Bachelorarbeit, 2010
24 Seiten, Note: 2,3
Diese Arbeit untersucht die Merkmale und Auswirkungen der Bürgerversicherung und der Gesundheitsprämie im Kontext des deutschen Krankenversicherungssystems. Ziel ist es, die beiden Reformkonzepte im Detail darzustellen, ihre potenziellen Auswirkungen zu analysieren und Gemeinsamkeiten aufzudecken. Die Analyse fokussiert dabei vor allem auf die Finanzierungsseite der beiden Modelle.
Kapitel 2 befasst sich mit den wichtigsten Problemen des deutschen Krankenversicherungssystems. Hier werden unter anderem die Erosion der Finanzierungsbasis, die lohnbezogene Finanzierung und die Problematik des Moral Hazard beleuchtet. Kapitel 3 bietet einen Überblick über verschiedene Reformoptionen. Kapitel 4 analysiert die Merkmale und Auswirkungen der Bürgerversicherung. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Modell der SPD-Arbeitsgruppe einer solidarischen Bürgerversicherung. Kapitel 5 widmet sich den Merkmalen der Gesundheitsprämie und untersucht die potenzielle Entlastung des Faktors Arbeit anhand theoretischer Ergebnisse. Kapitel 6 stellt das Modell der Pauschalen Bürgerversicherung vor, das als Kombination von Bürgerversicherung und Gesundheitsprämie verstanden werden kann.
Die Arbeit beschäftigt sich mit zentralen Themen des deutschen Krankenversicherungssystems. Zu den wichtigsten Schlüsselbegriffen zählen Bürgerversicherung, Gesundheitsprämie, Finanzierungsbasis, Faktor Arbeit, Moral Hazard, Reformoptionen und der Vergleich der beiden Modelle im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Ausgabenstruktur und die soziale Gerechtigkeit.
Aufgrund von Finanzierungsproblemen im deutschen Krankenversicherungssystem wurde 2002 die „Rürup-Kommission“ einberufen. Da sich die Mitglieder nicht auf ein Modell einigen konnten, entstanden die zwei konkurrierenden Konzepte der Bürgerversicherung und der Gesundheitsprämie (Kopfpauschale).
Bei der Bürgerversicherung zahlen alle Bürger einen einkommensabhängigen Beitrag. Die Gesundheitsprämie hingegen sieht einen fixen, einkommensunabhängigen Betrag für jeden Bürger vor, wobei Geringverdiener durch Steuerzuschüsse entlastet werden.
Die SPD und Gewerkschaften favorisieren das Modell der solidarischen Bürgerversicherung. Die FDP sowie Teile der CDU/CSU befürworten die Gesundheitsprämie.
Zu den zentralen Problemen zählen die Erosion der Finanzierungsbasis, die lohnbezogene Finanzierung, der zweigeteilte Versicherungsmarkt (GKV/PKV), die Moral-Hazard-Problematik sowie demographische Entwicklungen.
Die Pauschale Bürgerversicherung wird als eine Kombination aus den Elementen der Bürgerversicherung und der Gesundheitsprämie verstanden, die versucht, Gemeinsamkeiten beider Konzepte zu nutzen.
Ein Schwerpunkt der Diskussion ist die Entlastung der Lohnnebenkosten. Theoretische Analysen untersuchen, unter welchen Bedingungen das Kopfpauschalen-System die individuelle Grenzbelastung senken und den Faktor Arbeit entlasten kann.
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