Magisterarbeit, 2010
125 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Der Acordo 1990 – Aktuelle Diskussion
1.2 Eingrenzung des Themas
2. Graphietradition
2.1 Einführung
2.2 Reforma Ortográfica de 1911
2.3 Acordo Ortográfico de 1931
2.4 Formulário Ortográfico de 1943 - Oficial no Brasil
2.5 Acordo Ortográfico 1945
2.6 Reforma Ortográfica de 1971
2.7 Acordo Ortográfico de 1973
2.8 Acordo Ortográfico 1986
2.9 Acordo Ortográfico de 1990
3. Geschichte des Acordo Ortográfico
4. Sprachpolitische Grundlagen
4.1 Einführung in die Sprachpolitik
4.2 Die Sprachpolitik in Portugal
4.3 Die Sprachpolitik in Brasilien
4.4 Die Sprachpolitik in Angola
5. Maßnahmen und Bewertung der Implementierung
5.1 Einführung
5.2 Acordo in Portugal
5.2.1 Maßnahmen zur Umsetzung in Portugal
5.2.2 Auswirkungen und Bewertung der Maßnahmen in Portugal
5.3 Acordo in Brasilien
5.3.1 Maßnahmen zur Umsetzung in Brasilien
5.3.2 Auswirkungen und Bewertung der Maßnahmen in Brasilien
5.4 Acordo in Angola
5.4.1 Maßnahmen zur Umsetzung in Angola
5.4.2 Auswirkungen und Bewertung der Maßnahmen in Angola
6. Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung der Arbeit
6.2 Fazit
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen, Vorteile und Implementierungsprozesse des "Novo Acordo Ortográfico" von 1990 in den lusophonen Ländern. Im Zentrum steht die Frage, wie die Vereinheitlichung der portugiesischen Rechtschreibung in verschiedenen nationalen Bildungssystemen und unter Berücksichtigung unterschiedlicher sprachpolitischer Interessen realisiert wird.
1.1 Der Acordo 1990 – Aktuelle Diskussion
Neun Länder, eine Sprache und bald auch eine gemeinsame Schreibweise. Kaum ein anderes verabschiedetes Gesetz beschäftigt die lusophone Welt derzeit so wie der Novo Acordo Ortográfico. Das am 16. Dezember 1990 von den Mitgliedern der CPLP ratifizierte Gesetz dient zur Vereinheitlichung der portugiesischen Orthographie, welche aktuell in zwei Varianten angewendet wird: der europäischen, die in allen portugiesischsprachigen Ländern mit Ausnahme Brasiliens verwendet wird, und der brasilianischen.
Das nun aktuell ratifizierte Dokument für die neue Orthographie verlangt eine Schreibweise, die der Variante des Sprechers entspricht. Ebenfalls sollen die Schreibweisen möglichst transparent und stringent die heutige Aussprache der Wörter reflektieren. Der Großteil der Veränderungen findet in der europäischen Orthographie statt. An der brasilianischen Ortographie werden weitaus weniger Änderungen vorgenommen. Grund dafür ist, dass die Orthographie in Brasilien bereits in der Vergangenheit stärker an der Aussprache orientiert wurde.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Versuch unternommen wird, die portugiesische Orthographie einer Vereinheitlichung zu unterziehen. Die ersten gemeinsamen Bestrebungen von der Academia das Ciências de Lisboa und der Academia Brasileira de Letras gehen auf das Jahr 1911 zurück. Seitdem gab es mehrere erfolglose Versuche, die Sprache anzugleichen. Der portugiesischsprachigen Welt würde die Internationalisierung ihres Idioms gelingen, wenn alle Mitglieder der CPLP die Dokumente des Novo Acordo endgültig ratifizieren, was bisher nicht der Fall ist – diese Mitglieder sind Portugal, Brasilien, Osttimor, Angola, Mosambik, Guinea-Bissau, Kapverden sowie São Tomé und Príncipe.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Debatte um den "Novo Acordo Ortográfico" ein und umreißt die Zielsetzung sowie die Struktur der Arbeit.
2. Graphietradition: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der portugiesischen Rechtschreibregeln und gibt einen historischen Überblick über die verschiedenen Reformversuche von 1911 bis 1990.
3. Geschichte des Acordo Ortográfico: Hier wird der historische Prozess der verschiedenen Abkommen und die Rolle der Akademien von Portugal und Brasilien bei der Suche nach einer einheitlichen Orthographie detailliert beschrieben.
4. Sprachpolitische Grundlagen: Dieses Kapitel analysiert die Sprachpolitik und die Bildungssysteme von Portugal, Brasilien und Angola sowie deren spezifische Herangehensweise an die Sprachenfrage.
5. Maßnahmen und Bewertung der Implementierung: Der Hauptteil setzt sich mit den praktischen Schritten, Debatten und Auswirkungen der Umsetzung des Abkommens in den untersuchten Ländern auseinander.
6. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bietet ein Fazit zur aktuellen Situation der Rechtschreibreform in der lusophonen Welt.
Novo Acordo Ortográfico, Portugiesische Sprache, Rechtschreibreform, Lusophonie, CPLP, Sprachpolitik, Orthographie, Bildungsreform, Portugal, Brasilien, Angola, Sprachliche Vereinheitlichung, Academia Brasileira de Letras, Academia das Ciências de Lisboa, Implementierung.
Die Arbeit analysiert das 1990 ratifizierte Abkommen zur Vereinheitlichung der portugiesischen Rechtschreibung (Novo Acordo Ortográfico) und dessen Auswirkungen auf die lusophonen Länder.
Die Untersuchung deckt die historische Graphietradition, die sprachpolitischen Grundlagen der betroffenen Länder sowie die praktischen Maßnahmen und gesellschaftlichen Debatten zur Umsetzung der Reform ab.
Das Ziel ist es, die Herausforderungen bei der Implementierung des Abkommens zu identifizieren und zu bewerten, warum sich der Prozess trotz politischer Einigung in einigen Ländern so schwierig gestaltet.
Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Gesetzen, Abkommen sowie aktuellen Diskursen in Medien und Fachkreisen basiert.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die konkreten Umsetzungsmaßnahmen wie den Neudruck von Schulbüchern, die Anpassung der Lehrmethoden und die öffentliche sowie politische Kritik in Portugal, Brasilien und Angola.
Zentrale Begriffe sind Orthographie, CPLP, Sprachpolitik, Vereinheitlichung und die spezifischen nationalen Bildungsnormen von Portugal, Brasilien und Angola.
In Portugal erfordert die Reform umfangreichere orthographische Anpassungen als in Brasilien, da die brasilianische Orthographie bereits in der Vergangenheit stärker an die Aussprache angepasst worden war.
Angola hat das Abkommen bisher nicht ratifiziert, da der Prozess bei den zuständigen Behörden ins Stocken geraten ist und Unsicherheiten über die Folgen für das Bildungssystem bestehen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

