen Arbeitsdiversität (insbesondere in der Paketzustellung) derzeit noch keine sinnvolle Lösung für den flächendeckenden Einsatz bieten.
Die Studien belegen übereinstimmend eine Reduktion der Muskelaktivität im Bereich des Rückens und der Lendenwirbelsäule bei der Nutzung von Exoskeletten, wobei jedoch Variationen und Belastungen in anderen Körperregionen auftreten können.
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