Bachelorarbeit, 2010
58 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
2. Theoretische Grundlagen der Forschungsförderung
2.1 Forschung und Entwicklung sowie innovative Tätigkeiten
2.1.1 Definitorische Abgrenzung
2.1.2 Betriebs- und volkswirtschaftliche Bedeutung
2.2 Theoretische Rechtfertigung staatlicher Fördermaßnahmen
2.3 Systematik staatlicher FuE-Förderinstrumente sowie deren Merkmale
3. Struktur des deutschen Forschungs- und Innovationssystems
3.1 Bedeutung von Forschung und Entwicklung in Deutschland
3.1.1 Forschungs- und Innovationspolitik
3.1.2 Forschung und Entwicklung in der Privatwirtschaft
3.2 Argumente für die Notwendigkeit der Förderung von Forschung und Entwicklung
3.2.1 Stellenwert und Probleme kleiner und mittlerer Unternehmen
3.2.2 Steuerliche Rahmenbedingungen für die Finanzierung von Forschung und Entwicklung
3.3 Zwischenfazit
4. Ausgestaltung der indirekten Förderung in ausgewählten Ländern
4.1 Ansatzpunkte der steuerlichen FuE-Fördermaßnahmen für unternehmerische FuE-Tätigkeiten
4.2 Frankreich
4.2.1 Forschungs- und Innovationssystem
4.2.2 Steuerliche Maßnahmen
4.2.3 Erfahrungen
4.3 Österreich
4.3.1 Forschungs- und Innovationssystem
4.3.2 Steuerliche Maßnahmen
4.3.3 Erfahrungen
5. Vorteile einer indirekten FuE-Förderung in Deutschland
5.1 Vergleich der länderspezifischen FuE-Förderinstrumente
5.2 Fazit
Die Arbeit untersucht die Vor- und Nachteile einer indirekten, steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung (FuE) in Deutschland. Ziel ist es, auf Basis der Erfahrungen in Frankreich und Österreich abzuleiten, ob und wie derartige Instrumente den Innovationsstandort Deutschland stärken und insbesondere KMU bei ihren FuE-Aktivitäten unterstützen können, um langfristige Wachstumsziele wie jene des Lissabon-Prozesses zu erreichen.
2.1.1 Definitorische Abgrenzung
Die begriffliche Abgrenzung zwischen FuE und innovativen Tätigkeiten ist unerlässlich, denn in der wissenschaftlichen Literatur liegen bisher keine allgemeingültigen Definitionen vor, die eine einfache Differenzierung zwischen diesen Begriffen ermöglichen könnten.10 Damit jedoch ein internationaler Vergleich der FuE-Tätigkeiten unterschiedlicher Länder vorgenommen werden kann, ist es notwendig für deren statistische Verwertung einheitliche Kriterien heranzuziehen. Als Grundlage für die forschungs- und innovationspolitische Berichterstattung wurden von der OECD zwei Leitfäden, das Frascati- sowie das Oslo-Manual, erarbeitet.11
Das Frascati-Manual beinhaltet Richtlinien für die statistische Erfassung und Interpretation von FuE-Daten.12 Dafür umfasst dieser Leitfaden eine ausführliche Beschreibung und Kategorisierung der Tätigkeiten, die unter die FuE-Definition fallen sowie darüber hinausgehende Aktivitäten. Damit soll einzelnen Staaten die Abgrenzung von FuE- und ihnen nahe stehenden Tätigkeiten erleichtert werden.13 Gemäß dem Frascati-Manual handelt es sich bei:
„Forschung und Entwicklung [um] die systematische, schöpferische Arbeit zur Erweiterung des vorhandenen Wissens einschließlich des Wissens über den Menschen, die Kultur und die Gesellschaft sowie die Verwendung dieses Wissens mit dem Ziel, neue Anwendungsmöglichkeiten zu finden.“14
1. Einführung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von FuE für wirtschaftliches Wachstum ein und erläutert die Ambition, das Lissabon-Ziel zu erreichen sowie die Notwendigkeit der Untersuchung von steuerlichen Fördermaßnahmen.
2. Theoretische Grundlagen der Forschungsförderung: Das Kapitel definiert FuE sowie innovative Tätigkeiten gemäß OECD-Standards und begründet den staatlichen Eingriff in den Markt durch eine theoretische Auseinandersetzung mit Marktversagen.
3. Struktur des deutschen Forschungs- und Innovationssystems: Hier wird das deutsche System analysiert, welches primär auf direkter Projektförderung beruht, und es werden die spezifischen Herausforderungen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen identifiziert.
4. Ausgestaltung der indirekten Förderung in ausgewählten Ländern: Dieses Kapitel stellt detailliert die steuerlichen Fördermaßnahmen in Frankreich (z.B. CIR) und Österreich (z.B. Forschungsprämie) sowie deren Erfahrungen und Evaluationsergebnisse dar.
5. Vorteile einer indirekten FuE-Förderung in Deutschland: Abschließend werden die Fördersysteme verglichen, die Vor- und Nachteile der indirekten Förderung diskutiert und eine Handlungsempfehlung für die Einführung solcher Instrumente in Deutschland gegeben.
Forschung und Entwicklung, FuE, Innovationspolitik, staatliche Forschungsförderung, direkte Projektförderung, indirekte Förderung, steuerliche Anreize, KMU, Frankreich, Österreich, Steuergutschrift, Forschungsprämie, Innovationssystem, Marktversagen, Politik-Mix.
Die Arbeit analysiert, ob die Einführung einer indirekten, steuerlichen FuE-Förderung in Deutschland sinnvoll ist, um die Innovationskraft des Landes zu stärken.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der staatlichen Forschungsförderung, eine Analyse des deutschen Fördersystems sowie der Vergleich mit den indirekten Fördermodellen in Frankreich und Österreich.
Das primäre Ziel besteht darin, aus den Erfahrungen Frankreichs und Österreichs Schlussfolgerungen für eine künftige, indirekt-steuerliche Förderung in Deutschland zu ziehen, die insbesondere KMU adressiert.
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der das deutsche System den Systemen in Frankreich und Österreich unter Verwendung von Kriterien wie Anreizwirkung, KMU-Zugang und Planbarkeit gegenübergestellt wird.
Der Hauptteil beleuchtet zunächst die theoretischen Hintergründe und das deutsche System, bevor er die länderspezifischen steuerlichen Maßnahmen in Frankreich und Österreich inklusive deren Wirkungsweise und Evaluationsergebnissen detailliert aufarbeitet.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie FuE-Förderung, steuerliche Anreize, Innovationsstandort Deutschland, KMU sowie den direkten Vergleich der Fördermodelle in der EU.
Während direkte Förderung hochgradig selektiv ist und auf spezifische Projekte abzielt, bietet indirekte Förderung über Steuern breitenwirksame Anreize, die den Unternehmen mehr Entscheidungsfreiheit lassen.
Das deutsche System wird als komplex und bürokratisch empfunden, was vor allem KMU mit begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen von einer Antragstellung abschreckt.
Frankreich hat durch die Ausweitung und Vereinfachung seiner Steuergutschrift (CIR) eine hohe Breitenwirksamkeit erreicht, von der insbesondere KMU profitieren und die zu Re-Lokalisierungseffekten von FuE-Tätigkeiten nach Frankreich geführt hat.
Aufgrund der Unübersichtlichkeit der direkten Projektförderung und der bestehenden steuerlichen Nachteile wird empfohlen, eine einfach strukturierte, erstattungsfähige Steuergutschrift einzuführen, um ungenutzte Innovationspotenziale bei KMU zu erschließen.
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