Masterarbeit, 2009
43 Seiten, Note: 2,5
1 Einführung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Stand der Forschung
1.3 Methodik
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Entstehung Indiens und Pakistans
2.1.1 Zweiter Kaschmirkrieg
2.1.2 Bangladeschkrieg
2.2 Theorien
2.2.1 Proliferationsoptimismus
2.2.2 Proliferationspessimismus
2.3 Indien und Pakistan im nuklearen Zeitalter
2.3.1 Pakistanische Atompolitik
2.3.2 Indische Atompolitik
3 Stabilität durch Atomwaffen?
3.1 Datensatz
3.2 Nicht-nukleare Phase 1971 bis 1989
3.3 Von der de-facto-nuklearen Phase bis heute
3.3.1 Krise von 1990
3.3.2 Atombombentests
3.3.3 Kargilkrieg
3.3.4 Terroranschläge
3.3.5 Cold Start
4 Weitere Gefahren im Zusammenhang mit Atomwaffen
4.1 Unfälle und Missbrauch
4.2 Terrorismus
4.3 Militärisches Verhalten
4.4 Politisches System
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob der Besitz von Atomwaffen in der Region Südasien – speziell im Konflikt zwischen Indien und Pakistan – eine stabilisierende oder destabilisierende Wirkung entfaltet. Anhand proliferationsoptimistischer und proliferationspessimistischer Theorien wird analysiert, ob nukleare Waffen große Kriege verhindern oder das Risiko durch kleinere Konflikte und Fehlkalkulationen erhöhen.
3.3.1 Krise von 1990
Die Kaschmirregion war auch in dieser Krise der Hauptstreitpunkt der beiden Staaten. Dort formierte sich ein anti-indischer Aufstand, der von pakistanischen Kräften unterstützt wurde (vgl. Ganguly 2008: 51). Er entwickelte sich nach dem Ende des Afghanistankriegs. Viele Mujaheedin waren nach dem Sieg über die sowjetischen Kräfte ohne Aufgabe. Sie kämpften für den islamischen Glauben und setzten so ihren ihrer Meinung nach göttlichen Auftrag gegen die Hinduisten fort. Pakistan kam diese, gegen Indien gerichtete, Aggression gelegen.
Im Verlauf der Aufstands wurde die Tochter eines indischen Ministers von Aufständischen, die aus den pakistanischen Teilen Kaschmirs über die Grenze kamen und regelmäßig Anschläge verübten, entführt. Vorbereitet und unterstützt wurden sie dabei von dem pakistanischen Geheimdienstes ISI. Er trainierte die Angreifer und rüstete sie mit Waffen und Materialen aus. Dadurch, dass Pakistan diese Kämpfer rekrutierte, trainierte und bewaffnete, handelte es sich im Grunde genommen um einen Krieg zwischen Indien und Pakistan. (vgl. Kapur 2007: 99, 103)
1 Einführung: Die Einleitung definiert die Fragestellung nach der stabilisierenden oder destabilisierenden Wirkung von Atomwaffen im Indien-Pakistan-Konflikt und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert den geschichtlichen Abriss der indisch-pakistanischen Beziehungen sowie die theoretische Fundierung durch den Proliferationsoptimismus und -pessimismus.
3 Stabilität durch Atomwaffen?: Hier erfolgt eine detaillierte quantitative und qualitative Analyse der Konflikte zwischen 1971 und 2002 unter Berücksichtigung verschiedener Krisen und neuer militärischer Strategien.
4 Weitere Gefahren im Zusammenhang mit Atomwaffen: Dieser Abschnitt thematisiert zusätzliche Risiken wie Unfälle, terroristische Bedrohungen durch nukleares Material und den Einfluss militärischer Verhaltensweisen.
5 Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Resultat, dass die nukleare Bewaffnung in der Region Südasien eher destabilisierend wirkt.
Indien, Pakistan, Atomwaffen, Südasien, Proliferationsoptimismus, Proliferationspessimismus, Kaschmir, Abschreckung, Stabilität, Eskalation, Terrorismus, Cold Start, Sicherheitsdilemma, Militärdoktrin, Zweitschlagfähigkeit.
Die Arbeit analysiert die sicherheitspolitische Rolle von Atomwaffen im Konflikt zwischen Indien und Pakistan.
Die zentralen Themen sind nukleare Abschreckungstheorien, die Stabilität der Region Südasien und das Eskalationspotenzial zwischen konventionellen und nuklearen Konflikten.
Das Ziel ist es, zu klären, ob Atomwaffen in der Region stabilisierend wirken oder ob sie Konflikte fördern.
Es handelt sich um ein deduktives Verfahren, bei dem theoretische Annahmen anhand eines empirischen Datensatzes über Krisen und Konflikte zwischen 1971 und 2002 getestet werden.
Der Hauptteil analysiert den historischen Hintergrund, die theoretischen Ansätze, die Atompolitik beider Staaten sowie konkrete Fallbeispiele wie die Krise von 1990, den Kargilkrieg und die Cold-Start-Doktrin.
Wichtige Begriffe sind Atomwaffen, Abschreckung, Proliferation, Indien, Pakistan und Kaschmir.
Die Doktrin soll Indien befähigen, schnell und begrenzt anzugreifen, ohne die nukleare Eskalationsschwelle zu überschreiten, was jedoch in Pakistan die Gefahr nuklearer Fehlreaktionen massiv erhöht.
Der Autor warnt vor dem Risiko, dass terroristische Organisationen durch die Destabilisierung Pakistans Zugriff auf nukleares Material erlangen oder dass der nukleare Schutzschirm terroristische Angriffe gegen Indien begünstigt.
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