Diplomarbeit, 2004
91 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Straßenkinder - eine Begriffsdiskussion
2.1 Definitorische Betrachtungen von Jordan und Trauernicht
2.2 Definition des Deutschen Jugendinstitutes
2.3 Definition des Institutes für soziale Arbeit
2.4 Weitere Definitionen
2.5 Zusammenfassende Bemerkungen
3 Gesetzliche Grundlagen
3.1 Die Regelungen des BGB
3.2 Die Regelungen des KJHG
3.3 Weitere Gesetze
4 Ursachen für Straßenkarrieren
4.1 Entwicklung des Menschen aus soziologischer Sicht
4.1.1 Instanzen der Sozialisation
4.1.2 Phasen der Sozialisation
4.2 Entwicklung des Menschen aus psychologischer Sicht
4.2.1 Entwicklungstheorie nach Piaget
4.2.2 Persönlichkeitstheorie nach Freud
4.2.3 Die personenzentrierte Theorie der Persönlichkeit nach Rogers
4.2.4 Die Bedürfnispyramide nach Maslow
4.2.5 Lerntheorien nach Skinner und Bandura
4.3 Problematische Lebenssituationen, die eine Entwicklung zur Straße begünstigen
4.3.1 Pull - Faktoren
4.3.2 Push - Faktoren
5 "Alltag Straße"
5.1 Das Leben auf der Straße
5.1.1 Drogenkonsum
5.1.2 Prostitution
5.1.3 Delinquentes Verhalten
5.2 Aufenthaltsort Straße
5.3 Umfang des Phänomens
6 Sozialpädagogische Interventionsmöglichkeiten
6.1 Die Arbeit der Jugendhilfe
6.1.1 Niederschwellige Angebote
6.1.2 Der Allgemeine Soziale Dienst
6.2 Wichtige Kooperationspartner der Jugendhilfe
6.2.1 Die Kooperation der Jugendhilfe mit der Polizei
6.2.2 Die Kooperation der Jugendhilfe mit der Schule
6.2.3 Die Kooperation der Jugendhilfe mit der Psychiatrie
7 Grundlegende Thesen für die Arbeit mit Straßenkindern
8 Resümee und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Lebensrealitäten und die Entstehung von sogenannten „Straßenkarrieren“ junger Menschen in Deutschland, um auf dieser Basis notwendige sozialpädagogische Interventionsansätze und notwendige Kooperationen zwischen Hilfeeinrichtungen abzuleiten.
4.3.2.1 Leichte Dauerbelastungen
Die Kinder und Jugendlichen, die die Autorinnen hier zuordnen, lebten teilweise bei ihren leiblichen, teilweise bei Stiefeltern. Das Beziehungsklima der Familien wurde "als unterkühlt und mehr oder weniger konfliktreich geschildert." Teilweise fühlten sich die Befragten gegenüber ihren Geschwistern benachteiligt und klagten über mangelnde Zuwendung seitens der Eltern. Weiterhin fühlten sie sich durch den Druck des regelmäßigen Schulbesuches und die Einhaltung von bürgerlichen Normen eingeengt.
Dieses Gefühl der Einengung ist eine Folge der mangelnden Zuwendung. Betrachtet man die Bedürfnispyramide nach Maslow, so findet man das Bedürfnis nach Zuwendung unter dem nach Anerkennung. Wenn also das Bedürfnis nach Zuwendung nicht von den Eltern hinreichend befriedigt wird, kann das Bedürfnis nach Anerkennung, was sich hier durch Wissensdrang zeigt, nicht entwickelt werden. Ist dieses nicht vorhanden, wird die Schule nur als Zwang erlebt.
Des Weiteren kann diese mangelhafte und konfliktreiche Beziehung die natürliche Infragestellung der elterlichen Normen und Werte in der Pubertät nicht auffangen. Statt dem Kind ein Gefühl des Angenommenseins und Verständnisses für seine Suche nach der eigenen Identität zu geben, üben die Eltern weiter Druck aus.
Die Autoren beschreiben, dass die Probleme sich in der Pubertät häufen und zuspitzen. Oft reicht dann schon ein kleiner Auslöser, wie beispielsweise das Verbot zum Besuch einer Diskothek, zur Flucht auf die Straße.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der Negativkarrieren junger Menschen ein, die auf der Straße leben, und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2 Straßenkinder - eine Begriffsdiskussion: Dieses Kapitel erörtert die Problematik der Begriffsfindung und grenzt „Straßenkinder“ von allgemeinen Lebenslagen ab.
3 Gesetzliche Grundlagen: Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen erläutert, insbesondere das Grundgesetz, das BGB und das KJHG im Kontext der staatlichen Schutzpflicht.
4 Ursachen für Straßenkarrieren: Dieser Teil analysiert soziologische und psychologische Entwicklungstheorien sowie die Auslöser (Push- und Pull-Faktoren) für die Flucht auf die Straße.
5 "Alltag Straße": Dieses Kapitel beschreibt die Lebensumstände, Drogenkonsum, Prostitution und das delinquente Verhalten als Reaktion auf die Straßenexistenz.
6 Sozialpädagogische Interventionsmöglichkeiten: Hier werden die Arbeit der Jugendhilfe sowie die notwendige Kooperation mit Polizei, Schule und Psychiatrie untersucht.
7 Grundlegende Thesen für die Arbeit mit Straßenkindern: Zusammenfassung der Kernerkenntnisse in Form von fünf Thesen zur pädagogischen Arbeit.
8 Resümee und Ausblick: Abschließende Reflexion über die Bedeutung sozialpädagogischer Unterstützung zur Vermeidung oder Beendigung von Straßenkarrieren.
Straßenkinder, Straßenkarrieren, Jugendhilfe, Sozialisation, Pädagogik, Jugendhilfegesetz, Prävention, Drogenkonsum, Prostitution, Delinquenz, Hilfeplanung, Kooperation, Selbstkonzept, Familienprobleme, Interventionsmöglichkeiten.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Untersuchung von jungen Menschen in Deutschland, deren Lebensmittelpunkt die Straße geworden ist, und analysiert die Hintergründe dieser „Straßenkarrieren“.
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung der Straßenexistenz, die rechtliche Situation von Kindern und Jugendlichen, sowie die konkrete Arbeit der Jugendhilfe und deren Kooperationspartner.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Ursachen von Straßenkarrieren zu schaffen, um daraus fundierte sozialpädagogische Handlungsrichtlinien für die Praxis zu entwickeln.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der theoretischen Auswertung bestehender Forschungsprojekte (insbesondere des Deutschen Jugendinstituts).
Der Hauptteil behandelt die soziologischen und psychologischen Entwicklungstheorien, die Ursachen für die Flucht auf die Straße, den Alltag der Betroffenen und Interventionsmöglichkeiten.
Schlüsselwörter sind Straßenkinder, Straßenkarrieren, Jugendhilfe, Sozialisation, Psychologie und Interventionsmöglichkeiten.
Der Begriff wird oft als stigmatisierend empfunden und als "importiert" aus anderen Kulturkreisen wahrgenommen; die Arbeit bevorzugt daher Beschreibungen wie „Junge Menschen in besonderen Problemlagen“.
Die Psychiatrie dient oft als Hilfeinstitution bei schweren Störungen; die Arbeit kritisiert jedoch eine teils mangelhafte Kooperation zwischen Jugendhilfe und Psychiatrie, die zu Lasten der Jugendlichen geht.
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