Bachelorarbeit, 2024
107 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problematik
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Der Einfluss von Smartphones auf die menschliche Verhaltensweise
2.1.1 Smartphones als Störfaktor
2.1.2 POPC
2.1.3 Die Angst des FOMOs und FOBOs
2.1.4 Aufmerksamkeitsstörung durch Smartphones
2.2 Phubbing
2.2.1 Abgrenzung des Begriffs Phubbing
2.2.2 Soziale Normen
2.2.3 Phubbing als soziale Norm
2.2.4 Folgen des Phubbings
2.3 Situationsanalyse
2.3.1 Allgemeine Smartphone Nutzung in der Generation Z
2.3.2 Phubbing im Alltag
3. Beobachtungsstudie
3.1 Beobachtungsmodell
3.2 Erhebungsbogen und Vorgehen
3.3 Beobachtungsbefunde und Auswertung
3.3.1 U-Bahn Station Universität
3.3.2 Marienplatz
4. Forschungshypothesen
4.1 Herleitung der Forschungshypothese
4.2 Theoretisches Kausalmodell
5. Methodik
5.1 Erkenntnisziele und Aufbau der Online Umfrage
5.1.2 Pretest
5.1.3 Datenerhebung
6. Empirische Auswertung und Interpretation
6.1 Datenaufbereitung
6.2 Streuung- und Lagemaß
6.3 Korrelationsanalyse
6.4 Multiple Regressionsanalyse
7. Hypothesendiskussion
8. Fazit
8.1 Zusammenfassung der Erkenntnisse
8.2 Kritische Reflektion und Eingrenzung
8.3 Forschungsbedarf und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Phänomen des "Phubbing" (das Ignorieren des Gegenübers zugunsten des eigenen Smartphones) im Alltag der Generation Z verbreitet und sozial akzeptiert ist. Dabei wird der Einfluss dieser Verhaltensweise auf zwischenmenschliche Beziehungen und soziale Normen analysiert, um zu klären, ob Phubbing als Einschränkung persönlicher Interaktionen wahrgenommen wird.
1. Einleitung
Lange vor dem Zeitalter des Mobiltelefons soll Albert Einstein, einer der brillantesten Köpfe des 20. Jahrhunderts, vorausgesagt haben: „Ich fürchte den Tag, an dem die Technologie unsere menschliche Interaktion übertreffen wird. Die Welt wird eine Generation von Idioten haben“ (Albert Einstein, zitiert nach Mount, 2015, o.S.).
Es scheint, dass die Prophezeiung wahr werden könnte. Überall wo Menschen sind, sind Smartphones in unmittelbarer Nähe aufzufinden. Ob beim Essen mit der Familie, in der U-Bahn, beim Tennisspielen oder sogar beim Fahrradfahren - die Menschen sind süchtig nach ihren Geräten (vgl. Mount, 2015, o.S.).
Die Weltbevölkerung umfasst derzeit 7,9 Milliarden Menschen, von denen etwa 6,5 Milliarden das Endgerät Smartphone nutzen. Es ist zu erwarten, dass die Bevölkerung auf 7,7 Milliarden wachsen wird. Weltweit betrachtet nutzen 3,96 Milliarden Menschen Social Media, wobei die Mehrheit über Smartphones auf soziale Medien zugreift (vgl. Al-Saggaf, 2022, S. 2f).
In einer Welt, die zunehmend von digitalen Technologien geprägt wird, ist das Phänomen des „Phubbing“ zu einem täglichen Bestandteil geworden. Die Praxis des Phubbing hat sich für Forscher zu einem weltweiten Interesse entwickelt. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass Smartphones allgegenwärtig sind und häufig in gemeinsamen Interaktionen verwendet werden (vgl. Capilla Garrido et al., 2021, S. 1f).
Phubbing, wie von Chotpitayasunondh und Douglas (2018) beschrieben, ist der Akt, jemanden in einem sozialen Umfeld zu brüskieren, indem man auf sein Telefon schaut, anstatt der anderen Person Aufmerksamkeit zu schenken, was als äußerst unhöflich gilt (vgl. ebd.). Bekannt ist der „checking habit“, bei dem das Smartphone auf Neuigkeiten überprüft wird und die Face-to-Face Interaktion dabei unterbricht (vgl. ebd.). Eine Face-to-Face Interaktion definiert dabei ein persönliches Gespräch, welches ohne zwischengeschaltete Medien stattfindet (vgl. Cornelsen Verlag GmbH, 2024).
1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Allgegenwärtigkeit von Smartphones und führt das Phänomen Phubbing als gesellschaftliche Herausforderung ein.
2. Theoretischer Rahmen: Beleuchtet den Einfluss von Smartphones auf menschliches Verhalten, definiert POPC (permanently online and permanently connected), das FOMO-Phänomen und untersucht die soziologische Einordnung von Phubbing als soziale Norm.
3. Beobachtungsstudie: Analysiert reale Phubbing-Situationen in der Münchener Innenstadt zur Gewinnung erster Eindrücke und zur Ablehnung erster Hypothesen.
4. Forschungshypothesen: Leitet auf Basis der Theorie und der Beobachtungsstudie fünf Hypothesen ab, die den Zusammenhang zwischen Phubbing, psychologischen Zuständen und sozialen Auswirkungen untersuchen.
5. Methodik: Erläutert das Vorgehen der empirischen Online-Umfrage, einschließlich der Stichprobenauswahl, des Fragebogendesigns und der statistischen Validierung mittels Pretest.
6. Empirische Auswertung und Interpretation: Präsentiert die Ergebnisse der Umfrage unter Verwendung von Korrelations- und Regressionsanalysen sowie die Vorbereitung der Daten mittels SPSS.
7. Hypothesendiskussion: Gleicht die empirischen Daten mit den aufgestellten Hypothesen ab und bewertet deren Bestätigung oder Widerlegung.
8. Fazit: Fasst die Kernerkenntnisse zusammen, reflektiert kritisch über die Grenzen der Untersuchung und zeigt Forschungsoptionen für die Zukunft auf.
Phubbing, Smartphone-Nutzung, Generation Z, soziale Normen, POPC, FOMO, Konzentrationsschwäche, digitale Interaktion, Face-to-Face Kommunikation, empirische Analyse, Online-Umfrage, soziale Isolation, Verhaltensauffälligkeiten, Medieneinfluss, digitale Ethik
Die Bachelorarbeit befasst sich mit dem Phänomen des "Phubbing" – dem Ignorieren von Gesprächspartnern durch Smartphone-Nutzung – und dessen Integration in den Alltag der Generation Z.
Zentrale Aspekte sind der Einfluss digitaler Technologie auf zwischenmenschliche Interaktionen, die "Permanently Online"-Mentalität, soziale Normen sowie Auswirkungen auf Aufmerksamkeit und Beziehungsqualität.
Das Hauptziel ist es, Ursachen für das Phubbing-Verhalten zu ermitteln sowie zu klären, inwieweit dieses Verhalten als Einschränkung der sozialen Interaktion wahrgenommen und letztlich von der Gesellschaft in der Generation Z akzeptiert wird.
Die Arbeit verfolgt einen deduktiven Ansatz, der eine systematische Beobachtungsstudie in der Öffentlichkeit mit einer quantitativen Online-Umfrage unter 200 Teilnehmern kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturaufarbeitung, eine strukturierte Beobachtungsstudie und eine empirische Datenauswertung mittels statistischer Verfahren wie Korrelations- und Regressionsanalysen.
Wichtige Begriffe sind Phubbing, Generation Z, digitale Interaktion, Konzentrationsstörungen, soziale Normen sowie das Kausalmodell zur Erklärung von Interaktionsstörungen.
Nein, die statistischen Analysen innerhalb der vorliegenden Stichprobe zeigten keine signifikanten Korrelationen zwischen dem Alter und der Toleranz gegenüber Phubbing.
Ja, die Studie konnte zeigen, dass exzessives Phubbing als unhöflich wahrgenommen wird und einhergehend mit anderen Faktoren die empfundene Zufriedenheit und die emotionale Nähe zum Kommunikationspartner reduziert.
Es wird aufgezeigt, dass das Smartphone eher als Instrument oder Symptom einer tieferliegenden Erwartungshaltung an ständige Erreichbarkeit und interne psychologische Bedürfnisse (FOMO/Verlangen) dient.
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