Masterarbeit, 2024
80 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
2.1.1 Herkunft und Terminologie
2.1.2 Schüler*innenbild des Förderschwerpunktes
2.1.3 Beschulung
2.2 Unterstütze Kommunikation
2.2.1 Kommunikation
2.2.2 Definition
2.2.3 Zielgruppen für Unterstützte Kommunikation
2.2.4 Relevanz im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
2.3 Multilingualismus / Mehrsprachigkeit
2.3.1 Begrifflichkeit
2.3.2 Relevanz im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
3 Aktueller Forschungsstand
4 Empirische Datenerhebung
4.1 Fragestellung
4.2 Online-Umfrage
4.2.1 Gütekriterien
4.2.2 Probandenauswahl
4.2.3 Erhebungsinstrument
4.2.4 Durchführung
4.2.5 Ergebnisse
4.3 Experteninterviews
4.3.1 Gütekriterien qualitativer Forschung
4.3.2 Probandenauswahl
4.3.3 Transkriptionsregeln nach Dresing und Pehl
4.3.4 Kategorienbildung der qualitativen Inhaltsanalyse
4.3.5 Ergebnisse
5 Diskussion
6 Fazit
Diese Masterarbeit untersucht die Implementierung von Mehrsprachigkeit bei der Unterstützten Kommunikation im Förderschwerpunkt der Geistigen Entwicklung. Ziel der Forschung ist es zu ermitteln, ob und mit welchen Methoden mehrsprachige Schüler*innen unterstützt werden, um eine effektive Kommunikation zu gewährleisten und schulische sowie lebensweltliche Teilhabe zu fördern.
2.2.1 Kommunikation
Im allgemeinen Verständnis werden Kommunikation, Sprache und Sprechen oftmals als gleichwertige Synonyme verwendet und nicht ausreichend differenziert genug betrachtet. Fakt ist jedoch, dass Sprache und Sprechen als wichtige Elemente und Teilgebiete von Kommunikation angesehen werden und Kommunikation als solches viel mehr als diese beiden Elemente beinhaltet (Wilken, 2018). Folglich ist Kommunikation die Gesamtheit aller „Verhaltensweisen und Ausdrucksformen, mit denen wir mit anderen Menschen bewusst oder unbewusst in Beziehung treten“ (Wilken, 2018, S. 11).
Kommunikation bedeutet also, dass nicht nur das Sprechen mit einer Person als einzige Form anzusehen ist, sondern über eine Vielzahl anderer und zusätzlicher Kanäle stattfindet. Vegetative Erscheinungen, wie Blässe oder Röte, Schwitzen oder erschwerte Atmung können ebenso Informationen vermitteln und kommunizieren, wie interpersonelle Distanziertheit und Nähe. Ebenso ist es möglich über einfache Gesten und Mimik Emotionen und andere Inhalte zu vermitteln, welche jedoch situativ und kulturell eingeordnet werden müssen. Auch die Körperhaltung der Person in einer Kommunikationssituation stellt sich als kommunikatives Medium dar.
Auch wenn Kommunikation nicht ausschließlich von Sprache lebt, ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Sprache auch als eines der wichtigsten Teilhabeinstrumente angesehen wird und ihr einer besonderen Bedeutung zugewiesen wird. Sprache bekommt deshalb eine spezielle Bedeutung, da sie spezifisch für den Menschen als Kommunikationsmittel dient. Sie ist vor allem grundlegend für die Verarbeitung von Wahrgenommenem und dessen Bedeutung. Mit Sprache bewerten und vergleichen wir Sinneseindrücke, die folglich abgespeichert und wieder abgerufen werden können.
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz von Kommunikation als Grundlage für soziale Teilhabe und die zunehmende Bedeutung von Mehrsprachigkeit im schulischen Kontext des Förderschwerpunktes Geistige Entwicklung.
2 Theoretische Grundlagen: Legt das theoretische Fundament zu den Bereichen Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, Unterstützte Kommunikation und Mehrsprachigkeit dar.
3 Aktueller Forschungsstand: Analysiert die Verbindung von Mehrsprachigkeit und Unterstützter Kommunikation und identifiziert einen fortlaufenden, monolingual geprägten Schulalltag, der wenig Rücksicht auf sprachliche Diversität nimmt.
4 Empirische Datenerhebung: Dokumentiert den methodischen Prozess der Masterarbeit, bestehend aus einer quantitativen Online-Umfrage und einer anschließenden qualitativen Expertenbefragung an Thüringer Förderschulen.
5 Diskussion: Interpretiert die gewonnenen Ergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfragen und reflektiert kritisch über die Limitationen der Untersuchung unter Berücksichtigung der geografischen und personellen Umstände.
6 Fazit: Fasst zusammen, dass Mehrsprachigkeit im Bereich der Unterstützten Kommunikation in Thüringen zwar technisch und methodisch auffindbar, jedoch kein flächendeckend implementiertes Phänomen ist, mit gleichzeitig hohem Handlungsbedarf.
Mehrsprachigkeit, Unterstützte Kommunikation, geistige Entwicklung, Förderschule, Inklusion, Kommunikation, Thüringen, Sonderpädagogik, Multilingualismus, Lehrkräfte, Schülerschaft, Bildungsbericht, Barrierefreiheit, Sprachbarrieren, Förderung.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie die sprachliche Vielfalt (Mehrsprachigkeit) von Schüler*innen im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung im schulischen Alltag bei der Nutzung Unterstützter Kommunikation berücksichtigt und umgesetzt wird.
Zentral sind die Schnittmengen zwischen der Unterstützten Kommunikation (Techniken und Hilfsmittel zur Überwindung von Lautspracheinschränkungen) und dem wachsenden Phänomen der Mehrsprachigkeit in deutschen Förderschulen.
Die Arbeit untersucht, ob und in welcher Weise Mehrsprachigkeit bei der Unterstützten Kommunikation an Thüringer Schulen im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung umgesetzt wird und welche Herausforderungen dabei bestehen.
Es wurde ein zweistufiges empirisches Design gewählt: eine quantitative Online-Umfrage zur Status-quo-Erhebung an Lehrkräften sowie eine qualitative Expertenbefragung (leitfadengestützte Interviews), um vertiefende Einblicke in die Umsetzungspraxis zu erhalten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Einleitung, eine Analyse des aktuellen Forschungsstandes sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Datenerhebung inklusive einer Kategorienbildung zur Praxisrelevanz.
Die zentralen Schlagworte sind Mehrsprachigkeit, Unterstützte Kommunikation, Geistige Entwicklung, Inklusion und der Förderschulkosmos.
Die Arbeit identifiziert die Elternarbeit als einen kritischen Erfolgsfaktor, weist aber zugleich auf die Herausforderungen hin, die mit der Kommunikation an die meist nicht-deutschsprachigen Eltern verbunden sind.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Schulpraxis zurzeit stark auf symbolbasierte, nicht-elektronische Formen zurückgreift, während der Einsatz komplexer elektronischer Sprachcomputer oder Tablets tendenziell seltener erfolgt.
Obwohl 70% der Befragten Vorteile in einer multilingualen Ausrichtung sehen, wird die praktische Umsetzung häufig durch strukturelle Ressourcenmängel und zeitliche Belastungen behindert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

