Masterarbeit, 2009
48 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung der Masterarbeit
1.2 Anzahl geringqualifizierter Erwerbstätiger in Deutschland
1.3 Die Zukunftsperspektiven von An- und Ungelernten
1.4 Die Förderinitiative „Perspektive Berufsabschluss“ des BMBF
1.5 Die Initiative der Münchner Arbeit gGmbH zur modularen Nachqualifizierung von langzeitarbeitslosen Frauen
1.5.1 Die Münchner Arbeit gemeinnützige GmbH
1.5.2 Die Qualifizierungsmaßnahmen der Bürokommunikation
1.5.3 Modulare Nachqualifizierung für den Beruf „Kaufmann/-frau für Bürokommunikation“
2 Gestaltung der Lehr-Lern-Prozesse
2.1 Beschreibung der Zielgruppe
2.2 Voraussetzungen der Teilnehmerinnen
2.3 Das Anschluss-Lernen Erwachsener
2.4 Abstimmung zwischen den Lernorten
2.5 Das Lernfeldkonzept
2.6 Lernen im fachtheoretischen Unterricht
2.7 Lernen im Arbeitsprozess
3 Entwicklung eines didaktischen Konzepts
3.1 Die Eckpfeiler des didaktischen Konzepts
3.2 Berücksichtigung von gesellschaftlichen Bedingungsfaktoren
3.2.1 Das bildungspolitisches Ziel der Integration
3.2.2 Gesetzliche Grundlagen und Fördermaßnahmen
3.3 Berücksichtigung der Lernvoraussetzungen
3.4 Lernen durch das Modell der vollständigen Handlung
3.5 Individuelle Betreuungsmaßnahmen für das Lernen
3.5.1.1 Individuelle Lernberatung
3.5.1.2 Stützunterricht
3.5.1.3 Computer Based Training
3.6 Festlegen eines organisatorischen Rahmens
3.6.1 Das Betreuungssystem für die Teilnehmerinnen
3.6.1.1 Sozialpädagogische Betreuung
3.6.1.2 Innerbetriebliches Multiplikatorensystem (Patensystem)
3.6.2 Dokumentation des Fähigkeitsprofils
3.6.3 Zertifizierung der Module
3.6.4 Zeitliche und räumliche Gliederung der Nachqualifizierung
3.6.5 Auswahl von geeigneten Lehrenden
3.7 Festlegen der Lernziele und der Lerninhalte
3.7.1 Modularisierung des Berufsbildes hinsichtlich der Lernziele
3.7.1.1 Das Berufsbild Kaufmann/-frau für Bürokommunikation
3.7.1.2 Das Modulsystem für die berufliche Nachqualifizierung
3.7.2 Lernzielpräzisierung bezüglich der Lerninhalte
3.8 Methoden für den fachtheoretischen Unterricht
3.8.1 Methode Lehrbrief
3.8.2 Methode Planspiel
3.8.3 Methode Meinungsmarkt
3.9 Lernen im Arbeitsprozess - die Leittextmethode
3.9.1 Phase 1 - Einstiegsphase
3.9.2 Phase 2 - Informationsphase
3.9.3 Phase 3 - Planungsphase
3.9.4 Phase 4 - Durchführungsphase
3.9.5 Phase 5 - Auswertungsphase
3.9.6 Phase 6 - Nachbereitungsphase
3.9.7 Anwendungsbeispiel für den Einsatz der Leittextmethode
3.10 Reflexion des didaktischen Konzepts
4 Zusammenfassung
Diese Masterarbeit zielt darauf ab, ein didaktisches Konzept für die modulare Nachqualifizierung langzeitarbeitsloser Frauen zur Kauffrau für Bürokommunikation bei der Münchner Arbeit gGmbH zu entwickeln und zu gestalten. Dabei steht die spezifische Herausforderung im Fokus, bildungsferne und arbeitsungewohnte Teilnehmerinnen durch handlungsorientierte Lernprozesse nachhaltig in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.
3.4 Lernen durch das Modell der vollständigen Handlung
Die Reaktion auf diese nicht sehr günstigen Voraussetzungen besteht darin, das berufliche Lernen so weit wie möglich in den Arbeitsprozess zu integrieren. Durch die Integration der Theorie in die Praxis fällt das Lernen leichter, weil den Lernenden die Bedeutung der Theorie für den Arbeitsprozess deutlicher wird. Die selbständige und eigenverantwortliche Bearbeitung von Aufträgen wird gleichzeitig zum Lernprinzip erhoben (vgl. Eckhardt, C./ Bölke, C. 1999, S. 9 f.).
Die Grundstruktur dieser Art des Lernens besteht aus den sechs Stufen einer vollständigen Handlung, die den Handlungsablauf von Arbeitstätigkeiten kennzeichnen. Durch diese Arbeits- und Lernweise wird eine größtmögliche Ausrichtung auf die betriebliche Praxis erreicht. Zudem werden die Motivation zum Arbeiten und Lernen sowie das Verständnis und die Transferfähigkeit erhöht. Die Arbeitsergebnisse haben – anders als in vielen Umschulungen – eine ernsthafteren Charakter, da sie vom Auftraggeber abgenommen und ggf. korrigiert werden müssen. Das Arbeitsergebnis macht den Erfolg der eigenen Arbeit sichtbar, und dieser Erfolg motiviert dazu, die mühsame Last der Theorie zu ertragen (vgl. ebd., S. 10 f.). Abbildung 1 zeigt die sechs Phasen einer vollständigen Handlung.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den Hintergrund der Qualifizierungsinitiative für Deutschland und die spezifische Situation der langzeitarbeitslosen Teilnehmerinnen bei der Münchner Arbeit gGmbH, für die ein modulares Nachqualifizierungskonzept entwickelt wird.
2 Gestaltung der Lehr-Lern-Prozesse: Dieses Kapitel analysiert die Zielgruppe und theoretische Grundlagen des Erwachsenenlernens sowie Konzepte wie das Lernfeldkonzept und das Lernen im Arbeitsprozess, um die Basis für die didaktische Gestaltung zu legen.
3 Entwicklung eines didaktischen Konzepts: Das Hauptkapitel beschreibt die konkrete Umsetzung des didaktischen Konzepts, von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und individuellen Betreuungsmaßnahmen bis hin zu konkreten Lehrmethoden wie der Leittextmethode und dem Planspiel.
4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die zentralen Erkenntnisse und betont die Notwendigkeit einer engen Verzahnung von Theorie und betrieblicher Praxis sowie der sozialpädagogischen Betreuung für einen nachhaltigen Lernerfolg.
Nachqualifizierung, Berufsbildung, Bürokommunikation, Lehr-Lern-Prozesse, Modell der vollständigen Handlung, Leittextmethode, Erwachsenenbildung, Handlungskompetenz, Münchner Arbeit, Modulsystem, Arbeitsmarktintegration, Lernfeldkonzept, Sozialpädagogik, berufliche Weiterbildung, Qualifizierungsbausteine
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines didaktischen Konzepts für die modulare Nachqualifizierung von langzeitarbeitslosen Frauen zur Kauffrau für Bürokommunikation bei der Münchner Arbeit gGmbH.
Die zentralen Themen sind berufliche Nachqualifizierung, didaktische Modelle für Erwachsene, arbeitsplatznahes Lernen, Methodenkompetenz, soziale Integration und betriebliche Organisationsstrukturen.
Das primäre Ziel ist die Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen, die den besonderen Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht werden und den erfolgreichen Erwerb eines Berufsabschlusses ermöglichen.
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Analyse didaktischer Modelle und überträgt diese auf die praktischen Rahmenbedingungen der beruflichen Nachqualifizierung bei der Münchner Arbeit gGmbH.
Im Hauptteil (Kapitel 3) wird die konkrete Ausgestaltung des Konzepts detailliert: Eckpfeiler, gesellschaftliche Faktoren, Lernvoraussetzungen, das Modell der vollständigen Handlung sowie spezifische Lehrmethoden wie Leitbriefe und Planspiele.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Nachqualifizierung, Modulsystem, Handlungsorientierung, Leittextmethode und berufliche Integration.
Es integriert Theorie in die betriebliche Praxis, macht Lernerfolge durch sichtbare Arbeitsergebnisse greifbar und steigert so die Motivation der Teilnehmerinnen, die oft negative Erfahrungen mit traditionellen Schulmethoden gemacht haben.
Sie ist essentiell, da viele Teilnehmerinnen mit individuellen Problemlagen wie Überschuldung oder psychischer Labilität kämpfen, die ohne Unterstützung zu einem Abbruch der Maßnahme führen könnten.
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