Examensarbeit, 2009
94 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Geschichte des Architekturmodells
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Herausbildung der Reliefkunst
2.3 Entwicklung des Modellbaus
2.4 Der Modellbau heute
3. Materialien im Modellbau
3.1 Papier, Karton, Pappe
3.2 Holz
3.3 Hartschaum
3.4 Modelliermassen
3.5 Glas
3.6 Polystyrol
3.7 Metall
3.8 Fundstücke natürlicher Art und technischer Herkunft
3.9 Kleinmaterialien
3.10 Klebstoffe, Klebebänder, Klebefolien
4. Architektur am Bauhaus
4.1 Herausbildung und Entwicklung der Architekturabteilung
4.1.1 Entwicklungen unter der Leitung von Walter Gropius
4.1.2 Entwicklungen unter der Leitung von Hannes Meyer
4.1.3 Entwicklungen unter der Leitung von Ludwig Mies van der Rohe
4.2 Ideen und Zielsetzungen der Direktoren
5. Architekturmodelle am Bauhaus
5.1 Modelle aus der Ära Gropius
5.2 Modelle aus der Ära Meyer
5.3 Modelle aus der Ära Mies van der Rohe
5.4 Analyse einer Auswahl von Modellen
5.4.1 Das Modell für eine Bauhaussiedlung in Buchfart bei Weimar von Walter Determann
5.4.2 Modell zum Gebäude der „Chicago Tribune“ von Walter Gropius und Adolf Meyer
5.4.3 Modelle zu Serienhäusern „Baukasten im Großen“ von Walter Gropius und Adolf Meyer
5.4.4 Modelle zum Bauhausgebäude in Dessau
5.4.5 Modell zur Gewerkschaftsschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds (ADGB) in Bernau
5.5 Die nachgebauten Modelle von Bauhausgebäuden
6. Bedeutung von Modellen zur Vermittlung von UNESCO-Weltkulturerbe
6.1 Zum Wert des Objekts im Museum
6.2 Grundsätze der Museumspädagogik
6.3 Welterbepädagogik an Modellen
6.3.1 Der Einsatz von Modellen im Museum
6.3.2 Die Verwendung von Modellen im Unterricht
6.4 Chancen und Probleme von Modellpädagogik
7. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und den Nutzen von Architekturmodellen im Kontext des Bauhauses sowie deren Potenzial für die Vermittlung des UNESCO-Weltkulturerbes. Ziel ist es, die Entwicklung der Bauhaus-Modelle zu analysieren und deren pädagogischen Mehrwert für Museen und den Kunstunterricht kritisch zu bewerten.
Die Geschichte des Architekturmodells
Die Geschichte des Architekturmodells hat seine Anfänge in der Reliefkunst, die zunächst betrachtet werden soll. Vorab soll eine Begriffsdefinition zum Architekturmodell gegeben werden, die über die naturwissenschaftlichen Ausführungen in der Einleitung hinausgeht, bevor dann die Entwicklung und Herausbildung des Architekturmodells in seinen verschiedenen Entwicklungsphasen betrachtet wird.
Diese historische Einordnung soll einer allgemeinen Einführung in das Thema dienen, bevor sich die Betrachtung folglich auf konkrete Beispiele aus dem 20. Jh. konzentrieren wird.
Etymologisch betrachtet hat sich der Begriff des Modells ca. 1000 n. Chr. herausgebildet. Die Bezeichnung modul tauchte damals zum ersten Mal auf und bedeutete soviel wie Regel, Form, Muster oder Vorbild. Im 13. Jh. entwickelte sich dann die Begrifflichkeit módulo, die nach Vitruv das Säulenmaß angab. Im 16. Jh. schließlich tauchte im Englischen und Französischen der Begriff module auf und benannte seitdem den Entwurf, das Architekturmodell, das Abbild und das Vorbild.
Es soll folglich aber nicht weiter um eine sprachwissenschaftliche Untersuchung der Begrifflichkeit gehen, sondern um das plastische Objekt selbst. „Ein Architekturmodell ist die plastisch-dreidimensionale Darstellung eines Bauwerks bzw. eines Werk- oder Konstruktionsteils in Metall, Stein, Holz, Gips, Wachs, Stoff, Papier, Kork oder Sondermaterialien (Brot, Rüben)“.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der Bedeutung von Architekturmodellen am Bauhaus und der Vermittlung von Welterbe.
2. Die Geschichte des Architekturmodells: Historischer Rückblick auf die Entwicklung vom Relief bis zum modernen Architekturmodell als Planungsinstrument.
3. Materialien im Modellbau: Übersicht über die im Modellbau gebräuchlichen Materialien von Papier bis zu modernen Kunststoffen und Klebstoffen.
4. Architektur am Bauhaus: Darstellung der architektonischen Lehre und Ziele unter den verschiedenen Direktoren des Bauhauses.
5. Architekturmodelle am Bauhaus: Analyse der Modelle in den Ären Gropius, Meyer und Mies van der Rohe sowie die Bedeutung von Nachbauten.
6. Bedeutung von Modellen zur Vermittlung von UNESCO-Weltkulturerbe: Diskussion der museumspädagogischen Potenziale von Modellen und deren Einsatz im Unterricht.
7. Fazit: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Ansätze der Modellpädagogik.
Architekturmodell, Bauhaus, Gropius, Hannes Meyer, Mies van der Rohe, Modellbau, Welterbepädagogik, Museumspädagogik, Architekturgeschichte, Modellmaterialien, Kunstunterricht, Modell Bauhaus, Neue Sachlichkeit, Denkmalvermittlung, Bautechnik.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung von Architekturmodellen im Kontext der Bauhaus-Bewegung sowie deren Nutzen für die Vermittlung des UNESCO-Welterbes an ein breites Publikum.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Modellbaus, die architektonische Lehre am Bauhaus, Materialkunde für Modelle und die pädagogische Anwendbarkeit dieser Modelle in Museen und Schulen.
Es wird untersucht, ob und wie dreidimensionale Modelle dazu beitragen können, die Ideen des Bauhauses zu vermitteln und ob diese als zeitgemäßes Medium für die Welterbepädagogik gelten können.
Die Autorin kombiniert eine historische Analyse der Bauhaus-Entwürfe mit einer medienpädagogischen Untersuchung zum praktischen Einsatz von Architekturmodellen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Materialkunde des Modellbaus, eine detaillierte Analyse der Bauhaus-Architektur unter den drei Direktoren und eine Untersuchung spezifischer Modelle, wie etwa zur Siedlung Buchfart oder zum Bauhausgebäude in Dessau.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Architekturmodell, Modellpädagogik, Bauhaus-Stil, Materialästhetik und Weltkulturerbe-Vermittlung geprägt.
Gropius legte Wert auf die visuelle Darstellung des Gesamtkunstwerks und nutzte häufig Gips, während unter Hannes Meyer neue Materialien wie Gitter und Kunststoffe Einzug hielten, um Aspekte wie Filigranität und soziale Lebensvorgänge zu betonen.
Die Autorin schlussfolgert, dass Modelle ein essenzielles, ergänzendes Vermittlungsmedium sind, das den Dialog zwischen Betrachter und Objekt fördert und besonders für die Entzerrung von Besucherströmen an Welterbestätten sowie für praxisorientiertes Lernen im Kunstunterricht wertvoll ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

