Diplomarbeit, 2007
90 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Konventionelle Durchführung von Hochbaumaßnahmen
3. Definition und Charakteristika einer PPP
4. PPP-Vertragsmodelle
4.1. Objekt im Eigentum des privaten Partners
4.1.1. PPP-Erwerbermodell
4.1.2. PPP-Leasingmodell
4.1.3. PPP-Vermietungsmodell
4.2. Objekt im Eigentum der Öffentlichen Hand
4.2.1. PPP-Inhabermodell (Betreibermodell)
4.2.2. PPP-Contractingmodell
4.3. Spezielle Vertragsmodelle
4.3.1. PPP-Konzessionsmodell
4.3.2. PPP-Gesellschaftsmodell (Kooperationsmodell)
5. Steuerneutralität als Ziel des Gesetzgebers
6. Darstellung der grundsätzlichen steuerlichen Rahmenbedingungen und Problembereiche bei PPP-Projekten
6.1. Ertragsteuerliche Grundlagen und Probleme
6.1.1. Zeitpunkt der Gewinnrealisierung
6.1.2. Finanzierung
6.2. Umsatzsteuerliche Grundlagen und Probleme
6.2.1. Leistungsgegenstand und –zeitpunkt
6.2.2. Personalgestellung und –beistellung
6.2.3. Organschaft
6.2.4. Zuschüsse an die Projektgesellschaft
6.2.5. Finanzierung
6.3. Grunderwerbsteuerliche Grundlagen und Probleme
7. Steuerrechtliche Untersuchung des konventionellen Beschaffungsansatzes und der PPP-Vertragsmodelle
7.1. Konventionelle Realisierung von Hochbauprojekten
7.1.1. Ertragsteuerliche Behandlung
7.1.2. Umsatzsteuerliche Behandlung
7.1.3. Grunderwerbsteuerbelastung
7.2. PPP-Erwerbermodell
7.2.1. Ertragsteuerliche Behandlung
7.2.2. Umsatzsteuerliche Behandlung
7.2.3. Grunderwerbsteuerbelastung
7.3. PPP-Leasingmodell
7.3.1. Ertragsteuerliche Behandlung
7.3.2. Umsatzsteuerliche Behandlung
7.3.3. Grunderwerbsteuerbelastung
7.4. PPP-Vermietungsmodell
7.4.1. Ertragsteuerliche Behandlung
7.4.2. Umsatzsteuerliche Behandlung
7.4.3. Grunderwerbsteuerbelastung
7.5. PPP-Inhabermodell (Betreibermodell) und PPP-Contractingmodell
7.5.1. Ertragsteuerliche Behandlung
7.5.2. Umsatzsteuerliche Behandlung
7.5.3. Grunderwerbsteuerbelastung
7.6. PPP-Konzessionsmodell
7.6.1. Ertragsteuerliche Behandlung
7.6.2. Umsatzsteuerliche Behandlung
7.6.3. Grunderwerbsteuerbelastung
7.7. PPP-Gesellschaftsmodell (Kooperationsmodell)
8. Auftretende steuerliche Wettbewerbesverzerrungen und mögliche Lösungsansätze
8.1. Ertragsteuern
8.2. Umsatzsteuer
8.3. Grunderwerbsteuer
9. Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die ertrag- und verkehrsteuerlichen Probleme bei der Behandlung von Public Private Partnerships (PPPs) und deren Investoren in Deutschland zu analysieren und kritisch hinsichtlich des Grundsatzes der Steuerneutralität zu bewerten.
3. Definition und Charakteristika einer PPP
Eine PPP ist durch eine langfristige, vertraglich geregelte Kooperation zwischen Öffentlicher Hand und Privatwirtschaft zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben gekennzeichnet. Die für die Realisierung des geplanten Vorhabens notwendigen Ressourcen werden dabei in einen gemeinsamen Organisationszusammenhang („Projekt“) eingestellt und die mit dem Projekt verbundenen Risiken kostenoptimal auf die beteiligten Partner verteilt. Dadurch verschiebt sich die Risiken- und Aufgabenverteilung verglichen mit der konventionellen Projektführung, um eine win-win-Situation herbeizuführen.
Kennzeichnend für PPP-Projekte ist, dass die Öffentliche Hand ihre Leistungen nicht mehr eigenständig erbringt, sondern die erforderlichen Planungs-, Bau-, Finanzierungs- und Betreiberleistungen auf den privatwirtschaftlichen Partner übertragen werden. Die Öffentliche Hand gibt dabei nicht genau vor, wie die geforderten Leistungen zu erbringen sind (sog. inputorientierte Leistungsbeschreibung), sondern definiert lediglich bestimmte Mindestanforderungen für die Leistungserstellung durch den Privaten (sog. outputorientierte Leistungsbeschreibung). Dem Privaten soll durch diese funktionale und ergebnisorientierte Leistungsbeschreibung der für Innovationen und unternehmerische Entscheidungen notwendige Spielraum eingeräumt werden. Es handelt sich also weder um eine Vermögensprivatisierung noch um eine Organisations- oder Aufgabenprivatisierung, sondern um eine funktionelle Privatisierung von Tätigkeiten. Die Tätigkeiten stehen zwar in Zusammenhang mit einer öffentlichen Aufgabe, machen diese aber nicht selbst aus. Der öffentliche Auftraggeber versucht, sich vielmehr durch Auslagerung einzelner Bereiche an privatwirtschaftliche Partner von Tätigkeiten zu entlasten, die nicht zum Kernbereich der Erfüllung öffentlicher Aufgaben gehören. Dadurch bleibt die hoheitliche Aufgabenverantwortung nach wie vor bei der öffentlichen Hand.
Weiterhin ist für PPP-Projekte der sog. Lebenszyklusansatz charakteristisch, wonach es sich im Gegensatz zu anderen Kooperationen zwischen der Öffentlichen Hand und Privaten um einen ganzheitlichen, integrativen Ansatz handelt. Dies führt zu einem phasenübergreifenden Kostenbewusstsein. So erhält der privatwirtschaftliche Partner für die Erbringung der o.g. Leistungen ein laufendes, leistungsorientiertes Entgelt, das die gesamten Kosten der Vertragslaufzeit abdecken soll.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung moderner Infrastruktur heraus und verdeutlicht den enormen Investitionsbedarf der öffentlichen Hand sowie die Relevanz steuerrechtlicher Fragestellungen bei der Umsetzung von PPP-Konzepten.
2. Konventionelle Durchführung von Hochbaumaßnahmen: In diesem Kapitel wird das bisherige Vorgehen bei öffentlichen Hochbauprojekten beschrieben, das durch eine strikte Trennung von Planungs-, Finanzierungs- und Betriebsphasen unter Verantwortung der öffentlichen Hand gekennzeichnet ist.
3. Definition und Charakteristika einer PPP: Hier wird der PPP-Begriff als langfristige, vertraglich geregelte Kooperation definiert und die Verschiebung von Aufgaben und Risiken sowie der Lebenszyklusansatz erläutert.
4. PPP-Vertragsmodelle: Das Kapitel bietet eine strukturierte Übersicht verschiedener Vertragsmodelle, differenziert nach Eigentumsverhältnissen (Privat/Öffentlich) und speziellen Modellen wie Konzessions- und Gesellschaftsmodellen.
5. Steuerneutralität als Ziel des Gesetzgebers: Dieses Kapitel erörtert das angestrebte Ziel, dass die Besteuerung die unternehmerische Entscheidung zwischen konventioneller Beschaffung und PPP nicht beeinflussen sollte.
6. Darstellung der grundsätzlichen steuerlichen Rahmenbedingungen und Problembereiche bei PPP-Projekten: Diese Sektion analysiert tiefgreifend die ertrag-, umsatz- und grunderwerbsteuerlichen Herausforderungen, einschließlich Fragen zur Gewinnrealisierung, Finanzierung, Organschaft und Zuschussbehandlung.
7. Steuerrechtliche Untersuchung des konventionellen Beschaffungsansatzes und der PPP-Vertragsmodelle: Hier erfolgt eine detaillierte steuerliche Begutachtung der verschiedenen Modelle im Vergleich zum konventionellen Ansatz.
8. Auftretende steuerliche Wettbewerbesverzerrungen und mögliche Lösungsansätze: Das Kapitel beleuchtet steuerliche Wettbewerbsverzerrungen und diskutiert Reformansätze wie ein Umsatzsteuerrefundsystem zur Neutralisierung der Belastungen.
9. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die steuerliche Gleichbehandlung trotz gesetzgeberischer Bemühungen oft nicht erreicht wird und mahnt weitere Klärungen durch Gesetzgeber und Finanzverwaltung an.
Public Private Partnership, PPP, Steuerneutralität, Ertragsteuer, Umsatzsteuer, Grunderwerbsteuer, Projektgesellschaft, Lebenszyklusansatz, Konzessionsmodell, Leasingmodell, Wettbewerbsverzerrung, Vorsteuerabzug, Organschaft, Finanzierung, Steuerrückerstattung
Die Arbeit analysiert die steuerrechtlichen Problemstellungen bei der Umsetzung von Public Private Partnerships (PPPs) im öffentlichen Hochbau in Deutschland.
Zentrale Themen sind die ertragsteuerliche Gewinnrealisierung, die umsatzsteuerliche Behandlung von Leistungen und Zuschüssen sowie die grunderwerbsteuerlichen Auswirkungen verschiedener PPP-Vertragsmodelle.
Der Autor möchte verdeutlichen, wie steuerliche Regelungen die Wirtschaftlichkeit von PPP-Projekten beeinflussen, und prüfen, inwieweit der Grundsatz der Steuerneutralität bei der Wahl zwischen konventioneller öffentlicher Beschaffung und PPP-Modellen gewahrt bleibt.
Die Arbeit basiert auf einer steuerrechtlichen Analyse der geltenden Gesetzeslage unter Berücksichtigung von Rechtsprechung (BFH, EuGH) und Verwaltungsanweisungen, um die steuerlichen Rahmenbedingungen der verschiedenen PPP-Vertragstypen zu untersuchen.
Im Hauptteil werden zunächst die steuerlichen Grundlagen und Problembereiche allgemein definiert und anschließend für spezifische Modelle wie das Erwerber-, Leasing-, Vermietungs- oder Konzessionsmodell im Vergleich zum konventionellen Beschaffungsansatz detailliert untersucht.
Wichtige Begriffe sind Public Private Partnership (PPP), Steuerneutralität, Ertrag-, Umsatz- und Grunderwerbsteuer, Projektfinanzierung sowie wettbewerbsneutrale Gestaltung von Infrastrukturprojekten.
Das Gesetz brachte punktuelle Erleichterungen, etwa bei der Grunderwerbsteuer für Rückübertragungen, konnte jedoch viele grundlegende steuerrechtliche Unklarheiten, insbesondere bei der Umsatzsteuer, nicht vollständig beseitigen.
Der Autor befürwortet die Einführung eines Umsatzsteuerrefundsystems (nach dem Vorbild Großbritanniens), um die steuerliche Diskriminierung von PPP-Modellen im Vergleich zur Eigenerstellung durch die öffentliche Hand zu kompensieren.
Die Organschaft dient als Instrument, um Umsatzsteuerbelastungen bei der Leistungserbringung durch Projektgesellschaften zu vermeiden, wobei jedoch hohe Anforderungen an die finanzielle, wirtschaftliche und organisatorische Eingliederung gestellt werden.
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