Magisterarbeit, 2009
97 Seiten, Note: 1,0
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
Einleitung
I. Die Grundstruktur des Tractatus
1.1 Das Nummerierungssystem
1.2 Ontologie
1.2.1 Das Grundgerüst der Bestimmungen – Welt, Tatsachen, Sachverhalte, Dinge
1.2.2 Einfache Gegenstände und die allgemeine Theorie des Bildes
1.3 Denken und Sprache
1.3.1 Sätze als Bilder von Gedanken
1.3.2 Die einfachen Bestandteile des Satzes
1.3.3 Ausdruck und die Bestimmtheit des Satzsinns
1.3.4 Etwas Logisches kann nicht nur möglich sein
1.4 Die logische Analyse der Sprache
1.4.1 Die Aufspaltung des Satzes
1.4.2 Elementarsätze und Wahrheitsbedingung
1.4.3 Wahrheitsoperation, Wahrheitsfunktion und die allgemeine Form des Satzes
1.4.4 Innerhalb und außerhalb der Logik
1.4.5 Das Gefühl des Mystischen
II. Die Grenzen des Tractatus
2.1 Wittgensteins Hauptproblem
2.1.1 Was kann gesagt werden, was zeigt sich nur?
2.1.2 Bezüge zu Frege und Russel
2.1.3 Die Logik muss für sich selbst sorgen
2.1.4 Der logische Raum und das Spiegelbild der Welt
2.2 Ich, Welt und verschwindende Fragen
2.2.1 Das metaphysische Subjekt als Weltgrenze
2.2.2 Klare Philosophie
III. Über die laute Form zu schweigen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Philosophie Ludwig Wittgensteins mit dem Fokus auf die Grenzfrage, die sich aus dem berühmten Satz "Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt" ableitet. Ziel ist es, durch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Tractatus logico-philosophicus zu klären, wie Wittgenstein die Bedingungen menschlicher Erkenntnis durch eine logische Sprachanalyse bestimmt und warum bestimmte Bereiche, insbesondere ethische und metaphysische Fragestellungen, für ihn jenseits des Sagbaren liegen.
1.2.1 Das Grundgerüst der Bestimmungen – Welt, Tatsachen, Sachverhalte, Dinge
Die Ausführungen im Bereich der Ontologie beginnt Wittgenstein mit dem Satz: „Die Welt ist alles, was der Fall ist.“ (TLP 1)
Somit folgt er recht deutlich dem zuvor beschriebenen Grundsatz von der größtmöglichen Allgemeinheit bei der Formulierung seiner Hauptsätze, denn die Wendung „alles, was der Fall ist“ enthält gewissermaßen schon die zentralen Aspekte von dem, was in den darauf folgenden Bemerkungen erster Ordnung dann explizit dargestellt wird: „Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge.“ (TLP 1.1) und: „Die Welt zerfällt in Tatsachen.“ (TLP 1.2)
Während der Satz TLP 1.1 eine stärkere Betonung auf den Gesichtspunkt der Gesamtheit legt, dies wird mit den Aussagen von TLP 1.11 und TLP 1.12 noch zusätzlich gestützt, so betont TLP 1.2 deutlicher, was mit „der Fall-Sein“ überhaupt gegeben ist - nämlich einzelne Tatsachen. Über diese Bestimmungen hinaus präzisiert Wittgenstein durch zwei weitere Zusätze. Einerseits behauptet er in TLP 1.21, dass das Bestehen einer Tatsache keinesfalls auf das Bestehen anderer Tatsachen schließen lässt; dieser Aspekt wird gemeinhin unter den Begriff der Unabhängigkeit von Tatsachen gefasst: „Eines kann der Fall sein oder nicht der Fall sein und alles übrige gleich bleiben.“ (TLP 1.21)
Andererseits formuliert er: „Die Tatsachen im logischen Raum sind die Welt.“ (TLP 1.13)
Einleitung: Einführung in die Thematik der Sprachgrenzen bei Wittgenstein und Darstellung der methodischen Vorgehensweise.
I. Die Grundstruktur des Tractatus: Detaillierte Analyse des logischen Aufbaus und des Nummerierungssystems sowie der ontologischen Grundlagen.
II. Die Grenzen des Tractatus: Untersuchung des Kernproblems der Philosophie bei Wittgenstein, insbesondere die Unterscheidung von Sagen und Zeigen.
III. Über die laute Form zu schweigen: Reflexion über die methodische Konsequenz des Schweigens angesichts der durch die Logik gezogenen Grenzen des Sagbaren.
Ludwig Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus, Sprachphilosophie, Logik, Ontologie, Sagen und Zeigen, logischer Raum, Bildtheorie, Analytische Philosophie, Metaphysik, Wahrheitsfunktion, Elementarsatz, Solipsismus, Sprachgrenzen
Die Arbeit untersucht kritisch die Philosophie Wittgensteins, speziell im Hinblick darauf, wie die Grenzen der Sprache die Welt begrenzen.
Die Arbeit fokussiert auf die Logik, Ontologie, Bildtheorie und die Abgrenzung von Sagbarem und Unsagbarem.
Das Ziel ist eine fundierte Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Verhältnis von Sprache, Denken und Welt im Tractatus.
Es wird primär ein Close-Reading-Verfahren angewendet, um die logische Struktur des Textes entlang seiner Nummerierung nachzuvollziehen.
Im Hauptteil werden Wittgensteins logische Analyse der Sprache, sein ontologisches Grundgerüst und seine Auseinandersetzung mit Frege und Russel detailliert erörtert.
Begriffe wie Tractatus, Logik, Ontologie, Sagen und Zeigen sowie Sprachgrenzen stehen im Zentrum der Arbeit.
Wittgenstein fordert eine Unabhängigkeit der Logik und lehnt die Typentheorie Russels ab, da er logische Strukturen als Spiegelbild der Welt und nicht als Resultat empirischer Erfahrung begreift.
Das Schweigen bezieht sich auf Bereiche jenseits des Sagbaren, wie Ethik und Metaphysik, die sich nicht in logisch präzisen Sätzen ausdrücken, sondern lediglich zeigen lassen.
Nein, die Arbeit argumentiert, dass der Tractatus aufgrund seiner ethischen Zielsetzung und der Verwendung von Metaphern über die rein wissenschaftliche Sprachlogik hinausweist.
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