Bachelorarbeit, 2009
68 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Fundamentale Grundlagen
2.1 Zweck des Jahresabschlusses
2.2 Allgemeine Ziele, Struktur und Status des Projekts
3 Bisherige Darstellung des Jahresabschlusses nach IAS 1 (amended 2005)
3.1 Bilanz
3.2 Gewinn- und Verlustrechnung
3.3 Kapitalflussrechnung
3.4 Eigenkapitalveränderungsrechnung
3.5 Anhang
4 Inhalt und Darstellung des Jahresabschlusses nach dem „Financial Statement Presentation“-Projekt
4.1 Phase A
4.1.1 Ziele
4.1.2 Neuregelungen
4.1.2.1 Umbenennung der Abschlussbestandteile
4.1.2.2 Bilanz
4.1.2.3 Gesamtergebnisrechnung
4.1.2.4 Eigenkapitalveränderungsrechnung
4.1.3 Anwendungszeitpunkt
4.2 Phase B
4.2.1 Ziele
4.2.2 Prinzipien
4.2.3 Geplante Neuregelungen
4.2.3.1 Klassifizierung von Informationen
4.2.3.2 Bilanz
4.2.3.3 Gesamtergebnisrechnung
4.2.3.4 Kapitalflussrechnung
4.2.3.5 Anhang
4.3 Phase C
5 Kritische Würdigung des Projekts
5.1 Kriterien für die Verbesserung des true and fair view
5.2 Phase A
5.2.1 Positive Aspekte
5.2.2 Negative Aspekte
5.3 Phase B
5.3.1 Die einheitliche Gliederungssystematik
5.3.1.1 Ausnahmen und Inkonsistenzen
5.3.1.2 Lösungsvorschläge
5.3.2 Anforderungen an die Rechnungslegung
5.3.2.1 Entscheidungsrelevanz
5.3.2.2 Verlässlichkeit
5.3.2.3 Vergleichbarkeit
5.3.2.4 Verständlichkeit
5.3.3 Kosten-Nutzen-Vergleich
5.4 Fazit
6 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Neuregelungen des gemeinsamen IASB/FASB-Projekts „Financial Statement Presentation“ kritisch zu analysieren und zu prüfen, inwieweit diese den Informationsnutzen für Kapitalgeber steigern sowie die Jahresabschlusserstellung für Bilanzierende erleichtern können.
4.2.3.1 Klassifizierung von Informationen
Die Einteilung der im Jahresabschluss darzustellenden Geschäftsvorfälle in eine Kategorie richtet sich nach der Einteilung der Vermögenswerte und Schulden (DP 2.27). Die dazugehörigen Aufwendungen, Erträge und Zahlungsströme werden dann identisch zugeordnet (DP 2.29). Bei der Geschäftstätigkeit sind diejenigen Vermögenswerte und Schulden einzuordnen, die in Verbindung mit der Fortführung des Unternehmens stehen (DP 2.31). Die operative Tätigkeit beinhaltet die Bilanzpositionen, die der gewöhnlichen Betriebstätigkeit zuzuordnen sind (DP 2.32), z. B. Produktion oder erbrachte Dienstleistungen. Zur investiven Geschäftstätigkeit sind die Vermögenswerte und Schulden zu zählen, die das Unternehmen zur Erwirtschaftung von Zinsen, Dividenden oder Wertsteigerungen hält. Mit dem tatsächlichen Geschäft haben diese Posten nichts zu tun (DP 2.33).
Sofern Vermögenswerte und Schulden dazu dienen, die Geschäftstätigkeit zu finanzieren, sind sie der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen (DP 2.34). Für den Fall, dass eine Zuordnung zu einer Kategorie nicht möglich ist, soll eine Zugehörigkeit zur operativen Tätigkeit unterstellt werden (DP 2.35). Welche Vermögenswerte, Aufwendungen, Erträge oder Cashflows den Bereichen Eigenkapital, aufgegebene Geschäftsbereiche und Ertragsteuern zuzuordnen sind, regelt das IFRS-Rahmenkonzept bzw. die entsprechenden Rechnungslegungsstandards (F.49, F.65 bis F.68, IFRS 5 und IAS 12).
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, die aus der Kritik an der inkonsistenten Jahresabschlussdarstellung resultiert, und Erläuterung des methodischen Vorgehens.
2 Fundamentale Grundlagen: Darlegung des Informationszwecks des Jahresabschlusses und Einführung in die Ziele, Struktur und den Status des „Financial Statement Presentation“-Projekts.
3 Bisherige Darstellung des Jahresabschlusses nach IAS 1 (amended 2005): Beschreibung des Status quo der Jahresabschlussbestandteile Bilanz, GuV, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang vor den Reformen.
4 Inhalt und Darstellung des Jahresabschlusses nach dem „Financial Statement Presentation“-Projekt: Detaillierte Darstellung der Neuregelungen in den Phasen A, B und C, inklusive Umbenennungen, Klassifizierungen und der einheitlichen Gliederungssystematik.
5 Kritische Würdigung des Projekts: Kritische Beurteilung der Reformen anhand von Kriterien wie Entscheidungsnützlichkeit, Verlässlichkeit und Vergleichbarkeit sowie ein Kosten-Nutzen-Vergleich für Unternehmen.
6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung zur weiteren Entwicklung sowie zu den Aussichten auf eine Umsetzung der geplanten Maßnahmen.
IASB, FASB, Financial Statement Presentation, Jahresabschluss, Bilanz, IFRS, Kapitalflussrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Entscheidungsnützlichkeit, Management Approach, true and fair view, Rechnungslegung, Disaggregation, Kohäsion, Klassifizierung.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse des gemeinsamen IASB/FASB-Projekts zur Neugestaltung der „Financial Statement Presentation“ und dessen Auswirkungen auf die Qualität der IFRS-Rechnungslegung.
Im Zentrum stehen die Strukturreformen des Jahresabschlusses, die Einführung einer einheitlichen Gliederungssystematik, die Klassifizierung von Geschäftsvorfällen und die Auswirkungen auf die Informationsqualität für Kapitalgeber.
Das Ziel ist die Evaluierung, ob die geplanten Neuregelungen tatsächlich zu einer Verbesserung des „true and fair view“ beitragen und ob sie für Unternehmen praktikabel bzw. mit dem Kosten-Nutzen-Prinzip vereinbar sind.
Es handelt sich um eine kritische Literaturanalyse und Auseinandersetzung mit offiziellen Diskussionspapieren (Discussion Papers) und Standards der Standardsetter IASB und FASB.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme nach bisherigen Standards, die detaillierte Vorstellung der geplanten Projektphasen A, B und C sowie eine kritische Würdigung hinsichtlich der qualitativen Anforderungen an die Rechnungslegung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie IFRS, IASB/FASB-Projekt, Finanzberichterstattung, Entscheidungsnützlichkeit, Kapitalflussrechnung und Management Approach geprägt.
Der Nutzen einer bloßen Umbenennung wird angezweifelt, da sie mit Anpassungskosten verbunden ist und die Vergleichbarkeit stören könnte, sofern sie nicht zwingend und einheitlich umgesetzt wird.
Es ist ein Ansatz, bei dem das Management eines Unternehmens die Zuordnung von Vermögenswerten und Schulden zu den Kategorien „operativ“, „investiv“ oder „Finanzierung“ basierend auf deren Funktion selbst festlegt.
Die dritte Bilanz soll die Transparenz erhöhen, insbesondere bei retrospektiven Korrekturen von Fehlern oder Methodenänderungen, bringt jedoch für die Unternehmen einen zusätzlichen Aufwand mit sich.
Die Autorin befürwortet diese Methode aufgrund ihres Beitrags zur Entscheidungsnützlichkeit und Verständlichkeit, räumt jedoch ein, dass dies für viele Unternehmen eine erhebliche Umstellung der bisherigen indirekten Praxis bedeutet.
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