Diplomarbeit, 2010
77 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
11. Problemstellung der Arbeit
12. Ziel der Arbeit
13. Gang der Arbeit
2. Abgrenzung der Begrifflichkeiten, historische Entwicklung und grundlegende Definitionen
21. Ursprung und Begriff der Geldwäsche
22. Modell der Geldwäsche
23. Historische Entwicklung der Bekämpfung der Geldwäsche
231. Internationale Geldwäschebekämpfung
2311. Vereinte Nationen
2312. G7
2313. FATF
2314. Basler Ausschuss für Bankenaufsicht
2315. Europarat
2316. Europäische Gemeinschaft
23161. Erste EG-Geldwäscherichtlinie
23162. Zweite EG-Geldwäscherichtlinie
23163. Dritte EG-Geldwäscherichtlinie
232. Nationale Geldwäschebekämpfung
24. Die Umsetzung der gesetzlichen Pflichten in Kreditinstituten
241. Verpflichtung der Kreditinstitute
242. Organisatorische Pflichten
2421. Geldwäschebeauftragter
2422. Schulungsmaßnahmen
2423. Gefährdungsanalyse
24231. Bedeutung der Gefährdungsanalyse
24232. Ziel der Gefährdungsanalyse
24233. Anfertigung der Gefährdungsanalyse
242331. Umfang der Gefährdungsanalyse
242332. Bestandsaufnahme der institutsspezifischen Risikosituation
242333. Erfassung und Identifizierung der Risiken
242334. Bewertung und Kategorisierung der Risiken
243. Sicherungsmaßnahmen
2431. Monitoring
2432. Sorgfaltspflichten
24321. Allgemeines
24322. Allgemeine Sorgfaltspflichten
24323. Vereinfachte Sorgfaltspflichten
24324. Verstärkte Sorgfaltspflichten
244. Sonstige Pflichten
2441. Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht
2442. Verdachtsanzeigepflicht
3. Prüfung der Anti-Geldwäsche-Organisation durch die Interne Revision und die gesetzliche Abschlussprüfung
31. Allgemeines
311. Begriff der Internen Revision
312. Begriff der gesetzlichen Abschlussprüfung
32. Rechtliche Grundlagen der Prüfung
321. Interne Revision
322. Gesetzliche Abschlussprüfung
33. Aufgaben und Ziele der Prüfung
331. Interne Revision
332. Gesetzliche Abschlussprüfung
34. Prüfung der Anti-Geldwäsche-Organisation
341. Allgemeines
342. Prüfungsplanung
3421. Vorbereitende Maßnahmen und Prüfungshandlungen
34211. Geschäftstätigkeit und Kundenstruktur
34212. Prüfung der Gefährdungsanalyse
342121. Prüfungsziel
342122. Prüfungsansatz
342123. Prüfungsdurchführung
3422. Entwicklung einer Prüfungsstrategie und eines Prüfungsprogramms
343. Prüfungsdurchführung
3431. Prüffeld Geldwäschebeauftragter
3432. Prüffeld Interne Grundsätze, Richtlinien und Arbeitsanweisungen
3433. Prüffeld Mitarbeiterzuverlässigkeit und Mitarbeiterschulungen
3434. Prüffeld Interne Revision
3435. Prüffeld Monitoring
3436. Prüffeld Know Youur Customer Prinzip
3437. Prüffeld Sonstige Pflichten
344. Berichterstattung
4. Fazit und Ausblick
Die Diplomarbeit widmet sich der Untersuchung der Überwachung von Geldwäschepräventionspflichten in Kreditinstituten durch die Interne Revision und die gesetzliche Abschlussprüfung. Das primäre Ziel ist es, den aktuellen Stand der regulatorischen Anforderungen darzustellen sowie die praktische Umsetzung und Prüfung dieser Maßnahmen im Kontext eines risikoorientierten Ansatzes zu beleuchten.
22. Modell der Geldwäsche
Die Möglichkeiten, Geldwäsche zu betreiben, sind nahezu unerschöpflich; daher gibt es mehrere Modelle, die versuchen, Geldwäsche abzubilden. Nachfolgend wird das beherrschende Drei-Phasen-Modell der US-Zollbehörde vorgestellt, welches auf den Erfahrungen aus der Bekämpfung des Drogenhandels beruht.
In der ersten Phase, dem sog. Placement, werden die aus illegalen Handlungen erlangten Vermögenswerte durch Ausnutzung der Einzahlungswege von Kreditinstituten und sonstigen Unternehmen, von Bargeld zu Buchgeld transferiert.
In der zweiten Phase, dem sog. Layering, wird versucht, die ursprüngliche Herkunft der Gelder zu verschleiern, indem z.B. komplexe, länderübergreifende Finanztransaktionsketten, unter Einbeziehung von Offshore-Finanzplätzen, durchgeführt werden.
In der dritten Phase, der sog. Integration, erfolgt die Einschleusung der Vermögensgegenstände zurück in den legalen Finanzkreislauf. Dies geschieht z.B. durch den Erwerb von Geschäftsbeteiligungen oder Investitionen am Aktien- oder Immobilienmarkt.
1. Einleitung: Darstellung der Relevanz des Geldwäschemissbrauchs in Kreditinstituten sowie Zielsetzung und Aufbau der Arbeit.
2. Abgrenzung der Begrifflichkeiten, historische Entwicklung und grundlegende Definitionen: Erläuterung des Geldwäschebegriffs, der kriminologischen Modelle sowie der historischen Entwicklung nationaler und internationaler Gesetze und Pflichten.
3. Prüfung der Anti-Geldwäsche-Organisation durch die Interne Revision und die gesetzliche Abschlussprüfung: Detaillierte Analyse der Prüfungspflichten, der Prüfungsplanung sowie der spezifischen Prüffelder bei der Überwachung der Anti-Geldwäsche-Organisation.
4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der risikoorientierten Anforderungen an Kreditinstitute und Prüfinstanzen sowie Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen.
Geldwäschegesetz, GwG, Kreditwesengesetz, KWG, Geldwäschebeauftragter, Gefährdungsanalyse, Interne Revision, Abschlussprüfung, Monitoring, Sorgfaltspflichten, Know Your Customer, Terrorismusfinanzierung, Risikomanagement, Risikoorientierter Ansatz, Prüfungsstrategie.
Die Arbeit behandelt die regulatorischen Anforderungen an Kreditinstitute zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie deren Überwachung durch Interne Revision und Abschlussprüfung.
Zentrale Schwerpunkte sind die gesetzlichen Pflichten wie die Gefährdungsanalyse, Sicherungsmaßnahmen durch Monitoring und die Einhaltung der Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden.
Ziel ist es, den aktuellen Stand der Vorschriften und der daraus resultierenden Pflichten darzustellen und aufzuzeigen, wie diese im Rahmen der Jahresabschlussprüfung und durch die Interne Revision geprüft werden.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung gesetzlicher Normen, Verordnungen, aufsichtsrechtlicher Rundschreiben sowie der einschlägigen Fachliteratur und Prüfungsstandards.
Im Hauptteil werden sowohl die organisatorischen Pflichten des Instituts (z. B. Bestellung eines Geldwäschebeauftragten) als auch der risikoorientierte Prüfungsansatz bei der Überprüfung dieser Strukturen durch den Jahresabschlussprüfer detailliert analysiert.
Geldwäschegesetz (GwG), Risikoorientierter Ansatz, Gefährdungsanalyse, Interne Revision, Abschlussprüfung und Sorgfaltspflichten.
Dies sind die drei Phasen des Geldwäschemodells: "Placement" ist der Übergang von Bar- zu Buchgeld, "Layering" dient der Verschleierung der Herkunft durch komplexe Transaktionen und "Integration" beschreibt die Rückführung der Gelder in den legalen Kreislauf.
Sie ist das Kernelement des risikoorientierten Ansatzes. Der Prüfer nutzt sie, um festzustellen, ob das Institut die spezifischen Risiken korrekt erkannt hat und ob die abgeleiteten Präventionsmaßnahmen darauf abgestimmt sind.
Als direkt der Geschäftsleitung unterstellte Stabsstelle überwacht sie fortlaufend das Risikomanagementsystem und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften durch die operativen Einheiten.
Der Prüfer muss über Art, Umfang und Ergebnis der Prüfung schriftlich und klar berichten; für die Anti-Geldwäsche-Organisation ist dabei oft ein gesonderter Berichtsteil gemäß § 29 Abs. 2 KWG erforderlich.
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