Diplomarbeit, 2005
103 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Ziel und Aufbau der Arbeit
3. Begriffsdefinitionen
3.1 Das Nachrichtenmagazin
3.2 Die Newsstory
3.3 Harte und weiche Nachrichten
4. Der Spiegel
4.1 Entstehung des Spiegel
4.2 Die Spiegel-Affären
4.3 Aufbau des Spiegel
5. Der Focus
5.1 Geschichte des Focus
5.2 Aufbau des Focus
5.3 Berichterstattung im Focus
6. Statistische Zahlen zu Spiegel und Focus
6.1 Verkaufszahlen des Spiegel
6.2 Verkaufszahlen des Focus
6.3 Zahlen zur Reichweite und Häufigkeit der Zitierungen von Spiegel und Focus in anderen Medien im Vergleich
7. Analyse
7.1 Analyseziel und Korpuserstellung
7.2 Korpusrelevante Rubriken in Spiegel und Focus
7.3 Instrument und Methode
7.3.a) Das Programm WinMax
7.3.b) Definition der Analysekategorien nach Robling
7.3.c) Erweiterung der Analysekategorien
7.3.d) Beschreibung der Analysekategorien mit den jeweiligen Unterpunkten
(1) Kategorie ‚Namensnennung’
(2) Kategorie ‚Äußere Erscheinung’
(3) Kategorie ‚Psychologisierung’
(4) Kategorie ‚Intimisierung’
(5) Kategorie ‚Statusbetonung’
(6) Kategorie ‚Positiv / Negativ’
7.3.e) Die Analysekategorien im Überblick
7.4 Formulierung des Fragenkatalogs zur Analyse
8. Auswertung des Korpus (quantitativ und qualitativ)
8.1 Die Häufigkeitsverteilung der Korpustexte auf die Rubriken der Nachrichtenmagazine
8.1.a) Die Häufigkeitsverteilung der Korpustexte auf die Spiegel-Rubriken
8.1.b) Die Häufigkeitsverteilung der Korpustexte auf die Focus-Rubriken
8.2 Das Verhältnis der Namensnennungen von Bush und Kerry
8.2.a) Das Verhältnis der Namensnennungen von Bush und Kerry in den Spiegel-Texten
8.2.b) Das Verhältnis der Namensnennungen von Bush und Kerry in den Focus-Texten
8.3 Die Häufigkeitsverteilung der Korpustextstellen über Bush und Kerry auf die Kategorien ‚Äußere Erscheinung’, ‚Psychologisierung’, ‚Intimisierung’ und ‚Statusbetonung’
8.3.a) Spiegel: Die Verteilung der Korpustextstellen über Bush auf die Kategorien
8.3.b) Spiegel: Die Verteilung der Korpustextstellen über Kerry auf die Kategorien
8.3.c) Spiegel: Die Verteilung der gesamten Korpustextstellen des Spiegel auf die Kategorien
8.3.d) Focus: Die Verteilung der Korpustextstellen über Bush auf die Kategorien
8.3.e) Focus: Die Verteilung der Korpustextstellen über Kerry auf die Kategorien
8.3.f) Focus: Die Verteilung der gesamten Korpustextstellen des Focus auf die Kategorien
8.4 Das Verhältnis von positiven und negativen Äußerungen in den Korpusartikeln des Spiegel
8.4.a) Spiegel: Das Verhältnis von positiven und negativen Äußerungen über Bush
8.4.b) Spiegel: Das Verhältnis von positiven und negativen Äußerungen über Kerry
8.4.c) Spiegel: Das Gesamtverhältnis von positiven und negativen Äußerungen im Spiegel
8.5 Die Häufigkeitsverteilung der positiven und negativen Äußerungen in den Korpusartikeln des Spiegel auf die Kategorien ‚Äußere Erscheinung’, ‚Psychologisierung’, ‚Intimisierung’ und ‚Statusbetonung’
8.5.a) Spiegel: Die Häufigkeitsverteilung der negativen Äußerungen über Bush auf die Kategorien
8.5.b) Spiegel: Die Häufigkeitsverteilung der negativen Äußerungen über Kerry auf die Kategorien
8.5.c) Spiegel: Die Häufigkeitsverteilung der positiven Äußerungen über Bush auf die Kategorien
8.5.d) Spiegel: Die Häufigkeitsverteilung der positiven Äußerungen über Kerry auf die Kategorien
8.6 Das Verhältnis von positiven und negativen Äußerungen in den Korpusartikeln des Focus
8.6.a) Focus: Das Verhältnis von positiven und negativen Äußerungen über Bush
8.6.b) Focus: Das Verhältnis von positiven und negativen Äußerungen über Kerry
8.6.c) Focus: Das Gesamtverhältnis von positiven und negativen Äußerungen im Focus
8.7 Die Häufigkeitsverteilung der positiven und negativen Äußerungen in den Korpusartikeln des Focus auf die Kategorien ‚Äußere Erscheinung’, ‚Psychologisierung’, ‚Intimisierung’ und ‚Statusbetonung’
8.7.a) Focus: Die Häufigkeitsverteilung der negativen Äußerungen über Bush auf die Kategorien
8.7.b) Focus: Die Häufigkeitsverteilung der negativen Äußerungen über Kerry auf die Kategorien
8.7.c) Focus: Die Häufigkeitsverteilung der positiven Äußerungen über Bush auf die Kategorien
8.7.d) Focus: Die Häufigkeitsverteilung der positiven Äußerungen über Kerry auf die Kategorien
8.8 Das Verhältnis von positiven und negativen Äußerungen zitierter Personen
8.8.a) Spiegel: Das Verhältnis von positiven und negativen Äußerungen zitierter Personen über Bush
8.8.b) Spiegel: Das Verhältnis von positiven und negativen Äußerungen zitierter Personen über Kerry
8.8.c) Focus: Das Verhältnis von positiven und negativen Äußerungen zitierter Personen über Bush
8.8.d) Focus: Das Verhältnis von positiven und negativen Äußerungen zitierter Personen über Kerry
9. Zusammenfassung
Diese Diplomarbeit untersucht die mediale Darstellung der US-Präsidentschaftskandidaten George W. Bush und John F. Kerry im Wahlkampf 2004 anhand der beiden deutschen Nachrichtenmagazine "Der Spiegel" und "Focus". Die Forschungsfrage zielt darauf ab, Unterschiede in der Berichterstattung, der Themenwahl und der psychologischen Einordnung der Kandidaten aufzuzeigen und dabei die redaktionellen Tendenzen der Magazine zu analysieren.
Die Newsstory
Eine weitere Definition des Nachrichtenmagazins, die im Hinblick auf die Art der Nachrichtenaufbereitung interessant ist, findet sich in Meyers großem Taschenlexikon:
„Zeitschriftentyp, entstand 1923 mit der Gründung von TIME; wöchentlich erscheinend; ausgewählte Nachrichten werden, in Sparten geordnet, meist in Form einer Story oder Nachrichtengeschichte mit Hintergrundinformationen und interpretierend dargeboten; [...].“12
Die Form der Nachrichtengeschichte oder Newsstory geht ebenfalls auf Time zurück. Diese Art der Berichterstattung wird heute von allen großen Nachrichtenmagazinen verwendet. Sie dient dazu, die Ereignisse der Woche in leicht lesbarer Form zusammenzufassen.13
Es handelt sich dabei um eine erzählende Textform. Sie vereint die Elemente von Feature und Reportage in sich, was ihr von Haller den Ruf eines Zwitters einbrachte. Er charakterisierte das journalistische Verhalten, das zur Newsstory führt, folgendermaßen:
„Das Auffallende an den derzeit modischen Darstellungsformen ist jedenfalls die andere journalistische Rolle: Man möchte nicht eigentlich informieren, nicht orientieren; der Autor wünscht viel lieber zu erzählen, am liebsten über sich, seine eigenen Impressionen und Einfälle, Hauptsache, der Text gefällt aufgrund seiner formalen Glätte.“14
1. Einleitung: Beschreibt den historischen Kontext des US-Wahlkampfs 2004 und die enorme mediale Resonanz in Deutschland, die zur Untersuchung der Darstellung von Bush und Kerry motivierte.
2. Ziel und Aufbau der Arbeit: Definiert das Forschungsziel, die methodische Vorgehensweise und die Struktur der vorliegenden Arbeit.
3. Begriffsdefinitionen: Erläutert die theoretischen Grundlagen wie "Nachrichtenmagazin", "Newsstory" sowie die Unterscheidung zwischen "harten" und "weichen" Nachrichten.
4. Der Spiegel: Analysiert die Geschichte, die affärengeprägte investigative Tradition und den Aufbau des Magazins.
5. Der Focus: Beleuchtet die Entstehung, das Selbstverständnis als modernes Nachrichtenmagazin für die "Info-Elite" und die spezifische Struktur des Focus.
6. Statistische Zahlen zu Spiegel und Focus: Bietet einen detaillierten Vergleich von Verkaufszahlen, Auflage, Reichweite und Zitationshäufigkeit beider Magazine.
7. Analyse: Definiert die Vorgehensweise, das Korpus, die Rubrikenharmonisierung sowie das verwendete Analysetool "WinMax" und das Kategoriensystem nach Robling.
8. Auswertung des Korpus (quantitativ und qualitativ): Stellt die Ergebnisse der Untersuchung dar, gegliedert in Rubrikenverteilung, Namensnennungen, Kategorienzuordnungen und das Verhältnis von positiven zu negativen Äußerungen.
9. Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert die unterschiedliche redaktionelle Haltung von "Spiegel" und "Focus" im US-Wahlkampf.
US-Wahlkampf 2004, George W. Bush, John F. Kerry, Der Spiegel, Focus, Inhaltsanalyse, Journalismus, Newsstory, Personalisierung, Medienvergleich, Nachrichtenforschung, WinMax, politische Kommunikation, Berichterstattung, Nachrichtentheorie
Die Arbeit analysiert die mediale Darstellung der beiden US-Präsidentschaftskandidaten George W. Bush und John F. Kerry in den beiden führenden deutschen Nachrichtenmagazinen "Der Spiegel" und "Focus" während des Wahlkampfes 2004.
Im Fokus stehen die journalistische Personendarstellung, das Verhältnis von Information zu Interpretation ("Newsstory"), die unterschiedliche redaktionelle Ausrichtung der Magazine und der Einfluss dieser Formate auf das Bild der Kandidaten.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie die Magazine durch ihre spezifischen journalistischen Stile und Kategoriensysteme die Persönlichkeiten der Kandidaten konstruieren und ob dabei eine erkennbare parteiliche Tendenz vorliegt.
Der Autor verwendet eine inhaltsanalytische Methode. Hierbei wird das Korpus (Artikel aus dem Zeitraum August bis Oktober 2004) mithilfe der Software "WinMax" in definierte Kategorien eingeteilt, die auf Ansätzen von Franz-Hubert Robling basieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine quantitative Auswertung (Häufigkeitsverteilungen, Namensnennungen, Rubriken) und eine qualitative Interpretation (Textbeispiele, Zitate Dritter, emotionale Bewertung von Eigenschaften und Verhalten).
Die zentralen Schlagworte umfassen US-Wahlkampf, Inhaltsanalyse, Personalisierung, "Der Spiegel", "Focus", politische Kommunikation und journalistische Stilistik.
Die Untersuchung zeigt, dass der "Spiegel" häufiger auf eine "harte" und kritische Rhetorik setzt, die Bushs Dummheit oder Inkompetenz unterstellt, während bei Kerry eher eine bedauernde oder kühlere Distanz gewahrt wird.
Die Arbeit verdeutlicht, dass insbesondere der "Focus" eine "Boulevardisierung" vornimmt, indem er vermehrt auf Themen wie Familie, Lifestyle und Privates (Intimisierung) setzt, um die Kandidaten menschlich greifbarer, aber auch oberflächlicher darzustellen.
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