Bachelorarbeit, 2023
41 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1 Forschungsinteresse
1.2 Vorgehen
2. soziale Herkunftseffekte nach Raymond Boudon
2.1 Primäre und sekundäre Effekte
2.2 Erweiterung durch tertiäre Herkunftseffekte?
3. Studienabbruch in Deutschland
3.1 Studieren vor dem sozialen Hintergrund der Eltern
3.2 Gründe
3.3 Hilfe vom Staat
3.3.1 Deutschlandstipendium
3.3.2 Initiative „ArbeiterKind.de“
4. Zukunft nach dem Studienabbruch
4.1 Abbruch für immer?
4.2 Berufseinstieg mit Hürden
4.2.1 Perspektive „Bürgergeld“
4.2.2 Weiterbildung und Förderung
4.3 Neuanfang Berufsausbildung
4.3.1 duales Studium
5. Ergebnisse
6. Reflexion der Literatur
7. Resümee
Diese Arbeit untersucht, wie Studienabbrecher erfolgreich in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden können und welchen Einfluss die soziale Herkunft auf diesen Prozess sowie auf die ursprüngliche Studienentscheidung und den Abbruch ausübt.
3.2 Gründe
Aber auch vor der Covid-19-Pandemie sahen sich Arbeiterkinder häufig in einer benachteiligten Lage gegenüber anderen Studierenden. So ist man sich einig, dass die Chancen auf Bildungserfolg stark von der sozialen Herkunft abhängen (vgl. Büchler 2012:11). Ein Studienabbruch kann viele verschiedene Gründe haben und wird immer individuell von vielen Faktoren beeinflusst. Es gibt also nicht DEN Studienabbruch (vgl. Heublein, Wolter 2011: 216) Ein Studienabbruch ist häufig keine spontane oder kurzfristige Entscheidung, sondern die Folge einer längeren Überlegung. Es baut sich dann eine Art innere Abneigung zum Studium auf, welche sich über einen längeren Zeitraum verfestigt und schließlich in einem Abbruch mündet. Dabei können sich viele Faktoren gegenseitig bedingen (vgl. Heublein, Wolter 2011: 223). Die meisten Abbrüche, etwa 60 Prozent, finden im ersten Studienjahr statt (vgl. Gensch, Kliegl 2011: 12) Die Gründe lassen sich häufig in drei Hauptgruppen zusammenfassen: Als erstes gibt es da „individuelle Leistungsprobleme“ (Heublein, Wolter 2011: 225), d.h. die Studierenden haben mit dem Lernstoff, dem Umfang und den hohen Anforderungen zu kämpfen. Viele fühlen sich dem Leistungsdruck nicht gewachsen und zweifeln an ihrer persönlichen Eignung bezüglich des Studienfachs oder des Studiums im Allgemeinen (vgl. Heublein, Wolter 2011: 225). Besonders viele Abbrecher gibt es deshalb in technischen Studiengängen, auch wenn ein solides schulisches Vorwissen vorhanden ist (vgl. Gensch, Kliegl 2011: 8). Mit der Fülle der Inhalte und Veranstaltungen kann häufig nur schwer umgegangen werden und so fangen einige Studierende bereits zu Beginn des Studiums an, das eigene Können anzuzweifeln.
1. Einleitung: Beleuchtung der Relevanz von Bildungsgerechtigkeit und Vorstellung der Forschungsfrage zur Integration von Studienabbrechern.
2. soziale Herkunftseffekte nach Raymond Boudon: Erläuterung der Bedeutung von primären und sekundären Herkunftseffekten sowie deren Einfluss auf Bildungsentscheidungen.
3. Studienabbruch in Deutschland: Analyse der Ursachen von Studienabbrüchen, fokussiert auf soziale Hintergründe und staatliche Unterstützungsstrategien.
4. Zukunft nach dem Studienabbruch: Untersuchung nachfolgender Wege wie Berufseinstieg, Weiterbildung, Ausbildung oder duales Studium.
5. Ergebnisse: Synthese der Erkenntnisse über die individuelle Natur von Studienabbrüchen und die Rolle der sozialen Herkunft.
6. Reflexion der Literatur: Kritische Auseinandersetzung mit der genutzten Sekundärliteratur und Quellenlage der Arbeit.
7. Resümee: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf die Bedeutung sozialer Chancengleichheit.
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Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Studienabbrechern und analysiert, wie diese erfolgreich in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden können.
Zentrale Themen sind der Einfluss der sozialen Herkunft, die Ursachen für Studienabbrüche, staatliche Finanzierungsmodelle und Perspektiven für den weiteren beruflichen Werdegang.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Studienabbrecher trotz ihres abgebrochenen Studiums berufliche Perspektiven finden und welche Rolle ihre soziale Prägung dabei spielt.
Es handelt sich um eine literaturbasierte Bachelorarbeit, die bestehende Modelle und empirische Daten reflektiert und zusammenführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis durch Boudons Modell, die Analyse von Abbruchgründen und die Vorstellung konkreter Lösungswege wie Weiterbildung und berufliche Ausbildung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bildungsgerechtigkeit, soziale Herkunftseffekte und verschiedene Integrationsmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt charakterisiert.
Laut Boudon prägen Eltern durch sogenannte primäre und sekundäre Herkunftseffekte die Bildungsentscheidungen und damit den Verlauf der akademischen Laufbahn ihrer Kinder maßgeblich.
Das duale Studium bietet eine Kombination aus Praxis und Theorie, die besonders für Abbrecher attraktiv ist, da sie dort ihre Vorerfahrungen nutzen und gleichzeitig eine Vergütung erhalten können.
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