Diplomarbeit, 2010
116 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Motivation und Rahmenbedingungen
1.2. Ziele und Abgrenzungen
1.3. Vorgehen
2. Smart Metering
2.1. Definition Smart Metering
2.2. Rechtliche Rahmenbedingungen
2.2.1. EU-Richtlinien
2.2.2. Deutsche Gesetzgebung
2.3. Kommunikationspartner
2.3.1. Rollenverteilung
2.3.2. Sonderfall Deutschland
2.4. Basiselemente
2.4.1. Grundsätzlicher Systemaufbau
2.4.2. Grundlegende Datenstruktur
2.5. Konkretisierung des Zielsystems
3. Prozessanalyse
3.1. Implementierung einer Messstelle
3.2. Steuerungsprozesse
3.2.1. Fehlerbehandlung
3.2.2. Ein- und Ausschaltung
3.2.3. Störungsmeldung
3.3. Datenmanagementprozesse
3.3.1. Zählwertermittlung
3.3.2. Produktwechsel
3.3.3. Stammdatenänderung
3.3.4. Lieferantenwechsel
3.3.5. Wechsel des Messstellenbetreibers
3.4. Prozessauswertung
3.5. Anforderungen der Kommunikationspartner
3.5.1. Endverbraucher
3.5.2. Verteilnetzbetreiber
3.5.3. Messstellenbetreiber
3.5.4. Stromlieferant
3.6. Zielkennzahlen
3.6.1. Bandbreite
3.6.2. Latenz
3.6.3. Verzögerung-Bandbreite-Produkt
3.6.4. Signalreichweite
3.6.5. Verfügbarkeit
3.6.6. Flexibilität
3.6.7. Standardisierung
3.6.8. Sicherheit
3.6.9. Dienste
3.6.10. Kosten
4. Szenarioanalyse
4.1. Wichtige Einflussfaktoren
4.2. Urbanes Szenario
4.3. Ländliches Szenario
5. Architektur der Netze
5.1. Kriterien guter Netzwerkarchitekturen
5.1.1. Skalierbarkeit
5.1.2. Fehlertoleranz
5.1.3. Dienstgüte
5.1.4. Netzwerksicherheit
5.1.5. Aufwand
5.2. Strukturelle Grundgedanken
5.3. Existierende Netzwerkkonzepte
5.3.1. Asynchronous Transfer Mode (ATM)
5.3.2. Frame Relay (FR)
5.3.3. Distributed Queue Dual Bus (DQDB)
5.3.4. Synchrone digitale Hierarchie (SDH)
5.3.5. Ethernet
5.4. Netzwerkentwurf
5.5. Datenmanagement
5.5.1. Meter Data Management System
5.5.2. Meter Management System
6. Fernübertragungstechnologien
6.1. Drahtlose Kommunikation
6.1.1. GSM / GPRS
6.1.2. UMTS / HSDPA
6.1.3. WiMAX
6.2. Drahtgebundene Kommunikation
6.2.1. Power Line Communication
6.2.2. Breitband PLC
6.2.3. DSL
6.2.4. Lichtwellenleiter
6.3. Zusammenfassung
7. Gegenüberstellung und Bewertung
7.1. Entscheidungsmodelle als Grundlage
7.2. Analytic Hierarchy Process
7.2.1. Beurteilungsskala und Gewichtung
7.2.2. Konsistenzprüfung
7.3. Ergebnis
7.4. Sensitivitätsanalyse
7.5. Handlungsempfehlung
8. Weitere Forschungsfelder
9. Schlussbetrachtung und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Gegenüberstellung und objektive Bewertung effizienter Netzwerkarchitekturen und Übertragungstechnologien für Smart Metering-Systeme in verschiedenen geografischen Szenarien. Dabei wird untersucht, wie Daten zwischen Smart Metern und den beteiligten Marktpartnern effizient übertragen werden können, wobei technische, rechtliche und prozessuale Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle spielen.
2.1. Definition Smart Metering
Eine einheitliche Definition von Smart Metering ist derzeit nicht zu finden. Die verschiedenen Forschungsgruppen definieren Eigenschaften, anhand derer ein Smart Meter erkannt werden kann. Grundsätzlich geht es um die neue Generation von Messgeräten für Endverbraucher, die nicht in das Großkundensegment der Versorger fallen. Die European Smart Metering Alliance (ESMA) beschreibt folgende Funktionen, die ein Smart Meter erfüllen muss:
- Automatische Verarbeitung, Transfer, Management und Verwendung von Messdaten
- Automatische Abwicklung von Messungen
- 2 Wege Datenübertragung mit Zählern
- Lieferung aussagekräftiger und zeitnaher Verbrauchsdaten an die relevanten Akteure und ihre Systeme, auch an den Endverbraucher
- Unterstützung von Diensten, die die Energieeffizienz des Energieverbrauchs und Energiesystems verbessern (Erzeugung, Übertragung, Verteilung und vor allem Endnutzung)
Smart Metering ist demnach die Erhebung, Aufbereitung und Bereitstellung von Messdaten verschiedener Sparten (Strom, Gas, Wasser) mittels intelligenter Messsysteme mit dem Ziel die Endenergieeffizienz zu steigern.
1. Einleitung: Beschreibt die gesellschaftliche Motivation durch Klimaschutzziele, die Notwendigkeit zur Effizienzsteigerung und das daraus resultierende Smart Metering-Projekt.
2. Smart Metering: Analysiert rechtliche Grundlagen (EU, Deutschland), identifiziert Marktrollen (Stromerzeuger, Netzbetreiber, etc.) und definiert Basiselemente intelligenter Messsysteme.
3. Prozessanalyse: Untersucht kommunikationsrelevante Prozesse wie Zählerinstallation, Steuerung (Fehlerbehandlung) und Datenmanagement unter Berücksichtigung von GPKE-Standards.
4. Szenarioanalyse: Entwickelt zwei gegensätzliche Szenarien (urban vs. ländlich), um die Anforderungen an Bandbreite und Verfügbarkeit in Abhängigkeit der Bevölkerungsdichte zu ermitteln.
5. Architektur der Netze: Bewertet Netzwerkarchitekturen wie ATM, Frame Relay, DQDB, SDH und Ethernet basierend auf Kriterien wie Skalierbarkeit und Dienstgüte.
6. Fernübertragungstechnologien: Vergleicht verschiedene Drahtlos- (GSM/GPRS, UMTS, WiMAX) und Drahtgebundene Technologien (PLC, DSL, LWL) hinsichtlich ihrer Eignung für Smart Metering.
7. Gegenüberstellung und Bewertung: Nutzt den Analytic Hierarchy Process (AHP), um die untersuchten Technologien systematisch zu gewichten, zu bewerten und Handlungsempfehlungen auszusprechen.
8. Weitere Forschungsfelder: Identifiziert offene Fragen, insbesondere zur Integration proprietärer Software und wirtschaftlicher Sichtweisen auf IT-Infrastrukturen.
9. Schlussbetrachtung und Ausblick: Fasst den Status Quo zusammen und prognostiziert die zukünftige Entwicklung im Kontext von Smart Grids und verändertem Nutzerverhalten.
Smart Metering, Datenübertragung, Netzwerkarchitektur, Fernübertragungstechnologien, Prozessanalyse, Bandbreite, Latenz, Verfügbarkeit, Analytic Hierarchy Process, Energiewirtschaft, Smart Grid, Messstellenbetreiber, Datenmanagement, Prozessmodellierung, Infrastruktur
Die Diplomarbeit untersucht effiziente Architekturen und Technologien für die Datenübertragung im Bereich des Smart Metering unter Berücksichtigung deutscher und europäischer Rahmenbedingungen.
Die Arbeit behandelt die Prozessanalyse von Messdaten, die Bewertung verschiedener Netzwerkarchitekturen sowie den detaillierten Vergleich von drahtlosen und leitungsgebundenen Kommunikationstechnologien.
Ziel ist es, die Eignung verschiedener Übertragungstechnologien für das Smart Metering in urbanen und ländlichen Szenarien objektiv zu bewerten und eine Handlungsempfehlung abzugeben.
Zur objektiven Bewertung der Technologien wird der Analytic Hierarchy Process (AHP) eingesetzt, unterstützt durch eine Prozessanalyse basierend auf der BPMN-Notation.
Im Hauptteil werden zunächst die rechtlichen Grundlagen und Rollen am Energiemarkt geklärt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Geschäftsprozesse, der Szenarienentwicklung und der technischen Evaluierung von Kommunikationsmedien.
Wichtige Begriffe sind Smart Metering, Netzwerkarchitektur, Fernübertragungstechnologien, Prozessanalyse, Bandbreite, Latenz, Verfügbarkeit sowie der Analytic Hierarchy Process (AHP).
Die Bevölkerungsdichte bestimmt die Erschließung mit Kommunikationsmedien und damit die Verfügbarkeit und notwendige Bandbreite, was die Unterscheidung zwischen urbanen und ländlichen Szenarien erforderlich macht.
Lichtwellenleiter schneiden im Ranking aufgrund ihrer hohen Bandbreite, Sicherheit und Störungsresistenz in beiden Szenarien am besten ab, trotz höherer Kosten und infrastruktureller Hürden bei der Verlegung.
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