Diplomarbeit, 2006
171 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Ziele und Zweck der Arbeit
1.2 Das Diakoniedorf Herzogsägmühle
1.3 Definitionen
1.3.1 Behinderung
1.3.2 Gleichstellung
1.3.3 Benachteiligung
1.3.4 Barrierefreiheit
1.3.5 Zielvereinbarungen
1.3.6 Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung
1.3.7 World Wide Web Consortium
1.3.8 Web Accessibility Initiative
1.3.9 Web Content Accessibility Guidelines
1.3.10 Inhalt und Layout von HTML-Dokumenten
1.3.11 Unterschied zwischen Website und Webseite
1.3.12 Content-Management-System
2. Anforderungen verschiedener Zielgruppen an Barrierefreiheit
2.1 Allgemeine Anforderungen
2.1.1 Usability
2.1.2 Accessibility
2.1.3 Barrierefreiheit
2.1.4 Universal Design
2.2 Anforderungen an die Zielgruppe der Behinderten
2.2.1 Anteil der Behinderten an der Gesamtbevölkerung
2.2.2 Nutzung des Internets
2.2.3 Blinde
2.2.4 Sehbehinderte
2.2.5 Hörgeschädigte und Gehörlose
2.2.6 Körperbehinderte
2.2.7 Lernbehinderte
2.2.8 Geistigbehinderte
2.3 Anforderungen für die Gruppe der sonstig Benachteiligten
2.3.1 Senioren
2.3.2 Ausländer und Migranten
2.3.3 Anwender mobiler Endgeräte
2.4 Einführung von Personas
3. Entwicklung und aktuelle Situation der Barrierefreiheit
3.1 USA
3.1.1 Americans with Disabilities Act (ADA)
3.1.2 Rehabilitation Act - Section 508
3.1.3 Web Accessibility Initiative (WAI)
3.1.4 Computerindustrie
3.1.4.1 IBM
3.1.4.2 Microsoft
3.2 Europa
3.2.1 Deutschland
3.2.1.1 Behindertenverbände
3.2.1.2 Barrierefreie Projekte
3.2.1.2.1 Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik
3.2.1.2.2 barrierefrei kommunizieren!
3.2.2 Österreich
3.2.3 Schweiz
4. Länderübergreifende Empfehlungen und bundesdeutsche Gesetze
4.1 Länderübergreifende Empfehlungen des World Wide Web Consortiums
4.1.1 Web Content Accessibility Guidelines 1.0
4.1.2 Web Content Accessibility Guidelines 2.0
4.1.2.1 Gestaltungsprinzip der Wahrnehmbarkeit
4.1.2.2 Gestaltungsprinzip der Bedienbarkeit
4.1.2.3 Gestaltungsprinzip der Verständlichkeit
4.1.2.4 Robustheit der Technik
4.1.3 Authoring Tool Accessibility Guidelines 1.0
4.1.4 User Agent Accessibility Guidelines 1.0
4.1.5 XML Accessibility Guidelines 1.0
4.2 Rechtliche Bestimmungen in Deutschland
4.2.1 Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
4.2.2 Sozialgesetzbuch Neuntes Buch
4.2.3 Behindertengleichstellungsgesetz
4.2.4 Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung
4.2.5 Landesgleichstellungsgesetze
5. Stand der Umsetzung der BITV in Deutschland
5.1 Bundesbehörden
5.2 Landesbehörden
5.3 Hochschulen
5.4 Privatwirtschaft und soziale Einrichtungen
6. Kosten und Nutzen einer barrierefreien Website
6.1 Kosten
6.1.1 Rüstkosten
6.1.2 Produktionskosten
6.1.3 Migrationskosten
6.2 Nutzen
6.2.1 Ausdehnung der Reichweite
6.2.2 Optimierung für Suchmaschinen
6.2.3 Umsatzsteigerung
6.2.4 Wettbewerbsvorteile
6.2.5 Erschließung neuer Märkte
6.2.6 Geringeres Transfervolumen
6.2.7 Kostengünstiger Relaunch
6.3 Fazit
7. Technische Anforderungen an ein barrierefreies Internet
7.1 Warum überhaupt ein barrierefreies Internet?
7.2 Kurzfassung - die wichtigsten Aspekte der Barrierefreiheit
7.3 Vorüberlegungen bei der Planung eines barrierefreien Webauftritts
7.4 Leitfaden zur Umsetzung der BITV-Bestimmungen
7.4.1 Die BITV-Verordnung im Detail
7.4.2 Abschnitt 1: Alternativen
7.4.3 Abschnitt 2: Farben
7.4.4 Abschnitt 3: Sauberer Code
7.4.5 Abschnitt 4: Sprachliche Besonderheiten
7.4.6 Abschnitt 5: Tabellen
7.4.7 Abschnitt 6: Fallback-Lösungen
7.4.8 Abschnitt 7: Dynamik
7.4.9 Abschnitt 8: Zugänglichkeit
7.4.10 Abschnitt 9: Unabhängigkeit
7.4.11 Abschnitt 10: Kompatibilität mit assistiven Technologien
7.4.12 Abschnitt 11: Standards
7.4.13 Abschnitt 12: Orientierung
7.4.14 Abschnitt 13: Gebrauchstauglichkeit
7.4.15 Abschnitt 14: Verständnis
8. Test auf Barrierefreiheit
8.1 Accessibility Prüftools
8.1.1 Bobby
8.1.2 WAVE
8.1.3 A-Prompt
8.1.4 W3C-Validator für (X)HTML
8.1.5 W3C-Validator für CSS
8.2 Nutzertests
8.3 Der BITV-Kurztest
8.4 Der BIENE-Award
9. Barrierefreies Internet am Herzogsägmühler Fallbeispiel „RITA“
9.1 Projektumfeld
9.1.1 Das Europa-Projektbüro Herzogsägmühle
9.1.2 Fach- und Ausbildungsbetrieb Telezentrum Herzogsägmühle
9.2 Ausgangssituation
9.3 Projektinitialisierung
9.3.1 Projektantrag
9.3.2 Anforderungsanalyse
9.4 Systemauswahl eines Content-Management-Systems
9.4.1 Vorteile eines Content-Management-Systems
9.4.2 Auswahlkriterien und Marktübersicht für ein CMS
9.4.3 Kurzbeschreibung von Typo3
9.5 Projektdefinition und Projektplanung
9.5.1 Gesamtprojektplan
9.5.2 Projektorganisation
9.5.3 Kick-Off-Meeting
9.6 Projektdurchführung
9.7 Projektkontrolle
9.7.1 Formalziele
9.7.2 Sachziele
9.8 Projektabschluss
9.8.1 Abnahme der Projektergebnisse und Systemübergabe
9.8.2 Projektabschlussbericht und Auflösung des Projektes
9.9 Aktionstag Barrierefreies Internet
10. Ausblick
10.1 Barrierearmut statt Barrierefreiheit?
10.2 Relaunch des Webauftritts von Herzogsägmühle insgesamt
10.3 Ausbau des Dienstleistungsangebots des EU-Projektbüros
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die Grundlagen und Anforderungen eines barrierefreien Internets zu erläutern und einen praxisorientierten Leitfaden zur Umsetzung der BITV-Bestimmungen zu bieten. Die Forschungsarbeit setzt sich insbesondere mit der barrierefreien Gestaltung einer konkreten Webpräsenz in sozialen Einrichtungen auseinander, wobei das Projekt "RITA" in Herzogsägmühle als Fallbeispiel dient, um die technische und organisatorische Herausforderung der Barrierefreiheit zu beleuchten.
1.1 Ziele und Zweck der Arbeit
Untersuchungsgegenstand dieser Diplomarbeit ist die Barrierefreiheit im Internet. Der Fokus liegt dabei zum einen auf den betroffenen Zielgruppen und dem momentanen Stand der Umsetzung der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) in Deutschland. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Arbeit ist es, einem interessierten Personenkreis einen Leitfaden zur Erstellung barrierefreier Webauftritte anzubieten sowie die vorhandenen, meist kostenlosen Prüftools auf Barrierefreiheit vorzustellen.
Um dem Leser den Einstieg in die Thematik zu erleichtern, werden im ersten Kapitel die relevanten Begriffe dieser Arbeit definiert und kurz erklärt.
Was sind die Grundlagen für ein barrierefreies Internet und welche Zielgruppen profitieren aus welchen Gründen von barrierefreien Internetinhalten? Mit dieser Fragestellung setzt sich das zweite Kapitel auseinander.
Das dritte Kapitel zeigt die Entwicklung der Barrierefreiheit beginnend in den Vereinigten Staaten von Amerika auf und gibt einen Überblick der aktuellen Situation in Deutschland und den angrenzenden Nachbarstaaten Österreich und Schweiz.
Die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) war und ist in Deutschland die Triebfeder für das Vorantreiben der Barrierefreiheit. Kapitel vier behandelt sowohl dieses wichtige Instrumentarium im Kontext mit weiteren Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland als auch länderübergreifende Empfehlungen des World Wide Web Consortiums.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Internets ein und erläutert die Notwendigkeit von Barrierefreiheit für benachteiligte Bevölkerungsgruppen sowie die Zielsetzung dieser Diplomarbeit.
2. Anforderungen verschiedener Zielgruppen an Barrierefreiheit: In diesem Kapitel werden die unterschiedlichen Bedürfnisse und Barrieren von Menschen mit Behinderungen sowie sonstig Benachteiligten wie Senioren und mobilen Nutzern detailliert analysiert.
3. Entwicklung und aktuelle Situation der Barrierefreiheit: Hier wird der historische Hintergrund und der aktuelle rechtliche sowie technische Status der Barrierefreiheit in den USA, Europa und insbesondere in Deutschland beleuchtet.
4. Länderübergreifende Empfehlungen und bundesdeutsche Gesetze: Dieses Kapitel behandelt internationale Richtlinien des W3C sowie die spezifischen deutschen Rechtsgrundlagen, wie das BGG und die BITV.
5. Stand der Umsetzung der BITV in Deutschland: Es erfolgt eine Bestandsaufnahme, wie Bund, Länder und private Akteure die BITV bisher in der Praxis umgesetzt haben.
6. Kosten und Nutzen einer barrierefreien Website: Eine betriebswirtschaftliche Betrachtung der Investitionen und strategischen Vorteile, die mit der barrierefreien Gestaltung von Webangeboten verbunden sind.
7. Technische Anforderungen an ein barrierefreies Internet: Dieser Teil bietet einen konkreten Leitfaden zur schrittweisen Erfüllung der 66 BITV-Bedingungen.
8. Test auf Barrierefreiheit: Vorstellung gängiger Prüfwerkzeuge und Methoden, um die Konformität von Webseiten zu evaluieren.
9. Barrierefreies Internet am Herzogsägmühler Fallbeispiel „RITA“: Die praktische Anwendung der erarbeiteten Konzepte und Tools bei der Neugestaltung der Website des Europa-Projektbüros Herzogsägmühle.
10. Ausblick: Eine abschließende Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung, weg von der rein technischen Barrierefreiheit hin zum Konzept der Barrierearmut.
Barrierefreiheit, BITV, Web Accessibility Initiative, W3C, Usability, Accessibility, Herzogsägmühle, Content-Management-System, Typo3, Inklusion, Screenreader, Behinderte, Projektmanagement, Webdesign, Standardkonformität.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der barrierefreien Gestaltung von Internetauftritten, insbesondere im Kontext sozialer Einrichtungen, um behinderten und benachteiligten Menschen den Zugang zu digitalen Informationen zu erleichtern.
Zentrale Themen sind die Anforderungen verschiedener Zielgruppen, rechtliche Grundlagen wie die BITV, technische Standards für barrierefreies Webdesign sowie das Projektmanagement bei der Einführung barrierefreier Systeme.
Das Ziel ist es, theoretisches Wissen über Barrierefreiheit mit einem praktischen Leitfaden für Entscheidungsträger zu verbinden und anhand eines realen Projektes in Herzogsägmühle aufzuzeigen, wie Barrierefreiheit erfolgreich implementiert werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer begleitenden Fallstudie des Projektes "RITA", inklusive technischer Tests, Anforderungsanalysen und der Evaluation verschiedener CMS-Lösungen.
Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen der Barrierefreiheit, eine Analyse der aktuellen Situation, einen ausführlichen Leitfaden zur BITV-Umsetzung, die Vorstellung von Testmethoden sowie die detaillierte Beschreibung der praktischen Projektdurchführung in Herzogsägmühle.
Die wichtigsten Begriffe sind Barrierefreiheit, BITV, Usability, Web Accessibility, Inklusion, Content-Management-System (CMS) und Projektmanagement.
Typo3 wurde aufgrund seiner Open-Source-Lizenz, seiner Leistungsfähigkeit, Flexibilität und der bereits vorhandenen barrierefreien Erweiterungen sowie der Eignung für komplexe Webprojekte als ideale Lösung identifiziert.
Personas wurden genutzt, um die vielfältigen Bedürfnisse der Zielgruppen (z.B. Blinde, Senioren, Lernbehinderte) zu abstrahieren und dem Entwicklungsteam ein besseres Verständnis für die notwendigen Barrierefreiheits-Anforderungen zu vermitteln.
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